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Neben dem Stricken habe ich noch eine zweite große Leidenschaft: die Kunst*. Umso schöner, wenn beides zusammenkommt...
In letzter Zeit bin ich über drei Kunstbücher für Stricker gestolpert, die ich allesamt ganz großartig finde.


Für Modefans und Design-Liebhaber
Was passiert, wenn man Strick in der Haute Couture einsetzt? Wie lässt sich die Technik im Gebrauchsdesign aufgreifen? Und wo verschwimmen die Grenzen zur Kunst? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Buch KNIT. Innovations in Fashion, Art, Design von Samantha Elliott (Laurence King Publishing 2015). Unterteilt in die drei Oberthemen Mode, Kunst und Design stellt sie verschiedene Kreative vor, die sich in ihrer Arbeit mit den Handarbeitstechniken Stricken und Häkeln auseinandersetzen (darunter Markus Lupfer, Irina Shaposhnikova (diese Zopfpullover!), Magda Sayeg, die Mutter des Yarn Bombing, oder Toshiko Horiuchi MacAdam, deren Arbeit ich durch den Film YARN kennengelernt habe). Nach kurzen Interviews folgen jeweils viele ganzseitige Fotos der Arbeiten und Projekte - ganz viel Inspiration also und eine guter Anreiz, öfter mal die vertrauten Wege zu verlassen und was Auszuprobieren.

Für Fotografie-Nerds
Dass man selbst nicht Stricken können muss, um ein fantastisches Buch zum Thema zu veröffentlichen, beweist Barbara Levine: Ihr schmaler Band People Knitting. A Century of Photographs (Princeton Architectural Press 2016) versammelt Fotografien aus 100 Jahren - von Frauen, Männern und Kindern beim Stricken.
Die leidenschaftliche Sammlerin von Vintage-Fotografien bezeichnet sich selbst als begeisterten knitter-watcher und hat in den letzten Jahren wunderbare Bilder zusammengesammelt - manche kennt man bereits aus anderen Publikationen, andere waren mir gänzlich neu. Schön finde ich, dass die Bilder ganzseitig ohne jegliche Erläuterung abgebildet sind (diese findet sich im Anhang des Buches), so dass man sich zunächst eigene Gedanken zu den Fotos machen kann (In welchem Zusammenhang wurde das Bild wohl aufgenommen? Wer strickt hier? Und was?). Zum immer wieder Durchblättern.

Für Malerei-Maniacs
Eine besondere Freude für mein Kunsthistoriker-Herz ist Thomas Blisniewskis Frauen, die den Faden in der Hand halten. Handarbeitende Damen, Bürgersmädchen und Landfrauen von Rubens bis Hopper (Insel Verlag 2015). Die Werke darin reichen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, ein echter Querschnitt durch die Kunstgeschichte also. Der "rote Faden"? Natürlich das Garn! Die Dargestellten stricken, häkeln, weben oder spinnen (vor allem letzteres), ein knapper, fundierter Text ordnet die Arbeit ein und erläutert die Bedeutung der Handarbeit im Bildzusammenhang.
Im Anschluss an den Bildteil folgt eine längere Abhandlung zur Handarbeit in der Kunstgeschichte (die offensichtlich als Einführung gedacht war - vielleicht steht sie in der gebundenen Version ja am Anfang?), die auch sehr lesenswert ist. Was ich gelernt habe: Frauen, die Handarbeiten, sind fleißig, sittsam und gottesfürchtig (oder zumindest sehr gut darin, so zu wirken).

Hast Du neben dem Stricken auch noch andere Leidenschaften? Und wo treffen sie sich?
xoxo Katha

*Gemeint ist hier die Kunstbetrachtung; mit Kunstproduktion habe ich nichts zu tun.
When knitting meets art, I get really excited - after all, those are my two favorite topics! Today, I have three book reviews for you that combine knitting with design, photography and painting. Pick your most beloved art form, get comfortable on the couch and dive into some yarny reading.
Yippieh! freue ich mich jedes Mal, wenn Wolle und Garne im Rahmen von musealen Ausstellungen thematisiert werden. Ich gehe eh schon gerne ins Museum; wenn es um Handarbeiten, Stoffe und Fasern geht, aber noch ein bißchen lieber.


Demnächst gibt es gleich mehrere Ausstellungen, die sich mit diesen Themen beschäftigen:
Und weil's irgendwie ganz gut zum Thema Textilkunst passt, hier noch ein bißchen echte Reklame:


Wir wissen beide, dass das Essen dort nicht besonders gesund ist und auch sonst nicht viel dafür spricht (abgesehen vielleicht von großer Berechenbarkeit – ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor – und einer gewissen Nostalgie). Aber der aktuelle Werbeclip Die Wahrheit über unser „Beef“ ist trotzdem toll! (Wer wohl das Stricken übernommen hat?)

Wie gefällt Dir der Werbefilm? Und gibt es noch weitere Handarbeits-Ausstellungen, die in meiner Auflistung fehlen?
xoxo Katha

Disclaimer: Dieser Beitrag enthält keine bezahlte Werbung; die erwähnten Internetfunde wollte ich einfach mit Dir teilen!
At the moment, there are quite a few museums that show exhibitions centered around wool, knitting and other fiber arts. I can’t visit all of them, but I’m really looking forward to "100 Prozent Wolle" (100 % wool) that will open in Berlin at the beginning of November.
On a different note: Have you seen the current Mc Donald’s commercial? It’s pretty charming, don’t you think?
Genau wie bei Menschen muss man auch bei Garnen unterscheiden: Es gibt aufregende Kandidaten und Langweiler, feine Exemplare und anstrengende Widerborste. Bei den Menschen sind die Widerborstigen häufig, wenn man mal ganz ehrlich ist, die Interessanteren.
Aber bei Garnen? Da hatte ich diesen Zusammenhang *zum Glück* noch nicht festgestellt - bis ich ein Knäuel Opal Hundertwasser-Sockenwolle in "Winterbild Polyp Wintergeist" in die Hände bekommen habe...

Als ich noch klein war, habe ich bei jedem Besuch in der Wohnung meiner Großmutter ein Kunstbuch mit Abbildungen der Werke Friedensreich Hundertwassers aus dem Regal gezogen. Die Bilder konnte ich mir wieder und wieder anschauen, sicher auch deshalb, weil im Buch metallisch-glänzende Partien eingefügt waren. (Glitzi zieht bei kleinen Mädchen einfach immer!) Heute würde ich zwar nicht mehr stundenlang durch einen Hundertwasser-Bildband blättern, aber die Bilder sind für mich vermutlich auf ewig mit positiven Assoziationen verbunden.

Für die Hundertwasser-Kollektion überträgt Opal die Farbwelten ganz konkreter Bilder, in diesem Fall von diesem hier, auf Sockengarn. Und das ziemlich gut, schon im Knäuel kommt die das Farbspektrum des Originalgemäldes rüber.


Sieht das nicht schön aus? Verstrickt allerdings...ich weiß ja nicht! Im ersten Versuch habe ich es mit dem Tulsi Sockenmuster versucht. Das Ergebnis: viel zu unruhig. Also habe ich geribbelt und noch einmal mit ruhigeren Farben angefangen (viel besser, oder?).


Auf Sophias Empfehlung habe ich dem Hundertwasser-Garn im zweiten Versuch einen zurückhaltenden Partner zur Seite gestellt und ihre schönen Fargerik-Handschuhe angeschlagen. Die ersten Reihen haben mich umgehauen, so grandios sah das aus! Aber dann kam der Farbwechsel und damit ein viel zu geringer Kontrast zwischen den beiden Garnen...wieder nichts!


Eine dritte Chance gebe ich dem Garn noch. Und wie es aussieht, werde ich diese widerborstige Diva gewinnen lassen und ihr mit einem schnöden Glatt rechts-Muster alle Aufmerksamkeit geben, nach der sie offensichtlich verlangt. (Das sieht dann nämlich, wie das Internet mir verraten hat, ziemlich gut aus.) Oder hast Du noch eine bessere Idee?

Sind Dir auch schon so schwierige Kandidaten untergekommen? Warnungen ausdrücklich erwünscht!
xoxo Katha

Usually, a skein of wool is a source of great joy. Sometimes, though, the skein isn't very cooperative when it comes to knitting: Take Opal Hundertwasser sock yarn in "Winterbild Polyp Wintergeist". It looks gorgeous in the skein...but it's way too fidgety when knitted up in a pattern (and I tried two different ones already!). I guess I'll have to give in and knit plain vanilla socks with it - it's as if the yarn doesn't want to share the praise with any "real" pattern!
Seit ich denken kann, fühle ich mich magisch angezogen von Kunstbänden. Mit 12 Jahren war ich fasziniert von den bunten Siebdrucken Andy Warhols, es folgten Bücher über ägyptische Skulpturen, niederländische Stillebenmalerei und Möbelklassiker des 20. Jahrhunderts.
Im Studium wurde es besonders schlimm, denn auf dem Weg zur Uni kam ich jeden Tag mehrfach an einer Buchhandlung vorbei, die lauter Bildbände mit roten Sale-Schildchen in der Auslage hatte...allein der Gedanke an einen Umzug löst bei mir seitdem Angstschweiß-Attacken aus - Kunstbände sind in der Regel ja tonnenschwer! Deshalb kaufe ich mittlerweile auch nur noch ganz selten gedruckte Bücher und beschränke mich, wann immer es geht, auf eBooks. Neulich musste ich allerdings mal wieder eine Ausnahme machen - für ein Buch, das meine beiden großen Leidenschaften vereint: Kunst und Stricken! 


Bei Ravelry bin ich auf der Suche nach Strickanleitungen mit Kunstbezug zufällig über Knitting Masterpieces gestolpert. Bei 1,99 € auf Amazon Marketplace habe ich dann nicht lange gezögert...und zufälligerweise einen Volltreffer gelandet!

Das Buch ist in mehrfacher Hinsicht ein Knaller! Da wären als erstes die Anleitungen selbst: Knitting Masterpieces enthält 20 Anleitungen, davon 16 Pullover, zwei Strickjacken und zwei Kleider. Die meisten Entwürfe können sowohl von Frauen als auch von Männern getragen werden (ein bißchen Mut braucht man dafür aber in jedem Fall). Vorweg: Die Pullover überzeugen nicht gerade durch ihre ausgefeilten Schnitte. In den allermeisten Fällen handelt es sich um langweilige, kastenförmige Modelle, die den seltensten Körperformen schmeicheln dürften. Viele Aneitungen gibt es zudem nur in einer einzigen Größe. Darum geht es aber auch gar nicht, im Vordergrund stehen eindeutig die Muster, die durch mehrfarbiges Stricken, Stickereien und geschickte Materialkombinationen erzeugt werden. Und da ist so einiges dabei, es ist wirklich eine kleine Reise durch die Kunstgeschichte. Gestartet wird am Beginn der Menschheitsgeschichte mit Höhlenmalerei, von da an geht es chronologisch weiter: Altes Ägypten, Antike, Mittelalter, Renaissance, dann ein Sprung zum Impressionismus und in die Moderne. Große Namen wie Michelangelo und Leonardo da Vinci, Monet und Toulouse-Lautrec sind natürlich mit von der Partie, einzig Picasso habe ich ein wenig vermisst. Übrigens imitieren die Modelle nicht einfach den Stil der einzelnen Künstler, sondern ganz konkrete Kunstwerke. Man kann sich also für den nächsten Louvre-Besuch seinen persönlichen "Mona Lisa"-Pullover stricken...wenn das mal kein Selfie-Motiv ist!


Es kann gut sein, dass ich keinen der Pullis jemals nacharbeiten werde, dennoch habe ich einen Heidenspaß, durch das Buch zu blättern: Hauptverantwortlich dafür ist das Styling, das so einen herrlichen 80er Jahre-Vibe verströmt. Die Frisuren allein! Ganz so, wie man es noch aus "Dallas" und "Hart aber herzlich" kennt...und man kann davon ausgehen, dass die Models auch im "echten Leben" so aussahen, denn es handelt sich bei allen Fotomodellen um Freunde der beiden Autorinnen Ruth Herring und Karen Manners. Fast alle sind Persönlichkeiten aus der Film- und Fernsehbranche; ich kannte nur Tim Rice (Texter einiger Andrew Lloyd Webber-Musicals), aber vielleicht sagt Dir ja auch Jilly Cooper was? Freundlicherweise stehen neben jedem Portrait ein paar Worte zum Lebenslauf des Abgebildeten...


Knitting Masterpieces hat es quasi aus dem Stand auf Platz Eins meiner liebsten Strickbücher geschafft, und das ohne Modelle, die zum Nachahmen verführen und auch ohne passablen Technikteil. Einfach, weil das Buch einen enormen Unterhaltungswert hat (und die Kunstwerke mit so viel Liebe zum Detail auf den Strick-Charts umgesetzt wurden). Insofern definitiv gut investierte 1,99 €!

Übrigens habe ich auf Ravelry noch weitere Strickanleitungen mit Kunst-Bezug entdeckt, vor allem Vincent van Gogh und Piet Mondrian scheinen hier hoch im Kurs zu stehen. Und da sind auch richtig schöne Dinge dabei, ich habe hier mal ein entsprechendes Bundle zusammengestellt. Vielleicht mache ich mir eines Tages ja eine mondianeske Tagesdecke? Ganz für mich ausschließen möchte ich so ein gestricktes Kunstwerk noch nicht...

Wie sieht es bei Dir aus, würdest Du Dich gerne in ein Gemälde hüllen?
xoxo Katharina

Ruth Herring, Karen Manners: Knitting Masterpieces, Pantheon 1987, 95 Seiten, ISBN 978-0394562667, nur noch gebraucht erhältlich. 
Weitere Bilder auf Ravelry.
I have a thing for art publications and coffee table books. It took me years to come up with enough self-control to walk out of a book store with empty hands when they had a great art book on sale. But I did it (mainly because the thought of moving apartments with all these books haunts me at night) and these days, I only buy new books if I really have to.
Well, when I saw Knitting Masterpieces, I knew it was one of these rare occasions where I really had to buy the book! It's a combination of my two great passions, art and knitting. Art history told in 20 sweaters. With lots of 80s vibes and fashion faux pas, but also so much love to detail and art and knitting. Like I said: the best 1,99 € I ever spent!  
Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einem passenden Desktop-Hintergrund für meinen Büro-PC. Nicht zu persönlich sollte er sein - die Fotos aus dem letzten Sommerurlaub waren also schonmal raus -, aber die Bilder aus dem Windows-Fundus konnte ich auch nicht länger ertragen...
Erste Anlaufstelle: Der Blog designlovefest. Bloggerin Bri Emery veröffentlicht in der Rubrik "Dress your Tech" regelmäßig wunderschöne Wallpepapers zum Download (allesamt free!) und ist quasi das Online-Pendant zu einer dm-Filiale (soll heißen: hier gehe ich nie mit leeren Händen raus).

Was ich diesmal auf dem Blog gefunden habe, hat meine Erwartungen allerdings deutlich übertroffen...und Du wirst bestimmt ebenfalls begeistert sein!


Kürzlich gab es bei "Dress your Tech" Detailaufnahmen von den Arbeiten der Textilkünstlerin Meghan Shimek zu sehen, die riesige Wandbehänge aus Wolle herstellt. Schau Dir das unbedingt an! Die Wolle wirkt so leicht und flauschig, da möchte man sich am liebsten reinfallen lassen... Und ja, genau diese Bilder kann man sich als Desktop-Wallpaper runterladen. Ich habe natürlich nicht lange überlegt, zumal die Fotos schlicht genug sind, um im Büro-Umfeld zu funktionieren. Auf meinem iPad sehen sie aber auch großartig aus!

Ich würde sagen, die Frühjahrs-Klamotte für sämtliche Technik-Gadgets steht. Was sieht man denn auf Deinem Bildschirm? 
xoxo Katharina
Have you ever considered dressing your tech in wool? Don't get me wrong, I'm not talking about knitted laptop sleeves and the like, I'm talking about fiber-related desktop wallpapers: Fiber artist Meghan Shimek just designed some beautiful wallpapers for designlovefest and I'm loving pretty much all of them. Which one is your favorite?

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Kunst, die auf Handarbeitstechniken zurückgreift - egal ob Nähen, Stricken, Sticken oder Weben - haftet der Ruf an, sie sei bieder, belanglos und - Höchststrafe! - weiblich. Rosemarie Trockels Strickbilder aus den 80ern, die genau mit diesen Klischees spielen und durchaus subversiv sind, konnten da leider auch nichts dran ändern. Und so begegnen einem Stoffe und Garne leider nur selten in der zeitgenössischen Kunst. Umso größer war meine Freude, als ich neulich bei einem Besuch der Ausstellung “Our Arctic Future” in den Nordischen Botschaften in Berlin auf die Arbeiten von Randi Samsonsen gestoßen bin.

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Randi Samsonsen (*1977 in Tórshavn) ist Textilkünstlerin und Designerin. Sie stammt ursprünglich von den Färöer Inseln und studierte an der Designhochschule Kolding in Dänemark, die sie 2012 mit einem Master of Design abschloss. Heute lebt sie wieder auf den Färöern, deren Natur laut eigener Aussage eine große Inspirationsquelle für die Künstlerin ist. Mich erinnern ihre Strick- und Häkelarbeiten an Moos, an Korallen...vielleicht auch Gedärme. Auf alle Fälle an Formen aus der Natur! Für die Werke, die in “Our Arctic Future” zu sehen sind, hat Samsonsen als Grundelemente ausrangierte Kugeln verwendet, die auf Fischkuttern im Einsatz waren. Den Gegensatz aus bunten, organisch wirkenden Textilformen und den glatten, undefinierbaren Plastikkörpern finde ich dabei besonders spannend.

Weitere Bilder von Randi Samsosens Arbeiten gibt es auf ihrer Homepage und ihrem Tumblr zu sehen.

 

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Textilien sind so stark aufgeladen mit Erinnerungen und Emotionen; kein Wunder, es kommt ja auch jeder täglich in Berührung mit ihnen! Eigentlich beste Voraussetzungen für einen Einsatz im Kunst-Zusammenhang, aber die Nähe zur Handarbeit schreckt offenbar viele Künstler ab. Wahrscheinlich ist da die Angst im Hintergrund, die eigene Arbeit könne als Kunsthandwerk abgetan werden...? Dabei kann Textilkunst auch so aufregend sein: In so ungewöhnlichen Formen wie bei Randi Samsonsen wird doch ein ganzes Assoziationsfeuerwerk abgefackelt! Kinderspielzeug kommt mir in den Sinn, es könnte sich aber genauso um Hinterlassenschaften einer Alienheimsuchung handeln. Fremdartig oder vertraut, anziehend oder abstoßend? Genau in diesem Spannungsverhältnis liegt für mich der Reiz an Textilkunst.

 

An was denkst Du, wenn Du die Arbeiten betrachtest? Und würdest Du Dir eine der Skulpturen im Wohnzimmer aufhängen wollen?
xoxo Katharina

 

Our Arctic Future, noch bis 5.01.2016 im Felleshus der Nordischen Botschaften, Mo - Fr 10-19 Uhr, am Wochenende 11-16 Uhr, Eintritt frei.

Die Ausstellung beleuchtet verschiedene Aspekte des heutigen Lebens in der Arktis. Ein eigener Abschnitt ist der Mode von grönländischen und färöischen Designern gewidmet (mit Arbeiten von Barbara Í Gongini, Gu∂run & Gu∂run, Heimkær, Shisa Brand, Soul Made Faroe Islands, Steinum, Randi Samsonsen, Isaksen Design, Lennert Design, Nuuk Couture).

 

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Entwürfe von Gu∂run & Gu∂run und Steinum

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If you happen to like knitting AND contemporary art, you probably know how rare it is that both come together. And you can surely imagine how thrilled I was to discover the art of Randi Samsonsen. The Faroese artists creates objects combining fiber arts with plastic balls that were originally used by the fishing industry. Her artworks have a compelling out-of-this-world-feel to them and certainly are nowhere near petty or housewifely.

On display until January 6, 2016 at Felleshus (Nordic Embassies, Berlin).