Auch mal eine Verwendung für Maschenproben! Gesehen am Stand von Katia

Die h+h, die Messe für Handarbeit und Hobby in Köln, ist die weltgrößte Fachmesse für Hersteller und Händler aus dem Handarbeitsbereich - und damit für mich Stricksüchtige eine Art Schlaraffenland: Ein ganzes Wochenende lang Garne anfassen und anstricken dürfen, an jeder Ecke inspirierende Modelle und ständig trifft man liebe Menschen, die genauso (strick-)verrückt sind wie man selbst!


Inzwischen liegt das Messe-Wochenende schon wieder fast zwei Wochen zurück und vielleicht hast Du längst genug von der Berichterstattung dazu; gibt da draußen ja
etliche Blogger und Yoututber, die viel schneller sind als ich...
Davon lasse ich mich aber nicht abhalten - schließlich nimmt jeder bei so einer Großveranstaltung andere Dinge wahr.

Wenn ich an die diesjährige h+h zurückdenke, fallen mir vor allem drei Stichworte ein:

Nachhaltigkeit 
Nachhaltigkeit ist seit einigen Jahren ja in so ziemlich jedem Bereich das Schlagwort der Stunde. Und das zurecht, denn wir gehen so verschwenderisch mit den Ressourcen dieser Erde um, das einem ganz anders werden kann. Und da nehme ich mich nicht aus. Nachhaltig zu leben ist schrecklich unbequem (hast Du mal versucht, plastikfrei einzukaufen?), aber letzten Endes ist es alternativlos.

Natürlich ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn immer mehr Hersteller aus dem Handarbeitsbereich auch nachhaltige Produkte anbieten. Aber irgendwo muss man ja anfangen... Insofern habe ich mich sehr darüber gefreut, bei Borgo de Pazzi und Lana Grossa recycelte Cashmere-Garne zu sehen (auch wenn mir keiner so richtig sagen konnte, wo die ganzen Cashmere-Kleidungsstücke herkommen, die da recycelt werden - aber das bekomme ich früher oder später noch raus!). Immer mehr Hersteller lassen zumindest einen Teil ihrer Produkte GOTS-zertifizieren und der Nadelhersteller Pony stellt gerade auf plastikfreie Verpackungen um.

Extra-dick und extra-heimisch ging's am Stand von Elbwolle zu.

Noch nachhaltiger ist es in der Regel aber, lokale Hersteller zu unterstützen, die ihre Garne in Deutschland produzieren lassen - am besten noch komplett aus deutscher Wolle. Elbwolle macht genau das und vertreibt Garne von Schafen aus der Altmark, die sich wunderbar für Wohnaccessoires eignen. Und Opal fördert mit der Schafpatenschaft nun schon seit 10 Jahren deutsche Schäfereien.

Auch die Initiative Handarbeit, der Verband für Anbieter der Handarbeitsbranche, promoted dieses Jahr ein Projekt für mehr Nachhaltigkeit: "Make Me Take Me" nennt sich die Aktion und es geht darum, keine Plastiktüten mehr zum Einkaufen zu verwenden. Stattdessen gibt es auf der Homepage des Verbandes drei kostenlose Anleitungen für genähte, gehäkelte und gestrickte Einkaufsbeutel - das Ziel sind 10.000 Stück. Ich mache auf jeden Fall mit - ein paar Baumwoll-Reste vom letztjährigen Edda-Hype habe ich eh noch zu Hause!

Jewel Tones
Was meine ich damit? Warme Farben aus dem Spektrum der Edelsteine (Smaragd, Rubin etc.), gemischt mit Erd- und Cognactönen. Dieses Farbspektrum ist mir auf der Messe immer wieder begegnet. Kein Wunder, schließlich orientiert sich so ziemlich jedes Unternehmen an den Trend-Forecasts, die regelmäßig aus den Niederlanden kommen. Wenn Li Edelkoort "Bown is the new Grey" prognostiziert, dann wird das automatisch zur self-fulfilling prophecy... Was ich aber eigentlich sagen wollte: Uns erwarten im Herbst ganz wunderbare Farben! Viele zurückhaltende Töne (ja, auch viel Braun), gemischt mit starken Farbakzenten in Rot, Smaragdgrün und Petrol. Und warmes Gelb hat auch seinen Auftritt.

Sattes Rubinrot am Stand von Lang

Das Rowan-Moodboard

Dieses Farbspektrum begegnete mir bei sehr vielen Garnherstellern, auffällig häufig präsentiert in Form außerordentlich schöner Modelle. Ich bin schon eher wählerisch, was Strickmodelle betrifft, aber für die nächste Saison kommen etliche tolle Modelle nach meinem Geschmack: Klassische Formen mit spannenden Akzenten. Hervorzuheben sind da vor allem Lang Yarns und Rowan.
Aber auch Katia hat mich mit einigen tollen Designs überrascht (wie auch mit der ziemlich coolen Accessoire-Kollektion in Zusammenarbeit mit Molla Mills), genauso wie Schoeller, die mit der Verjüngungskur ihrer Marke Austermann einen Volltreffer gelandet haben.

 Dieses Farbverlaufs-Set bei Schoeller finde ich schon ziemlich cool!

Bobbel-Designs bei Katia

Was ich auch nicht unerwähnt lassen kann: Arne & Carlos, die die meiste Zeit am Stand von Schachenmayr anzutreffen waren, haben für MEZ Stoffe entworfen. Großgemusterte Blumenstoffe. Ich bin so begeistert, dass ich ernsthaft mit dem Gedanken spiele, dem Nähen nochmal eine Chance zu geben...

Lass Dich nicht täuschen...das eigentliche Highlight auf diesem Bild ist der Stoff, mit dem der Sessel links von Arne bezogen ist!

Punch Needling und Pom Poms
Neben Stricken und Nähen sind natürlich auch alle möglichen anderen Handarbeitsbereiche Thema auf der Messe. Und dieses Jahr schien mir das Punch Needling besonders präsent. Der Stiebner-Verlag, der ein Buch zum Thema herausbringt, hatte am ersten Messetag Punch-Profi D.K. Wright zu Gast, die mir das grundsätzliche Prinzip der Technik in wenigen Worten erklärte. Später am Tag ergab sich die Möglichkeit, bei Rico selbst herumzuprobieren - und eins muss ich sagen, Spaß macht das Ge-Needle schon...hält mich nur leider vom Stricken ab!

 Live-Punch Needling am Stand vom Stiebner Verlag

Immernoch präsent sind Pom Poms, die werden einfach nicht alt. Als Deko oder appliziert auf Kleidungsstücken - Pom Poms begegneten einem an allen Ecken. Die schönsten vermutlich am Stand von Prym: Die hatten einen kompletten Sessel Pom Pom-ifiziert...und fast jeder Besucher musste sich sehr beherrschen, darauf nicht kurz mal die müden Messebeine zu entspannen (Anfassen leider verboten!).

 Der Pom Pom-Sessel bei Prym! Schön oder schön?

Und sonst so
Den Niedlichkeits-Overkill gab es am Stand des finnischen Garn-Herstellers Novita. Dort gibt es aktuell eine Garn-Edition, die sich um die Mumins dreht - inklusive passender Anleitungen. Die akkurate Umsetzung der Farbwelt aus den Kinderbüchern ist echt beeindruckend. Und ja, ich bin natürlich schwach geworden und habe ein Design aus dem ersten Mumin-Anleitungsheft angeschlagen...

Was Novita da gemacht hat, nenne ich Liebe zum Detail!

Magische Anziehungskraft haben auch die neuen Färbesets bei myboshi auf mich ausgewirkt. Die Garne der Marke haben mich bislang nie interessiert, aber die kleinen Färbekits finde ich superspannend. Ich habe ja vor knapp zwei Jahren schon einmal Wolle mit Naturfarben gefärbt; das Ergebnis war super, der Prozess allerdings recht zeitaufwendig. Mit den Lieblingsfarben-Kits soll es viel einfacher und schneller gehen - ob das stimmt, werde ich bald ausprobieren!

Theoretisch könnte man die Würstchen auf im Färbetopf kochen, so unbedenklich sollen die myboshi Lieblingsfarben sein. Ich werde es nicht drauf ankommen lassen...

Handgefärbtes gab es auch bei Lamana. Die Piura (100% Baby Alpaca, LL 400m/50g) gibt es ab Herbst auch in "hand dyed", als semi-solide Färbung. Spannend dabei: Die Farbpalette bei Lamana erstreckt sich über alle Qualitäten (d.h., man kann die Garn-Qualitäten prima mischen, ohne zugleich auch Farben mischen zu müssen) und das gilt auch für die handgefärbten Garne. Die zehn Färbungen ergänzen jeweils eine bereits vorhandene Farbe aus der Lamana-Palette.

Lamana Piura im Strang, handgefärbt

Zu guter letzt habe ich auch am Stand vom frechverlag interessante Neuheiten entdeckt: Es wird neue Bücher von Melanie Berg (mehr Shawls!) und Kerstin Balke geben (der Soxx-Look greift jetzt um sich). Außerdem erscheint im August ein sehr süßer - wait for it! - Häkel-Adventskalender! Mit sehr fairer UVP! Für mich als Adventskalender-Fan definitiv eins der Highlights!

 Es weihnachtete schon am Stand vom frechverlag...

Highlights waren natürlich auch die Begegnungen mit all den lieben Strick-Nerds, die sich so auf der Messe getummelt haben. Einige von Ihnen haben längst von der h+h berichtet, solltest Du noch nicht genug haben, schau doch auch noch dort vorbei:
Blog:  Sockshype | Brezelbutter | Mein gehäkeltes Herz | nala verstrickt | Caros Fummeley
Podcast: Frickelcast
Youtube: just.duit | yarnaroundtheworld

Workshoppen mit Frau Feinmotorik

Mit Tanja Steinbach bei Lana Grossa

Strick-Plausch mit My.Ling, Landherzen und nala verstrickt am Stand von Schachenmayr

...und meine fabelhafte #wollwg, bestehend aus Kiki und Lena, beim Maschenproben-Stricken

So viel Inspiration hinterlässt Spuren...ich habe gerade so viele angefangene Projekte gleichzeitig auf den Nadeln wie schon lange nicht mehr. Und noch viel mehr Pläne im Kopf!
Welche Neuheiten interessieren Dich denn am meisten?
xoxo Katha
How much yarn can you fit in three days? When those three days are spent at Europe's largest handicraft fair, it's an insane amount! Basically like a weekend in yarn paradise!
Ich staune jedes Mal wieder, wie schnell Projekte fertig werden können, wenn man ganz eisern nur daran strickt!
So geschehen diesen Monat mit einem Pullover aus der ersten deutschen Ausgabe der Designer Knitting, die im letzten Herbst erschienen ist. Ich weiß es noch ganz genau: Ich habe die Zeitschrift am Bahnhof entdeckt, als ich auf dem Weg zum Hamburger Wollfest war. Dank Zugverspätung hatte ich viel Zeit, die Ausgabe zu studieren, und habe mich sofort in einen pinken Pullover mit Noppen-Passe verliebt.
Auf dem Wollfest angekommen schlug Amor direkt ein zweites Mal zu: Ein irre lebendiges Grün am Stand von Fair Alpaka - vielleicht das schönste grüne Garn, das mir je unter die Augen gekommen ist? - musste es unbedingt sein. Und jetzt halt Dich fest: Wie der Zufall es wollte waren Garn und Pullover-Projekt wie gemacht für einander! Material und Lauflänge fast identisch - a match made in heaven!


Als ich Anfang diesen Monats mit einer fiesen Erkältung das Bett hüten musste, brauchte ich dringend einen Stimmungsaufheller. Statt neues Garn im Internet zu bestellen (in dieser Hinsicht können Krankheiten ja sehr gefährlich sein) habe ich das Pullover-Projekt zur Hand genommen und losgelegt. Keine drei Wochen später (in denen ich aber auch wirklich an NICHTS anderem gearbeitet habe) ist ein neuer Pullover fertig. Und er ist wun.der.schön!


Der Pullover wird in Runden glatt links gestrickt (ich hab natürlich "auf der Rückseite" mit rechten Maschen gearbeitet!) und hat eine Passe mit kleinem Noppenmuster. Die Passform ist kurz und körperbetont, so dass der Pullover besonders gut zu hoch geschnittenen Hosen und Röcken passt.


Ich bin wahnsinnig begeistert und überlege mal wieder ernsthaft, mehr monogam zu stricken - obwohl ich aus Erfahrung weiß, dass ist nicht in der Lage bin, das lange durchzuhalten. In diesem Fall ist das Fleisch willig, doch der Geist zu schwach...

Wie zum Beweis habe ich aktuell schon wieder mehrere Strick-Baustellen: Ich habe mich beim "Boost your Knitting"-Programm von Jen Arnall-Culliford agemeldet, nachdem ich im letzten Jahr bei Mason-Dixon Knitting schon sehr interessiert über ihr "Year of Techniques" gelesen hatte. Ich berichte demnächst noch ausführlicher, jetzt nur so viel: Im ersten Monat geht es um Tuck Stitches und das Übungs-Objekt (nach einer Anleitung von Nancy Marchant) macht viel Spaß!


Daneben versuche ich, end-lich meinen Zopfmuster-Cardi fertigzustellen, mit dem ich mich nun schon das dritte Jahr herumschlage (so viel zum Thema Monogamie...). Die Schuld an dem Schneckentempo habe natürlich nicht ich sondern die Anleitung, ist klar! Jedenfalls befinde ich mich jetzt wirklich auf der Zielgeraden. Und es wäre doch schön, wenn ich den Cardigan in wenigen Tagen auf der h+h in Köln einweihen könnte!

Ob ich das wohl schaffe? Was meinst Du?
xoxo Katha
Once a year I'll knit on a project monogamously - and each time I'm surprised how fast I can finish it when I have nothing else on my needles! This year, I experienced this with a yoked sweater that I fell in love with last fall while browsing through Vogue Knitting. And I have a feeling that I will be in love with my version of the sweater for many years to come...
Meistens entdecke ich ein Modell, das mir gefällt, und suche dann nach dem passenden Garn, um die Anleitung nachzuarbeiten. Manchmal ist es aber auch andersherum...


Im letzten Frühjahr habe ich beim Frickelcast das erste Mal von Grossewolle gehört, die Frickler berichteten damals über ihre Moschusochsen-Abenteuer. Wenig später war Daniel Grosse, der Mann hinter Grossewolle, im Frickeltalk zu hören - supersympathisch erzählte er damals von seinem Woll-Shop, in dem er Garne von heimischen Merinoschafen vertreibt, geschoren und hergestellt in Deutschland.
Daniel arbeitet mit ca. 200 Schäfereien in Süddeutschland zusammen und lässt die Wolle selbst produzieren, ohne großen Hersteller im Rücken. Und das neben einem Vollzeitjob!

Wenn man so viel Herzblut und Leidenschaft für ein Produkt aufbringt, kann es einfach nicht schlecht sein! Logisch, dass ich ein paar Stränge Grossewolle bestellen musste (#frickelcastmademebuyit)!
Entschieden habe ich mich für zwei Stränge 2-fädige Merino Natur (reines Merino, 300m/100g) und einem handgefärbten Strang (gefärbt übrigens von Stephi / @screaming_colours).


Wie sich herausgestellt hat die perfekte Kombination (und Menge!) für einen großen "Loop": Anders als der Name vermuten lassen könnte, handelt es sich bei dem Modell von Casapinka um ein halbmondförmiges Tuch, über das sich kleine Knubbel-Girlanden ziehen.



Die Garnmenge reichte für die große Variante des Tuchs, das ich jetzt dreimal um den Hals schlingen kann.

A propos Hals: Als kuschelweich würde ich das Garn nicht bezeichnen, kratzig ist es aber auch nicht. "Robust" trifft es wohl ganz gut - deutsche Schafe brauchen eben ein wenig mehr Polsterung als Merinos aus Australien... Und mir geht's anscheinend genauso, ich trage das Tuch seit Wochen rauf und runter!


Und Du, hast Du ein Herz für regionale Garne oder achtest Du beim Wollkauf auf andere Dinge? 
xoxo Katha 

Verlinkt bei Meine Fummeley.
Unfortunately, Germany doesn't have a strong wool industry (anymore). Therefore, I'm superhappy to report that this shawl was made entirely of German wool, sheared, produced, dyed and knitted in Germany. Whoop Loop, there it is!
Immernoch keine Fotos von meinen neusten Tüchern (die inzwischen gar nicht mehr so neu sind...) - diesmal gibt es allerdings einen triftigen Grund, weshalb die Foto-Session ausfallen musste: Es hatte mich ganz schön erwischt und ich lag die letzten Tage flach. Nicht mal an Stricken war zu denken - daran erkennt man, dass es mir wirklich nicht gut ging!

Immerhin fernsehen war drin, und so habe ich endlich alle Empfehlungen vom "Kleinen Fernsehballett" durchgeguckt, die schon ewig auf meiner Watchlist standen. Und weil mir alle Serien so gut gefallen haben, empfehle ich sie Dir schnell weiter...für wenn Du mal strick-unfähig auf der Couch liegst oder auch einfach so.

First things first: Falls Du was für Serien und Trash-TV übrig hast, MUSST Du den Podcast von Sarah Kuttner und Stefan Niggemeier abonnieren! "Das kleine Fernsehballett" heißt er und ist kostenlos bei Deezer verfügbar. Gerade ist die fünfte Staffel zu Ende gegangen und ich freue mich jetzt schon darauf, wenn es im Herbst weitergeht. Ich schaue Serien eigentlich nur noch, wenn ich zuvor die Besprechungen der beiden gehört habe - und bei einigen Trash-Formaten bin ich sehr froh, sie nicht ansehen zu müssen und trotzdem in den Genuss der besten Szenen zu kommen. Aber vermutlich hörst Du den Podcast längst selbst und weißt, wovon ich rede...

So, nach dieser Vorrede geht's jetzt endlich los mit den Serien-Empfehlungen:


Russian Doll
Die Handlung im Schnelldurchlauf: Nadia stirbt am Abend ihres 36. Geburtstag wieder und wieder und wacht nach jedem Ableben auf ihrer eigenen Geburtstagsparty wieder auf. Im Verlauf der Serie versucht sie dahinter zu kommen, was es damit auf sich hat, um den Kreislauf zu durchbrechen.

Warum ich die Serie mag: Die Handlung klingt erstmal ziemlich ausgelutscht - kennt man ja alles schon von "Und täglich grüßt das Murmeltier". Allerdings hat mich Hauptfigur Nadia sofort in ihren Bann gezogen: eine selbstbewusste, schnoddrige kleine Frau, die ich sofort in mein Berliner Herz schließen musste! Alleine für diese Figur hätte ich die Serie durchgeguckt, die auf der Mitte aber glücklicherweise auch noch einen interessanten Twist bereithält.

Besprechung im "Kleinen Fernsehballett": Folge 3 in Staffel 5 (klick).

Russian Doll / dt: Matrjoschka (USA, seit 2019), bislang 1 Staffel, Netflix-Eigenproduktion mit Natasha Lyonne, erhältlich bei Netflix.

Charité
Die Handlung im Schnelldurchlauf: Beide Staffeln spielen im Berliner Universitätsklinikum Charité, Staffel 1 im Dreikaiserjahr 1888, Staffel 2 zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs 1943. Historische Krankenhausserie also. Mit von der Partie: Ein bißchen Medizinwissen, ein bißchen Liebesgeschichte und politisches Drumherum.

Warum ich die Serie mag: Die Serie mag etwas steif sein, in beiden Staffeln spürt man den Bildungsauftrag, der bei ARD-Produktionen häufiger mitschwingt. Ich hab's trotzdem geliebt! Vielleicht, weil ich krank war und das unvermeidbare Selbstmitleid auf Normalmaß zurückgestutzt wird, wenn man so viele ernsthaft Erkrankte auf dem Bildschirm sieht. Sicher aber auch, weil es sehr spannend war, ein bißchen was über die Vita von Rudolf Virchow, Emil Behring und Robert Koch zu erfahren, nach denen in Berlin Krakenhäuser und Institute benannt sind (Staffel 1). Und die Originalaufnahmen von Berlin aus den 40er Jahren zu sehen, die in der 2. Staffel häufig eingestreut wurden.

Besprechung im "Kleinen Fernsehballett": Folge 2 in Staffel 1 (klick). 

Charité (D, seit 2017), bislang 2 Staffeln, mit Alicia von Rittberg, Ulrich Noethen, erhältlich u.a. in der ARD Mediathek und im Free TV auf ARD.

Parfum
Die Handlung im Schnelldurchlauf: Irgendwo am Niederrhein wird eine verstümmelte Frauenleiche gefunden. Die Verletzungen erinnern an die Darstellungen aus Patrick Süskinds Roman "Das Parfum". Und schnell gerät eine Clique ins Visier der Polizei, die zu Schulzeiten mit Düften experimentiert hat...

Warum ich die Serie mag: Die Serie fühlt sich ein bißchen an wie ein anständiger Tatort mit besserem Ende. Und besserer Kamera. Und August Diehl.

Besprechung im "Kleinen Fernsehballett": Folge 10 in der 4. Staffel (klick).

Parfum (D, seit 2018), bislang 1 Staffel, mit Wotan Wilke Möhring, Friederike Becht, Ken Duken, August Diehl, erhältlich u.a. in der ZDF Mediathek.

Hast Du Dir eine der Serien angeschaut? Wie fandest Du sie? Und hast Du auch eine Serien-Empfehlung für mich?
xoxo Katha
Sick days in my house mean: Little knitting, lots of binge-watching. The downside: No finished objects to show off. The upside: Three TV series I can recommend. Appropriate for a proper Knitflix session!