Auf der Persönlichkeitsskala würde ich mich eher im introvertierten Bereich einordnen; trotzdem gibt es für mich wenig Schöneres, als mit anderen zusammen zu stricken.
Diesen Monat gab es dazu gleich mehrfach Gelegenheit, bei Mimis Stricktreff #liebesweddingstrickt im be'kech und wenig später beim Stricknick auf der Thaiwiese, das Brigid organisiert hatte.* Bei schönstem Sonnenschein saßen wir gemeinsam mit köstlichem Thai-Food auf Picknickdecken, Strickzeug selbstverständlich mit am Start.


Ich hatte ganz frisch das Tulip Tank Top von Purl Soho angeschlagen, mit dem ich schon seit letztem Jahr liebäugle. Von vorne sieht es aus wie ein simples, ärmelloses Top mit U-Boot-Ausschnitt. Hinten ist es dafür umso spannender und gibt den Blick auf den unteren Rücken der Trägerin frei.


Ich stricke mit Lana Grossa Secondo (55% Baumwolle, 25% Polyamid, 20% Seide, Lauflänge: ca. 125m/50g), die ich neulich bei Lalaine im Sale mitnehmen musste. Die Lauflänge passte einfach zu gut zu dem Originalgarn aus der Anleitung...und das dunkle Violett hat mich auch direkt begeistert. Mit dem Garn zu stricken ist allerding schon eine kleine Herausforderung: Es ist irre glatt. Glatter als reine Seide, dafür aber auch noch glänzender. Ich bin mir aber sicher, dass das fertige Top sensationell aussehen wird - die Mühe lohnt sich bestimmt!

Mit anderen stricken kann man zum Glück auch prima via Social Media, im Juni zum Beispiel im Rahmen des PaillettenPerlenPlunder FAL (= FrickelAlong), der auf dem Mist der zwei Ladies vom - ohnehin sehr empfehlenswerten - Frickelcast-Podcast gewachsen ist. Noch bis zum 30.06. kann man teilnehmen; sämtliches glitzriges, plundriges Gefrickel ist erlaubt.


Ich hatte noch Paillettengarn im Stash, was ich schon länger zu einem Tuch verarbeiten wollte - Lana Grossa Lace Paillettes in Anthrazit. Da es sich dabei um Alpaka handelt, war ich ganz froh über die kurze Verschnaufpause, die der Sommer eingelegt hatte, und habe als Farbtupfer kurzerhand noch ein bißchen Mohair in Orange dazugenommen (Midara Silk Mohair).
Mein Mohair-Alpaka-Flausch war, in kraus rechts und mit 7er-Nadeln gestrickt, das ideale Projekt fürs hirnlose Feierabend-Stricken - entsprechend schnell ist er fertig geworden! Die Anleitung übrigens: Silkycloud von Nina Schweisgut/Dawanda.


Tja, und dann gibt es noch Projekte, mit denen man sich einer Gruppe zugehörig fühlt, auch ohne Knit-Along. Einfach, weil die ganze (Strick)Welt mitmacht. Aktuell sind alle verrückt nach gestrickten und gehäkelten Einkaufsnetzen, ich natürlich auch.

Und endlich hat sich mal jemand hingesetzt und eine schöne Strickanleitung dafür zusammengeschrieben (danke Susanne!). Das Ergebnis: Das Einkausnetz Edda von Paula_m.


Meins besteht aus Drops <3 YOU #5 (100% Baumwolle, Lauflänge 75m auf 50g), die mein Stash noch so hergegeben hat. Da ich von keiner Farbe genug für ein ganzes Einkaufsnetz hatte, ist es eine dreifarbige Version geworden (die Farbverteilung übrigens 17R, 17R, 38R, 17R, 17R).
Ich bin ganz verliebt, auch weil das Einkaufsnetz ohne Murren den Belastungstest bestanden hat. Ich werde sicher noch ein, zwei weitere machen - mal schauen, was ich noch so für Garn aus dem Vorrat fischen kann!


An was strickst Du gerade? Bist Du auch schon dem Einkaufsnetz-Wahn verfallen?
xoxo Katha

*wenn Du beim nächsten Mail dabei sein möchtest, folge Mimi und Brigid am besten auf Instagram!


Werbung, da Markennennung? Entscheide Du, ich blick da noch nicht nicht mehr durch!

Verlinkt bei Maschenfein.
I am surprised I ever thought knitting was a winter pastime - summer knitting is the best! Especially when you can knit on the balcony in the sunshine or - even better - meet your knitting friends for a get-together at the park. Material-wise, I went for cotton (but couldn't resist my mohair and alpaca on the days it wasn't so summery).
Es soll ja Leute geben, deren erstes Strickprojekt ein vierfarbiger Norwegerpullover war, am besten noch gestrickt nach einer Anleitung in norwegischer Sprache.
So eine "Wie schwer kann es wohl sein?"-Attitüde hatte ich nicht, als ich mit dem Stricken angefangen habe - ganz im Gegenteil! Ich habe mein erstes Projekt (einen Rundschal im Halbpatent) gleich dreimal hintereinander gestrickt, weil ich so froh war, als es endlich klappte!
Du kannst Dir sicher vorstellen, dass ich auch dem Sockenstricken eher mit zu viel als zu wenig Respekt begegnet bin...die Sockenkonstruktion wirkte auf mich ganz schön komplex. Vom Hantieren mit dem Nadelspiel mal ganz abgesehen!

Zum Glück habe ich mich irgendwann trotzdem an mein erstes Sockenpaar getraut; das ist mittlerweile sieben Jahre her, die Socken trage ich immernoch gerne. Neben ziemlich vielen Fehlern ist da nämlich auch eine Riesenmenge Stolz eingestrickt!

Über die Jahre habe ich viele weitere Sockenpaare gestrickt und unterschiedliche Techniken ausprobiert: mal vom Schaft und mal von der Spitze angefangen, die Ferse mit Käppchen oder verkürzten Reihen konstruiert, verschiedene Spitzenformen auf Schönheit und Tragekomfort überprüft. Aber nicht nur das: Ich habe auch viele verschiedene Stricknadeln auf ihre Sockenstrick-Qualitäten getestet!
Heute stelle ich Dir vier Varianten vor; und weil es beim Stricken kein Richtig oder Falsch gibt, sondern jeder Stricker seine ganz eigenen Vorlieben hat, habe ich mir dafür Hilfe von drei wunderbaren Strick-Buddies ins Boot geholt...
 

Das Nadelspiel.
Ein Nadelspiel besteht aus vier bzw. fünf Nadeln, die gleichzeitig zum Stricken verwendet werden. Die Nadeln sind in verschiedenen Größen, Längen und Materialien erhältlich und fast jeder Nadelhersteller hat Nadelspiele im Angebot.
Obwohl man mit dem Nadelspiel alle möglichen Dinge herstellen kann, die in der Runde gestrickt werden (Mützen, Handschuhe und - stulpen, Ärmel etc.), wird es in allererster Linie mit Socken assoziiert.
Die Maschen werden beim Stricken gleichmäßig auf drei bzw. vier Nadeln verteilt, die dann reihum abgestrickt werden. Die Vorstellung, mit vier oder fünf Nadeln zugleich stricken zu müssen, ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man aber erstmal über das Gefriemel der ersten Runden hinaus ist, strickt es sich nicht so viel anders als mit nur zwei Nadeln. Allerdings lohnt es sich, sich ein paar Tricks und Kniffe draufzuschaffen, um z.B. die Übergänge zwischen den Nadeln "unsichtbar" hinzubekommen.

Wermutstropfen: Unterwegs-Stricker sollten sich beim Stricken mit dem Nadelspiel auf eine Zusatz-Herausforderung einstellen, denn die Maschen können beim Transport schon mal von den Nadeln rutschen. 

Kirsten (@knightlyart) ist Expertin im Sockenstricken und kehrt immer wieder zum Nadelspiel zurück:
Ich habe mir vor vielen Jahren, als es noch kein Internet gab, das Sockenstricken selbst beigebracht mit dem Buch „Der geniale Socken-Workshop“ von Ewa Jostes und da gab es nur Nadelspiele und keine Alternativen und ich denke darum bin ich es so gewohnt mit den 5 Nadeln zu stricken.
Ich habe mich damals sehr gequält mit den vielen Nadeln und wäre bestimmt begeistert gewesen von dem Sockenwunder oder dem CraSy Trio. 
Wiederum bin ich heute froh, das ich mit dem Nadelspiel das Sockenstricken gelernt habe, da ich mehrfarbige Muster mit dem Nadelspiel am liebsten stricke. Auch meine bevorzugte Herzchenferse kann ich nur damit stricken.
Sockenwunder und CraSy Trio sind mir einfach zu kurz! Meine Hände verkrampfen sich immer und dann hole ich wieder mein 15cm Nadelspiel wieder hervor!



Magic Loop.
Bei der Magic Loop-Methode wird auf einer langen Rundstricknadel (ca. 80cm) gestrickt. Die Maschen werden dabei hälftig auf die beiden Nadeln verteilt, das nicht benötigte Seil wird mittig herausgezogen.
Lange Rundstricknadeln in Sockenstärke haben viele Stricker sowieso schon zu Hause, es gibt sie von vielen Herstellern aus unterschiedlichsten Materialien.
Wer mit Magic Loop strickt, hat nur eine Nadel, um die er sich kümmern muss. Das Stricken selbst läuft wie gewohnt, nur muss man am Ende jeder Nadel einmal das lange Seil durchziehen, bevor man weiterstricken kann.
Toll: Wer mag, kann gleich zwei Socken auf einer Nadel stricken (zwei separate Garnknäuel benötigt man dafür allerdings schon) ...da hat das Second Sock Syndrome keine Chance!

Wermutstropfen: Es gibt zwar keine Nadelwechsel wie beim Nadelspiel, Maschen schieben muss man dennoch zweimal pro Runde.

Sarah (@delphinegarnier bei Instagram und Ravelry) strickt ihre Socken fast immer mit der Magic Loop-Technik:
Ich stricke am liebsten Magic Loop, weil mir dabei keine Nadeln runterfallen können und man - im Vergleich zum Nadelspiel - nur zwei Übergangsstellen hat. Außerdem kann ich die Socken zwischendurch auch mal anprobieren, ohne dass mir Maschen von den Nadeln rutschen! Und bei mir ist das einfach die schnellste Methode!



Kurze Rundnadeln im Allgemeinen und das Sockenwunder im Speziellen. 
Wer gerne in der Runde strickt, sich das Maschen-Schieben aber ersparen möchte, für den könnten Rundstricknadeln mit winzigem Durchmesser (20 bis 30cm) das Richtige sein!
Mit ihnen strickt man Socken in der (sehr kleinen) Runde, Seil zum Durchziehen bleibt da nicht mehr über. Ferse und Spitze stricken sich mit den Mini-Nadeln nicht einfach, gerade Stücke bewältigt man dafür in Blitzgeschwindigkeit. Und - besonders für Leute interessant, die auch kurze Wartezeiten gerne mit Stricken überbrücken - man kann sein Gestrick jederzeit zur Seite legen oder in die Tasche stopfen, ohne sich um seine Maschen sorgen zu müssen.
Addi hat vor ein paar Jahren eine spezielle Mini-Nadel auf den Markt gebracht, das "Sockenwunder". Die Besonderheit: Zwei unterschiedliche lange Nadelspitzen - auf der kurzen Nadel "ruhen" die Maschen, mit der längeren Nadel wird abgestrickt - liegen besser in der Hand und erleichtern dadurch das Stricken.

Wermutstropfen: Der ein oder andere bekommt vom Stricken mit den Mini-Nadeln krampfige Finger. Wie es bei Deinen Händen ist, musst Du einfach ausprobieren!

Julia (@_tuet) jedenfalls kommt mit den kleinen Rundnadeln bestens zurecht, das Sockenwunder ist ihr sogar so sehr ans Herz gewachsen, dass sie auf ihrem Blog Tüt ein Tutorial zum Socken stricken damit veröffentlicht hat (klick):
Das Sockenwunder nutze ich gerne, weil kein Händeln mit Nadeln nötig ist und ich damit blind theoretisch stundenlang stricken kann. Es gibt keine "Leitern" und gerade bei Fair Isle oder anderen mehrfarbigen Techniken entstehen weniger Übergänge. Zudem sticht da keine Nadel durch den Projektbeutel, keine Maschen rutschen runter.



Das CraSy Trio.  
Das CraSy Trio (im englischsprachigen Raum übrigens unter der Bezeichnung FlexiFlips auf dem Markt) ist die neuste Ergänzung im Nadelsortiment von Addi. Es handelt sich um drei Nadeln, deren Mitte jeweils durch ein Nadelseil verbunden ist - zu kurz zum Rundstricken, aber lang genug, um Flexibilität zu gewährleisten.
Das Prinzip ist dabei ähnlich wie beim Stricken mit Magic Loop oder mit zwei Rundstricknadeln - die Maschen werden hälftig auf zwei der Nadeln verteilt, mit der dritten werden sie abgestrickt. Man kann quasi die Vorteile vom Stricken mit Magic Loop genießen (nur zwei Übergänge, Maschen rutschen nicht von den Nadeln), ohne die Nachteile (Seil-ziehen und Maschen-schieben) in Kauf nehmen zu müssen.

Wermutstropfen: Die Strickhaltung ist gewöhnungsbedürftig; eine Nadel hängt immer rum und bis man die ignorieren kann, muss man etwas üben. Und noch etwas: Aktuell sind die Nadeln nur in Metall erhältlich. Eine Bambusvariante soll zum Jahresende hin aber folgen.

Katha, die Autorin dieses Blogs, hat das CraSy Trio getestet:
Ich hab das CraSy Trio schnell ins Herz geschlossen, weil es so herrlich unkompliziert ist: Es strickt sich schnell damit, weil die Nadeln so kurz sind. Die Finger bleiben dennoch entspannt, weil sich die Nadeln - zumindest mit meinen kleinen Händen - sehr gut halten lassen. Und unterwegs kann ich entspannt bleiben, weil durch die Biegung der Nadeln keine Masche herunterrutscht - und ich bin wirklich nicht zimperlich mit meinem Strickzeug!

Strickst Du Socken? Wenn ja: Welche Nadeln nimmst Du am liebsten zur Hand?
xoxo Katha
Are you a sock-knitter? If so, which needles do you use for sock knitting? I've learned that preferences differ tremendously from knitter to knitter, so instead of ranking the four top needles for sock knitting, I've asked three fellow knitting buddies to tell me and you about the merits of their favorite needles.