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Stash-Abbau, also das Stricken mit Garnen aus dem eigenen "Lager", ist ja gefühlt in den ersten Monaten eines jeden Jahres ein großes Thema... Auch dieses Jahr habe ich wieder vielfach von Stricker*innen gelesen, die 2020 kein Garn oder nur sehr ausgewählt kaufen wollen. Passend dazu veranstaltet Taschi/loveforwool gerade wieder eine Crash you Stash-Challenge.

Ich stehe solchen Vorsätzen immer etwas zwiegespalten gegenüber:
Zum einen ist das Wolle-Kaufen genauso wie das Wolle-Verstricken einfach Teil meines liebsten Hobbies - durch Wollgeschäfte streifen, sich von den neusten Garnen oder Färbungen begeistern lassen, das ist doch Teil des Spaßes! Das Sammeln schöner Garne gehört für mich untrennbar zum Stricken dazu.
Andererseits ist es, auch im Sinne der Nachhaltigkeit, in meinen Augen nicht verkehrt, beim Garnkauf bewusst vorzugehen, zum Beispiel indem man mit einem gezielten Projekt im Hinterkopf einkauft oder sich von anderen Kriterien wie Garnzusammensetzung, Herkunft oder ökologischen Aspekten leiten lässt.

Nun ist es aber so, dass mein Woll-Stash mittlerweile Ausmaße angenommen hat, die ich nicht mehr vor mir selber rechtfertigen kann. Dort lagert Garn für so viele ungestrickte Projekte (ich habe bergeweise Sockenwolle, mehrere Sweater-Quantities und zig handgefärbte Einzelknäuel, die sich zum Beispiel für Stephen West'sche Tuchprojekte eignen), und dennoch kaufe ich immer wieder Neues dazu.
Daher habe ich mich entschieden, in diesem Jahr mal ernsthaft beim Stash-Abbau mitzumachen und zu schauen, ob ich es schaffe, alle meine Wunschprojekte mit Garnen aus dem Lagerbestand umzusetzen...
Dazu kommt, dass mir dieses Jahr aufgrund privater Veränderungen sowieso weniger Geld für "Spaßkäufe" wie eben Wolle zur Verfügung steht - perfekt, wenn ich also erstmal meinen Bestand shoppe!
Mittlerweile sehe ich das ganze ohnehin als persönliche Challenge: Werde ich es schaffen, die Projekte, die ich gerne stricken möchte, ausschließlich mit meinen Wollvorräten zu bestreiten? Wie lange werde ich durchhalten? (...und welches Garn wird mich am Ende möglicherweise schwach werden lassen? Ausnahmen gibt es jedenfalls keine, sonst bescheiße ich mich nur selbst!)

Die ersten sechs Wochen des Jahres ohne Wollkäufe durchzuhalten war zum Glück nicht schwer. Statt mich von potentiellen neuen Strickprojekten verführen zu lassen, habe ich erstmal ein paar UFOs abgearbeitet (zum Beispiel die HelgeSocks nach Anleitung von Sockshype, die passenderweise für das Aufbrauchen von Wollresten konzipiert sind).


Anschließend habe ich für die vielen Einzelknäuel in meiner Sammlung ein paar passende Projekte für kleine Wollmengen rausgesucht, darunter zum Beispiel drei Häkelquallen (nach einer Anleitung von lalylala Crochet). Dafür konnte ich sogar ganze kleine Reste Baumwollgarn verwenden, weil die kleinen Quallen kaum etwas schlucken... Die Anleitung ist übrigens sehr gut verständlich, selbst ich mit meinen zwei linken Häkel-Händen hatte keine Schwierigkeiten zu folgen. Große Empfehlung also!


Weiter ging es mit einem Strickset, dass ich schon vor Jahren gekauft, aber bisher nie gestrickt hatte: der Saleem Cardigan von We Are Knitters. Ewig wollte ich das Ding schon haben, aber irgendwie hatte anderes immer Vorrang. Jetzt habe ich mir endlich die Zeit genommen, das Projekt anzugehen - dank 15er-Nadeln ging das Stricken ruckizucki. Nur musste ich leider feststellen, dass ich ein Knäuel zu wenig hatte (sowas passiert, wenn zwischen Garnkauf und Umsetzung mehrere Jahre liegen!). Was tun? Die Challenge wegen einem lächerlichen Knäuel abbrechen? Mit der Fertigstellung bis nächstes Jahr warten? Pfff...
Zum Glück hatte ich noch ein (Einzel!)Knäuel des gleichen Garns in Hellblau im Stash - jetzt hat der Cardigan blaue Ärmelbündchen, die dann langsam in Weiß übergehen. Und ich muss sagen, ich finde das Stück mit dieser "Notlösung" sogar viel cooler als in uni! (Bald gibt's auch Tragebilder, versprochen!)


Als nächstes will ich mir jetzt meine vielen Sockenwoll-Reste vornehmen: Aus farblich passenden Mini-Resten habe ich mir ein neues Knäuel gewickelt, und zwar sogar in Pairfect-Manier, damit ich mit etwas Glück zwei identische Socken daraus stricken kann. Da ich beim Wickeln alle Fädenenden per Russian Join verbunden habe, hat die ganze Prozedur ziemlich lange gedauert, aber ich bin mir sicher, es wird sich lohnen!


Was ich schon jetzt sagen kann: Die Stash Abbau-Challenge wirkt sich ganz klar positiv auf Erfindungsreichtum und Kreativität aus! Und zufriedener macht sie mich auch: es ist nämlich ein fantastisches Gefühl, den eigenen Stash zu shoppen und dabei schöne Garnkombinationen zu finden!

Ich werde berichten, wie es weitergeht! Hast Du noch mehr Ideen für mich, wie ich das Beste aus meinen Wollvorräten rausholen kann? Und bei welchem Garn würdest Du spätestens schwach werden und so eine Challenge abbrechen müssen? 
xoxo Katha
Knitting from stash seems to be the thing to do at the beginning of each new year. This time I'm playing along - and I intend to keep going as long as possible (maybe even all of 2020?). Let's see how far I can get with my (extensive) yarn stash...and which skein will make me become weak in the end!

What? Es ist schon November? In Anbetracht des wunderbaren Herbstwetters heute Morgen schwer vorstellbar! Zumal der Oktober - zumindest für mich - wie im Flug vergangen ist. Aber so ist das ja immer, wenn viel los ist!

In den Monat gestartet bin ich so zünftig, wie es nur geht: Mit einem Besuch auf dem Münchner Oktoberfest! Eigentlich war das kein Punkt von meiner Bucket List (als Berliner blickt man natürgemäß eher skeptisch auf alles Bayerisch-Traditionelle), aber da ich beruflich bedingt eh in der Stadt war... Und was soll ich sagen? Die "Oide Wiesn", wie sich der Teil nennt, den ich besucht habe, war ein einziger großer Spaß! Ich hab jetzt also ein paar Schießstand-Blümchen mehr zu Hause und ein Vorurteil weniger im Kopf! 



Da ich gleich mit einer Dienstreise in den Monat gestartet bin, kam mir Simones Babysöcken-Aktion #lilientintecharity sehr entgegen: Es ging darum, Söckchen für werdende Mütter und ihre Babies zu stricken, die eine schwierige Schwangerschaft erleben müssen. Die Spenden reicht Simone dieser Tage an die Organisation Donum Vitae weiter (alle Infos auf dem Blog von Lilientinte). 
Ich war sofort Feuer und Flamme für die Aktion - nicht nur, weil ich die Idee so schön finde, mittels gestrickter Söckchen ein bißchen positive Energien zu verteilen, sondern auch, weil diese kleinen Projekte ideal geeignet sind, um kleinste Wollreste zu verarbeiten. 


So konnten sich dann letzten Endes vier Sockenpärchen auf den Weg machen - und ich beherrsche die Neugeborenen-Socke jetzt im Schlaf! 



Kaum zurück aus München folgte schon das nächste Event: Am 4. und 5. Oktober fand mal wieder ein Yarn Crawl in Berlin statt, organisiert von Mimi (@liebwedd) und Katrin (@bommelundfransen).


Bei einem Yarn Crawl entdeckt man verschiedene Woll-Geschäfte der Stadt, in diesem Fall in geführten Touren auf zwei Tage verteilt.
Mit dabei waren diesmal Wollen Berlin, Lalaine, Yarn Over Berlin, ITO, Loops, Fadeninsel, WollLust und Wollwind. Für mein Empfinden eine sehr gelungene Mischung aus Geschäften mit unterschiedlichen Profilen und Sortimenten und daher eine tolle Gelegenheit, den faserfixierten Fachhandel mal genau in Augenschein zu nehmen. (Begleitend hat die Illustratiorin Caroline Frett (@carolinefrett) übrigens einen supercoolen Stadtplan gestaltet, den man über sie auch jetzt noch erwerben kann.)  


Ich kannte zwar schon fast alle Wollgeschäfte, würde so einen Yarn Crawl aber trotzdem jedem empfehlen, denn es macht einfach mehr Spaß, mit einem Haufen Gleichgesinnter auf Woll-Shoppingtour zu gehen. Daneben haben Mimi und Katrin auch tolle Abendveranstaltungen (mit Panel Talk, Marktplatz und Charity-Aktion) organisiert - keine Frage also, dass ich eine Wiederholung sehr begrüßen würde!

Aus einem der beim Yarn Crawl geshoppten Knäuel habe ich dann gleich wieder ein Projekt angeschlagen, diesmal ein Paar Socktober-Socken in meiner Größe! Ich stricke die  Village Socks von All Knit Up aus der Meilenweit Anello von Lana Grossa. Die Färbungen (schmale, unregelmäßige Streifen auf weißem oder grauem Grund) finde ich allesamt so schön, dass es mir sehr schwer fiel, mich zu entscheiden. Die fertigen Socken zu verschenken, den Plan habe ich dann gleich wieder über Bord geworfen! 


Und dann habe ich im Oktober auch noch ein Projekt angeschlagen, das keine Socke ist...ein Baby Surprise Jacket von Elizabeth Zimmermann. Gefühlt jeder Ravelry-Nutzer hat schon eins gestrickt und jetzt gehöre ich auch dazu! Die Anleitung ist ziemlich irre: Ich mit meinem sehr beschränkten räumlichen Vorstellungsvermögen konnte mir kaum vorstellen, wie aus dem Lappen jemals eine Babyjacke werden soll. Aber kaum ist man fertig, wird alles klar - pure Magie!  



Leider habe ich mit zu großer Nadelstärke und daher zu locker gestrickt, das Ergebnis ist mir jetzt zu grobmaschig. Ich habe mich daher entschieden, alles nochmal zu Ribbeln und von vorne anzufangen. Ist aber eigentlich ganz aufregend, die Anleitung noch einmal nachzuarbeiten, jetzt wo ich weiß, worauf alles hinausläuft...
Das Garn ist übrigens eine Wolle-Seide-Mischung von Louisa Harding, die ich im September bei meinem Besuch der Mercerie in München mitgenommen hatte...


Ich mache mich jetzt auf den Weg nach Frankfurt zum Yarncamp - auf dass der November so ereignisreich weitergeht, wie der Oktober angefangen hat! 

Ich hoffe, ich seh den ein oder anderen von euch dort - allen anderen bringe ich Fotos mit!
xoxo Katha

October has been a whirlwind of fun events - Oktoberfest in Munich, Yarn Crawl in Berlin and in between lots of sock knitting (it truly was Socktober for me!). Now I'm excited as to what November will bring - but we're already off to a great start, considering that I'm attending Yarncamp this weekend... 
Hello again! Ich bin zurück aus dem (Spät)Sommerurlaub. Mitgebracht habe ich elegante Bräune (für mich) und ein paar Urlaubsbilder (für Dich).


Mallorca hat sich mal wieder von seiner schönsten Seite präsentiert: Knapp 30°C, blauer Himmel und der ärgste Touristenansturm bereits überstanden - ich kann die Insel als Reiseziel, vor allem in der Nebensaison, nur empfehlen!


Wanderung zur Platja de Coll Baix. Eigentlich gehört der Strand den Ziegen...


Statt einen Pulli einzupacken, habe ich meinen halbfertigen Sabrina Sweater von We Are Knitters mitgenommen - meine Strategie, um mich zum Zusammennähen zu motivieren!
Der Plan ist aufgegangen und so konnte ich den neuen Pulli morgens auf dem noch kühlen Balkon direkt überwerfen. 
Für eine kleine Fotosession habe ich ihn aber auch mal abends übergezogen...



In Anbetracht von Farbe und Muster wurde der Pulli in meinem Freundeskreis übrigens schnell umgetauft - ich nenne ihn seitdem nur noch liebevoll "Nippelpullover". Ist irgendwie eine Riege mit dem Pussycat Hat, oder? Mir jedenfalls gefällt der neue Name!



Das Projekt wird in Teilen gestrickt und ist an sich sehr unkompliziert. Lediglich die Nippel Bobbel erfordern etwas Zeit, anosnsten kommt man flott voran. Behaupte ich jetzt mal, obwohl ich selbst drei Monate für die Fertigstellung gebraucht habe. Aber wenn man bedenkt, dass ich täglich nur 20-30 min in der Ubahn daran gearbeitet habe, ist das vermutlich immernoch okay.

Kurz hatte ich überlegt, dem Beispiel von frauluknits zu folgen und den Pullover in Runden zu stricken. Allerdings leiert Baumwolle ja ordentlich aus und ich hoffe, dass die Nähte, bei denen ich letztendlich doch geblieben bin, dem Stück helfen, die Form etwas besser zu halten. Die Zeit wird zeigen, ob sich der Extra-Aufwand gelohnt hat...

Das Garn - The Cotton von We Are Knitters (in der Farbe Blush) - kann ich übrigens uneingeschränkt empfehlen. Ich habe daraus vor Jahren ein Dill Tee gestrickt und es seitdem richtig viel getragen (und natürlich auch gewaschen). Das Top sieht immernoch aus wie neu!

A propos tolles Garn: Die Handfärberin hinter Wool of Fame färbt auf Mallorca und hat in Fornalutx einen kleinen Showroom, den ich vor ein paar Jahren besuchen konnte (klick).  Mittlerweile findet man eine Auswahl ihrer Garne auch in Palma bei theOPENStudio 79 im Viertel Santa Catalina. Der Laden ist umgeben von hübschen kleinen Läden und tollen Restaurants und Cafés, ganz in der Nähe findet man außerdem die Markthalle Santa Catalina (Riesen-Empfehlung für alle Foodies!) - vorbeischauen lohnt sich also unbedingt!

Warst Du schon mal auf Mallorca? Welches sind Deine Lieblingsplätze?
xoxo Katha


Werbung wegen Markennennung. Anleitung und Garn sind selbst gekauft.
I'm back from my summer holiday - and I've brought home some beautiful pictures of Majorca and a new summer sweater (that reminds everyone of nipples. Which in my opinion is pretty great.)
Long time no see! Ich hoffe, Du hattest bis hierher einen herrlichen Sommer!

Mein Sommer war sehr fein und ich habe noch nicht genug davon. Die Herbstgarne und -projekte, die so langsam in den sozialen Medien herzmzuschwirren beginnen, interessieren mich noch so gar nicht - von mir aus darf die Barfuß-Saison gerne noch zwei Monate andauern!

Entsprechend stricke ich aktuell an Projekten aus reinem Leinen und reiner Baumwolle: Sommer auf den Nadeln, auch wenn die Projekte - wie jedes Jahr - vermutlich erst fertig werden, wenn die Eisdielen langsam schließen... Zumindest beim Leinenprojekt arbeite ich aber hart daran, es innerhalb der nächsten zwei Wochen fertigzustellen. Dann geht's nämlich mit Ruta von Wollen Berlin, Mimi von liebesweddingstrickt und einem Haufen anderer Strickverrückter auf Bootstour - gäbe es eine bessere Gelegenheit, ein neues Stricktop auszuführen?

(Keine Sorge, mittlerweile bin ich schon auf Achselhöhe angelangt!)

Und bevor ich die wichtigste Information unterschlage: Ich stricke eine Leinen-Version von Caitlin Hunters Tegna. Im schönsten Petrol, das man sich vorstellen kann (Garn: Lino Muka von Wollen Berlin).


Außerdem hatte ich einen Leinenversion von Morgan Woltersdorfs Peplum Top auf den Nadeln. Ein reizendes Sommertop mit Schößchen. Nur leider sah es an mir verdächtig nach Walroß-Garderobe aus - Guido hätte gesagt: "Das Top tut einfach nichts für Dich!" Schweren Herzens habe ich mich also dazu durchgerungen, zu ribbeln.


Das Garn (Chilly von Lana Grossa) hat mir allerdings gut gefallen (reines Leinen, aber als Schlauchgarn und daher einfacher zu verstricken als zum Beispiel das Garn von eben). Daher gebe ich (es) noch nicht auf, sondern versuche mich mal an einem Projekt, das extra für Chilly entworfen wurde...das About Berlin-Heft hatte ich praktischerweise seit der h&h eh hier liegen!


Den ganzen Sommer begleitet mich außerdem schon der Sabrina Sweater von We are Knitters, der hier nur noch als "Nippelpullover" bekannt ist. Da ich ausschließlich in der U-Bahn daran stricke, komme ich nur im Schneckentempo voran (ein Großteil der Nippel ist aber schon geschafft!^^).

Fertig geworden ist in den letzten Wochen tatsächlich nicht viel...es gab einfach zu viele andere Prioritäten (Biergärten, Eisdielen, Du kennst das sicher...). Lediglich zwei Cardigans in Baby-Format kann ich vermelden, denn es gibt mal wieder Nachwuchs im Freundeskreis:


Ist der Mini-Penguono (>Pengweeno) von Stephen West nicht einfach zauberhaft? Kleine Westknits-Designs sind doch immer goldig! Außerdem habe ich einen - wie ich finde - ganz coolen Baby Vertebrae in Grau-Knallgelb gestrickt.


Und Dreiviertel einer Babydecke (Leafy Baby Blanket), aber da muss ich ein Päuschen einlegen - nicht nur, weil mir das Garn ausgegangen ist, sondern auch, weil sich Babydecken ab einem gewissen Punkt einfach immer zu einer echten Labour of Love entwickeln...



Wie war Dein Sommer? Hast Du auch noch nicht genug oder bist Du schon bereit für den Herbst?
xoxo Katha

Verlinkt bei Maschenfein
Blog-wise, it has been a slow summer...and a lovely one! I'm not quite ready for the new fall yarns and chunky winter knits, but I am ready for a nice chat about my knitting projects (spoiler: there's a lot of linen!).
Im Mai war viel los bei mir, auf den Nadeln und auch sonst. Zeit, einen Blick zurück zu werfen...

Was diesen Monat fertig geworden ist
Zwei Dreickstücher habe ich diesen Monat fertiggestellt, ein großes und ein kleines. Das große heißt Maeva und ist im Rahmen des #tahitiKALs von Frau Feinmotorik und der Firma Schachenmayr entstanden*. Fotos konnte ich noch keine machen, ich berichte dann ein andermal ausführlicher.
Wie so oft bei KALs war ich übrigens mal wieder überrascht, wie rasend schnell manche Leute stricken können. Teil 4 innerhalb eines Tages fertiggestellt??? Für die langen Reihen habe ich fast zwei Wochen gebraucht! Naja, man braucht ja auch Ziele...


Wesentlich schneller war das kleine Tuch fertig: Ein Dreieckstuch in Baby-Format, von der Spitze aus im Permuster getrickt und an den langen Enden mit Quasten verziert. Bei dem Garn handelt es sich um Pascuali Saffira*, eine Merino-Seide-Mischung (LL 200m/50g), sehr weich und mit schönem Glanz. Das Tuch wiegt keine 25g, aus einem Knäuel lassen sich also zwei kleine Bandana-Tücher stricken. Leider ist die Farbpalette noch sehr Blau/Grün-lastig, sonst würde ich das Garn auch für ein Sommertop in Erwägung ziehen.


Was diesen Monat noch fertig werden soll
Momentan stecke ich schon wieder im nächsten Knit-Along, nämlich dem Frühlingserwachen-Socken-KAL. Bis Ende Mai werden nach einer Anleitung von Kristin gemeinsam Socken gestrickt. Wie mir erst bei Socke zwei aufgefallen ist, habe ich das Muster etwas um-interpretiert, das Ergebnis gefällt mir trotzdem sehr gut - und so habe ich dann auch noch mehr Anreiz, die Anleitung ein zweites Mal zu stricken.
Ich verwende übrigens nicht das Original-Garn, sondern die Regia Premium Bamboo*, die mir bislang sehr gut gefällt: Weich und mit zartem Glanz, die Farbpalette eher gedämpft und natürlich (es gibt aber auch ein ganz tolles Gelb!). Ich bin gespannt, wie das Garn dann beim Tragen performen wird!


Woran ich gerade stricke
Neben den Frühlingserwachen-Socken, die mich in meiner Handtasche überall hin begleiten, stricke ich aktuell (immer noch) am Roselle Tee von Patty Lyons. Auch hierzu gab es einen KAL - der ist inzwischen vorbei, aber ich bin leider noch nicht fertig. Da es jetzt aber langsam wirklich Frühling zu werden scheint, möchte ich das hübsche Top bald tragen und habe nun den Turbo eingelegt. Das Vorderteil ist fertig, das Rückenteil zu Dreivierteln...und die Ärmel werden ja kurz. Noch bin ich der Meinung, das bis zum Wochenende packen zu können!


Was ich zwar nicht aufgegeben, aber erstmal zurückgestellt habe
Am ersten Sonntag im Mai hatte ich einen Workshop bei Yarn over Berlin gebucht...mit Stephen West!!! Ich wollte für diesen Anlass unbedingt noch ein neues Tuch stricken und habe Ende April/Anfang Mai alles andere liegengelassen und ein Vertices Unite angeschlagen.
In meinem Stash hatte ich schnell eine passende Garnauswahl gefunden...or so I thought.



Bei Teil 3 der Anleitung angekommen hatte ich entschieden, dass mir die Farbverteilung, vor allem bei Teil 1 (auf den Bildern rechts), nicht gut genug gefiel. Schweren Herzens habe ich noch einmal mit anderer Farbverteilung von vorne begonnen - in dem Wissens, keinesfalls mehr pünktlich zum Workshop fertig werden zu können.


Wieder bei Teil 3 angekommen...war ich immer noch nicht komplett zufrieden. Also habe ich das Projekt erstmal auf Eis gelegt und werde zu gegebener Zeit noch ein drittes Mal beginnen - vermutlich mit ein, zwei anderen Garnen. 
Was ich gelernt habe: Vertices Unite ist ein anspruchsvolles Projekt - einfach zu stricken, aber irre schwer bei der Garnzusammenstellung! 

Der Workshop mit Stephen West war übrigens trotzdem ein Riesen-Spaß: Ich habe mir ein altes Westknits-Design umgeschwungen und mich auf den Weg nach Mitte gemacht, um beim Shawl Mashup-Workshop einiges über Schalkonstruktion zu lernen, vor allem aber um ein bißchen was von Stephens Energie und guter Laune abzugreifen. Wenn Du mal die Gelegenheit haben solltest: Ein Westknits-Workshop lohnt sich!


Was ich im Kopf schon stricke (und hoffentlich bald auch auf den Nadeln habe)
Ich möchte diesen Sommer unbedigt ein Tegna Top von Caitlin Hunter stricken. Bevor ich mir erlaube damit loszulegen, muss erstmal etwas anders fertig werden, aber Maschenproben sind schon gestattet. Und auch notwendig! denn ich will mit reinem Leinen stricken (Lino Muka von Wollen Berlin) und noch komme ich der angegebenen Maschenzahl nicht einmal nahe. Aber so schnell gebe ich nicht auf!

 
Was ich sonst noch sagen wollte
Am Wochenende ist ein Gastbeitrag von mir bei Sockshype erschienen. Es geht um ein Thema, mit dem ich mich notgedrungen bestens auskenne: Stricken im Flugzeug. Falls Du demnächst eine Flugreise planst, schau doch vorbei!


Wie war der Mai für Dich? Woran strickst Du gerade? Hast Du Dein Sommertop schon fertig? 
xoxo Katha


*WERBUNG. Das Garn wurde mir auf der h+h vom Hersteller kosten- und bedingungslos als Produktprobe zur Verfügung gestellt. 

Verlinkt bei Maschenfein

In May, I mainly knitted shawls. I have a feeling that June will be about summer tops (made of cotton and linen) to get my wardrobe ready for summer! I'm still taking recommendations for summer top patterns - what's your favorite?
Nachdem ich im März so brav ein Projekt nach dem anderen beendet habe, konnte ich mich im April schon wieder nicht beherrschen... Und ruck-zuck hab ich sechs angefangene Strickstücke produziert, die mich vorwurfsvoll ansehen.

Warum? Weil ich aktuell exklusiv an einem siebten Projekt stricke. Denn: Stephen West kommt in die Stadt, um bei Yarn over Berlin Workshops zu geben (es gibt sogar noch wenige Plätze!). Ich habe eine Workshop-Platz gebucht und würde zu gerne in einem neuen Westknits-Design aufkreuzen... also stricke ich im Turbo ein Vertices Unite-Tuch. Ich bin verhalten-optimistisch, dass ich das bis nächste Woche schaffe, immerhin habe ich mittlerweile schon Teil 3 (von 6) bezwungen.

Meine Farbwahl.

Sobald dieses Tuch fertiggestellt oder der Workshop vorüber ist (was auch immer davon früher eintritt), widme ich mich dann wieder dem TahitiKAL. Auf der h+h angeschlagen, stricke ich mit gefühlt der halben Instagram-Strickcommunity ein sommerliches Dreickstuch aus der Schachenmayr Tahiti (99% Baumwolle, 1% Polyester)*. Ich habe mir eine sehr sanfte Farbkombination ausgesucht - Stone und Südsee; das wird zum weißen Sommerkleidchen sicher sehr hübsch aussehen.


Ebenfalls von der h+h inspiriert ist ein Sockenprojekt auf meinen Nadeln: Nachdem ich mich auf der Messe so in die Moomin-Designs am Novita-Stand verliebt habe, musste ich mein eigenes anschlagen. Ich werde mich am Covermodell versuchen und zum ersten Mal Kniestrümpfe machen*. Ich glaube, das wird sehr niedlich!


Bevor ich mich wieder dem winterlichen Strumpf-Projekt widme, soll das Roselle Tee fertig werden, das ich im Rahmen eines weiteren KALs stricke, der von Designerin Patty Lyons veranstaltet wird (ich hatte berichtet). Da das Original-Garn in Deutschland schwer zu kriegen ist, stricke ich das Sommertop aus der Cotton Cashmere von Katia (90% Baumwolle, 10% Cashmere), die sich sehr angenehm verarbeiten lässt - kein Vergleich zu herkömmlichem Baumwollgarn.


Ein ganz klein bißchen was ist diesen Monat auch fertig geworden, das ist ja auch wichtig fürs Gefühl! Die Woche vor Ostern war ich für ein paar Tage in New York, um dort Freunde zu besuchen. Auf dem Hinflug habe ich einen Einkaufsbeutel gestrickt, als Gastgeschenk. Die Anleitung stammt von Paula_m und ist kostenlos auf der Homepage der Initiative Handarbeit erhältlich. Sie wurde im Rahmen der #MakeMeTakeMe-Aktion veröffentlicht - ein Projekt zur Vermeidung von Plastiktüten.


In Deutschland sind Plastiktüten mittlerweile ja schon weit zurückgedrängt worden, beim Einkaufen sieht man sie nur noch selten. Entsprechend habe ich auf Instagram im Zusammenhang mit der Aktion häufiger Kommentare gelesen, die die Notwendigkeit dieser Nachhaltigkeits-Aktion in Frage stellen.
In New York ist mir schlagartig wieder sehr bewusst geworden, dass wir in Sachen nachhaltiger Lebensführung noch ganz am Anfang stehen. Plastiktüten gibt es sogar für einen 6er-Träger Bier mit Tragegriff (dann natürlich mindestens zwei, sechs Biere sind schließlich schwer!) und Take Away-Kaffee und -Essen ist so verbreitet, dass die zugehörigen Behältnisse fast den kompletten Inhalt der öffentlichen Mülleimer ausmachen. Der bewusste(re) Umgang mit Ressourcen ist in den USA ganz offensichtlich noch eine absolute Randerscheinung.
Umso mehr freue ich mich, dass die Initiative Handarbeit bereits jetzt das Ziel von 10.000 selbstgemachten Einkaufstaschen erreicht hat! Das ist doch ein Anfang!

Was tut sich denn gerade so auf Deinen Nadeln? Oder strickst Du etwa nur im Winter?
xoxo Katha

*WERBUNG. Das Garn wurde mir vom Hersteller kosten- und bedingungslos als Produktprobe zur Verfügung gestellt. 

Verlinkt bei Maschenfein, Caros Fummeley.
This month on my needles: Two shawls, a shirt, knee-high socks and a knitted shopping bag.
And on my mind: All the plastic waste we bring in this world.

Für das Wochenende ist nach den sommerlichen Temperaturen der letzten Tage ein Kälteeinbruch vorhergesagt - vielleicht die letzte Gelgenheit, vor dem Sommer nochmal meinen Ess zu tragen. Und definitiv die letzte Gelgenheit, ihn Dir zu zeigen, bevor keiner mehr Lust auf Winterstrick hat...

Ess [ɛs]
When professional names are shared across genders, it is always the one that refers to men that takes precedence. Instead of using a neutral term, or using the extended version, any difference is hidden in the male term: seemingly to be 'fair', but ignoring the root word's long history of being a predominantly male profession. No man becomes a shepherdess, actress, waitress, or governess. [...] With these thoughts in mind, this shawl is called simply Ess - no root, just the bonus extra letters.
Schon die Idee hinter der Namensgebung, die Designerin Anna Maltz in ihrem Buch Marlisle beschreibt, ist ein echtes Argument für dieses Dreieckstuch...
Zweifädig gestrickt in Marlisle-Technik, riesig groß, kuschelig weich und mit Fransen ausgerüstet. Damit ist es eindeutig mein liebstes Projekt aus dem letzten Jahr!


Die Konstruktion ist, wie üblich bei Designs von Anna Maltz, superschlau. Das Tuch wird in Runden gestrickt und später gesteekt, was bei mehrfarbigem Gestrick ja häufig (so auch hier) eine Vereinfachung bedeutet. Begonnen wird von der langen Seite, so dass die Runden ständig kürzer werden. Supergut, wenn man wie ich am Projektbeginn noch total motiviert ist, diesen Elan aber nicht ewig aufrecht erhalten kann...

Ich habe mich besonders in die hier zum Einsatz kommende Steek-Variante verliebt, bei der die Schnittkante weder umhäkelt noch vernäht, sondern nach dem Aufschneiden geknotet wird. Genau das Richtige für Häkel- und Näh-Honks wie mich!


Das fertige Tuch hat eine Länge von 176 cm und misst an der breitesten Stelle 66 cm (ohne Fransen).
Verstrickt habe ich 300g Blend von Rohrspatz & Wollmeise (LL 499m/150g) und 70g Austermann Caleido Lace (LL 250m/50g) in einer sehr kontrastarmen Farbkombination. Ich mag es ganz gerne, wenn man erst auf den zweiten Blick erkennt, dass ein Modell mit mehreren Farben gestrickt ist. Mit mehr Kontrast wirkt Ess gleich ein Stück anders, schau mal bei Ravelry (klick).


Ich hab hier noch Wolle für weitere Marlisle-Projekte, über kurz oder lang werde ich mich sicher durch das halbe Buch stricken. Ich kann auch nicht genau sagen, woran es liegt, aber diese Technik ist total mein Ding!
Hast Du die Technik inzwischen auch ausprobiert?
xoxo Katha
I'm finally able to show you pictures of my favorite knitting project of last year! It's Ess by Anna Maltz - a triangular shawl that is fun to knit, fun to wear and a great piece to try out how to do a knotted steek. I'll probably knit it again someday - and that's really saying something!