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Stash-Abbau, also das Stricken mit Garnen aus dem eigenen "Lager", ist ja gefühlt in den ersten Monaten eines jeden Jahres ein großes Thema... Auch dieses Jahr habe ich wieder vielfach von Stricker*innen gelesen, die 2020 kein Garn oder nur sehr ausgewählt kaufen wollen. Passend dazu veranstaltet Taschi/loveforwool gerade wieder eine Crash you Stash-Challenge.

Ich stehe solchen Vorsätzen immer etwas zwiegespalten gegenüber:
Zum einen ist das Wolle-Kaufen genauso wie das Wolle-Verstricken einfach Teil meines liebsten Hobbies - durch Wollgeschäfte streifen, sich von den neusten Garnen oder Färbungen begeistern lassen, das ist doch Teil des Spaßes! Das Sammeln schöner Garne gehört für mich untrennbar zum Stricken dazu.
Andererseits ist es, auch im Sinne der Nachhaltigkeit, in meinen Augen nicht verkehrt, beim Garnkauf bewusst vorzugehen, zum Beispiel indem man mit einem gezielten Projekt im Hinterkopf einkauft oder sich von anderen Kriterien wie Garnzusammensetzung, Herkunft oder ökologischen Aspekten leiten lässt.

Nun ist es aber so, dass mein Woll-Stash mittlerweile Ausmaße angenommen hat, die ich nicht mehr vor mir selber rechtfertigen kann. Dort lagert Garn für so viele ungestrickte Projekte (ich habe bergeweise Sockenwolle, mehrere Sweater-Quantities und zig handgefärbte Einzelknäuel, die sich zum Beispiel für Stephen West'sche Tuchprojekte eignen), und dennoch kaufe ich immer wieder Neues dazu.
Daher habe ich mich entschieden, in diesem Jahr mal ernsthaft beim Stash-Abbau mitzumachen und zu schauen, ob ich es schaffe, alle meine Wunschprojekte mit Garnen aus dem Lagerbestand umzusetzen...
Dazu kommt, dass mir dieses Jahr aufgrund privater Veränderungen sowieso weniger Geld für "Spaßkäufe" wie eben Wolle zur Verfügung steht - perfekt, wenn ich also erstmal meinen Bestand shoppe!
Mittlerweile sehe ich das ganze ohnehin als persönliche Challenge: Werde ich es schaffen, die Projekte, die ich gerne stricken möchte, ausschließlich mit meinen Wollvorräten zu bestreiten? Wie lange werde ich durchhalten? (...und welches Garn wird mich am Ende möglicherweise schwach werden lassen? Ausnahmen gibt es jedenfalls keine, sonst bescheiße ich mich nur selbst!)

Die ersten sechs Wochen des Jahres ohne Wollkäufe durchzuhalten war zum Glück nicht schwer. Statt mich von potentiellen neuen Strickprojekten verführen zu lassen, habe ich erstmal ein paar UFOs abgearbeitet (zum Beispiel die HelgeSocks nach Anleitung von Sockshype, die passenderweise für das Aufbrauchen von Wollresten konzipiert sind).


Anschließend habe ich für die vielen Einzelknäuel in meiner Sammlung ein paar passende Projekte für kleine Wollmengen rausgesucht, darunter zum Beispiel drei Häkelquallen (nach einer Anleitung von lalylala Crochet). Dafür konnte ich sogar ganze kleine Reste Baumwollgarn verwenden, weil die kleinen Quallen kaum etwas schlucken... Die Anleitung ist übrigens sehr gut verständlich, selbst ich mit meinen zwei linken Häkel-Händen hatte keine Schwierigkeiten zu folgen. Große Empfehlung also!


Weiter ging es mit einem Strickset, dass ich schon vor Jahren gekauft, aber bisher nie gestrickt hatte: der Saleem Cardigan von We Are Knitters. Ewig wollte ich das Ding schon haben, aber irgendwie hatte anderes immer Vorrang. Jetzt habe ich mir endlich die Zeit genommen, das Projekt anzugehen - dank 15er-Nadeln ging das Stricken ruckizucki. Nur musste ich leider feststellen, dass ich ein Knäuel zu wenig hatte (sowas passiert, wenn zwischen Garnkauf und Umsetzung mehrere Jahre liegen!). Was tun? Die Challenge wegen einem lächerlichen Knäuel abbrechen? Mit der Fertigstellung bis nächstes Jahr warten? Pfff...
Zum Glück hatte ich noch ein (Einzel!)Knäuel des gleichen Garns in Hellblau im Stash - jetzt hat der Cardigan blaue Ärmelbündchen, die dann langsam in Weiß übergehen. Und ich muss sagen, ich finde das Stück mit dieser "Notlösung" sogar viel cooler als in uni! (Bald gibt's auch Tragebilder, versprochen!)


Als nächstes will ich mir jetzt meine vielen Sockenwoll-Reste vornehmen: Aus farblich passenden Mini-Resten habe ich mir ein neues Knäuel gewickelt, und zwar sogar in Pairfect-Manier, damit ich mit etwas Glück zwei identische Socken daraus stricken kann. Da ich beim Wickeln alle Fädenenden per Russian Join verbunden habe, hat die ganze Prozedur ziemlich lange gedauert, aber ich bin mir sicher, es wird sich lohnen!


Was ich schon jetzt sagen kann: Die Stash Abbau-Challenge wirkt sich ganz klar positiv auf Erfindungsreichtum und Kreativität aus! Und zufriedener macht sie mich auch: es ist nämlich ein fantastisches Gefühl, den eigenen Stash zu shoppen und dabei schöne Garnkombinationen zu finden!

Ich werde berichten, wie es weitergeht! Hast Du noch mehr Ideen für mich, wie ich das Beste aus meinen Wollvorräten rausholen kann? Und bei welchem Garn würdest Du spätestens schwach werden und so eine Challenge abbrechen müssen? 
xoxo Katha
Knitting from stash seems to be the thing to do at the beginning of each new year. This time I'm playing along - and I intend to keep going as long as possible (maybe even all of 2020?). Let's see how far I can get with my (extensive) yarn stash...and which skein will make me become weak in the end!

Meistens entdecke ich ein Modell, das mir gefällt, und suche dann nach dem passenden Garn, um die Anleitung nachzuarbeiten. Manchmal ist es aber auch andersherum...


Im letzten Frühjahr habe ich beim Frickelcast das erste Mal von Grossewolle gehört, die Frickler berichteten damals über ihre Moschusochsen-Abenteuer. Wenig später war Daniel Grosse, der Mann hinter Grossewolle, im Frickeltalk zu hören - supersympathisch erzählte er damals von seinem Woll-Shop, in dem er Garne von heimischen Merinoschafen vertreibt, geschoren und hergestellt in Deutschland.
Daniel arbeitet mit ca. 200 Schäfereien in Süddeutschland zusammen und lässt die Wolle selbst produzieren, ohne großen Hersteller im Rücken. Und das neben einem Vollzeitjob!

Wenn man so viel Herzblut und Leidenschaft für ein Produkt aufbringt, kann es einfach nicht schlecht sein! Logisch, dass ich ein paar Stränge Grossewolle bestellen musste (#frickelcastmademebuyit)!
Entschieden habe ich mich für zwei Stränge 2-fädige Merino Natur (reines Merino, 300m/100g) und einem handgefärbten Strang (gefärbt übrigens von Stephi / @screaming_colours).


Wie sich herausgestellt hat die perfekte Kombination (und Menge!) für einen großen "Loop": Anders als der Name vermuten lassen könnte, handelt es sich bei dem Modell von Casapinka um ein halbmondförmiges Tuch, über das sich kleine Knubbel-Girlanden ziehen.



Die Garnmenge reichte für die große Variante des Tuchs, das ich jetzt dreimal um den Hals schlingen kann.

A propos Hals: Als kuschelweich würde ich das Garn nicht bezeichnen, kratzig ist es aber auch nicht. "Robust" trifft es wohl ganz gut - deutsche Schafe brauchen eben ein wenig mehr Polsterung als Merinos aus Australien... Und mir geht's anscheinend genauso, ich trage das Tuch seit Wochen rauf und runter!


Und Du, hast Du ein Herz für regionale Garne oder achtest Du beim Wollkauf auf andere Dinge? 
xoxo Katha 

Verlinkt bei Meine Fummeley.
Unfortunately, Germany doesn't have a strong wool industry (anymore). Therefore, I'm superhappy to report that this shawl was made entirely of German wool, sheared, produced, dyed and knitted in Germany. Whoop Loop, there it is!
Wenn man sich verliebt, trübt das die Urteilsfähigkeit, ich weiß. Sei also gewarnt: Ich habe mich heftig in Marrakesch verguckt, seit ich die Stadt diese Woche zum ersten mal besuchen dürfte.


Marrakesch ist von allem viel: Der Duft von gegrilltem Fleisch trifft auf Abgasgestank, das immergleiche Rosa der Häuserfassaden auf herrlich-bunte Fliesenarbeiten auf den Fußböden der Riads und Paläste. Auf den Straßen herrscht reger Betrieb - die Mopeds fahren in einem guten Tempo durch die engen Gässchen und als Tourist ist man sehr froh, dass sich die leisen E-Roller hier noch nicht durchgesetzt haben; sonst gäbe es sicher mehr Unfälle! In den Innenhöfen der Riads und auf den Dachterrassen der zahlreichen Cafés ist es dagegen so wunderbar friedlich und ruhig, dass der Trubel auf der Straße ganz weit weg zu sein scheint.

Diese Vielfalt hat mich vom ersten Tag an fasziniert. Dazu die überaus herzlichen Menschen. Und nicht zu vergessen das gute Essen! Ich bin jetzt angefixt und möchte gerne noch mehr von Marokko sehen...



Im Palais Bahia wird alles aufgeboten, was es so gibt an marokkanischer Baukunst: herrliche Schnitzarbeiten, wunderschöne Gärten und große Fliesen-Liebe.


Noch prunkvoller muss der Badi-Palast einmal gewesen sein - heute ist davon allerdings nur noch eine Ruine übrig.


Der Jardin Majorelle, Inspirationsort des Modedesigners Yves Saint Laurent, ist zwar wahnsinnig überlaufen, aber dennoch wunderschön (das neue YSL-Museum nebenan ist auch sehr sehenswert!). 


Kommt man kaum dran vorbei: Durch die Souks schlendern und sich im Handeln versuchen. 


Ebenfalls schwer zu umgehen: Erfahrungen mit den Schlitzohren unter den Einwohnern Marrakeschs. Jeder will natürlich sein Stück vom Touristen-Kuchen abhaben und so kommt man permanent mit "hilfsbereiten" jungen Männern ins Gespräch. Ich sehe das Ganze wie ein Spiel (wie gesagt, da mag auch die Verliebtheit sprechen) und richtig "verloren" hat man ja nicht, wenn man für ein (zugegebenermaßen stolzes) Trinkgeld z.B. die Gerbereien der Stadt gezeigt bekommt. 




Günstiger fiel der Besuch auf dem Souq des Teinturiers (Souk der Färber) aus: Hier werden Wolle und Stoffe in den schönsten Farben gefärbt (angeblich alles natural dyes, aber wer weiß das schon...), zum Trocknen werden die Stränge unters Dach gehängt. Da wir keinen marokkanischen Teppich mitnehmen wollten (das zu Verhandeln haben wir uns dann doch nicht zugetraut), habe ich stattdessen Teppichwolle ich drei Farben erstanden - mit dem Plan, daraus unseren eigenen kleinen Marokko-Teppich zu stricken. Mal schauen, wie lange es dauert, bis ich den Plan in die Tat umsetze...


Warst Du schon einmal in Marrakesch / Marokko? Wie hat es Dir gefallen?
xoxo Katha
I just got back from my first trip to Marrakesh - and hopefully not my last one. I fell in love with this city immediately; with its colors, its liveliness and all the awesome tiles! As a souvenir, I brought home some moroccan wool and a plan: to knit up my own version of a moroccan carpet!
Beim Scrollen durch Instagram entsteht aktuell der Eindruck, die ganze Strickwelt sei verrückt nach Leo-Muster - überall begegnen einem die gefleckten Socken, die die Firma Schachenmayr Anfang des Jahres zusammen mit Wool an the Gang auf den Markt gebracht hat.
Haben die beiden Unternehmen damit einen Nerv getroffen...oder einfach nur sehr geschicktes Marketing betrieben? Ich kann es nicht sagen, aber mich hat der Leo-Hype auch voll erwischt und so musste ich mir einfach ein Knäuel vom Kinda Magic Sock Yarn besorgen...

Kinda Magic Sock Yarn in der Farbe Cool Cat Copper

Das Garn
warnt auf der Verpackung: "Nur für Socken-Profis!" Das kann man so nicht sagen, denn eigentlich sind die Socken recht einfach zu stricken. Es müsste eher heißen: "Nur für Stricker, die keine Angst vorm Ribbeln haben". Denn Ribbeln muss hier fast jeder irgendwann mal...
Das Garn (75% Schurwolle, 25% Polyamid) kommt in vertrauter Regia-Qualität daher. Ein Knäuel wiegt aber nur 80g statt der gewohnten 100g, dafür ist es etwas teurer als z.B. die Wolle aus der Pairfect-Reihe. Man bekommt aber auch was fürs Geld, nämlich wahnsinnig akkurat gefärbte Sockenwolle in sehr lässigen Farbkombinationen. Fürs Leo-Glück muss man jetzt "nur noch" die Anleitung befolgen...

Kinda Magic?
Los geht es damit, dass 60 Maschen angeschlagen werden. Du strickst Deine Socken eigentlich mit weniger/mehr Maschen? Too bad, das geht hier einfach nicht! Damit das Muster aufgeht, muss man sich sehr exakt an die Regeln halten; entsprechend können die Socken auch nur für die Größen 36-41 gestrickt werden. Immerhin steht das aber gleich zweimal auf der Verpackung. Nicht dass es später heißt, das hätte einem keiner gesagt...


Damit mit den Flecken alles glatt geht, muss man sich ganz genau an die Maschenprobe halten. Aber wer macht schon Maschenproben für Socken??? Genau deshalb hat sich Schachenmayr etwas sehr Schlaues einfallen lassen: Das Bündchen fungiert als Maschenprobe, hier kann man noch ungestraft ein wenig rumprobieren, bis alles passt.

In meinem Fall dauerte es ein paar Runden, bis die richtigen Nadeln gefunden waren (2,5er Nadelspiel aus Holz). Dann also los! Nach ein paar Zentimetern fing das Muster an, Gestalt anzunehmen. Allerdings waren meine Flecken leider nicht rundlich, sondern zogen sich um den halben Schaft. Wenn das passiert - so verrät die Anleitung - stimmt was mit der Fadenspannung nicht. Dabei hatte ich immer das Gefühl, sehr gleichmäßig zu stricken! Aber die Kinda Magic Socks bringen die Wahrheit ans Licht...


Notgedrungen habe ich bei diesen Socken also viele Passagen wieder geribbelt, wenn ich mich gerade perfektionistisch gefühlt habe. Streckenweise habe ich die Schlieren aber auch einfach stehen lassen - schließlich gehört Individualität zu den Pros beim Stricken! Besonders gut sind die Flecken bei mir übrigens dann geworden, wenn ich längere Stücke hintereinander weg stricken konnte - offensichtlich trägt das bei mir zu einer gleichmäßigeren Fadenspannung bei...


Fazit
Überraschenderweise hat mir das Stricken - trotz der vielen Rückschläge - sehr viel Spaß gemacht. Am Anfang meiner "Strickkarriere" hätte mich das dauernde Ribbeln frustriert, jetzt hat es mich angespornt.

Was mir nicht so gut gefallen hat: Die Sockenspitzen hatte ich zunächst nach Anleitung gestrickt, da waren sie mir aber viel zu lang. Beim zweiten Versuch habe ich die Abnahmen bedeutend früher angefangen, nun passen die Socken perfekt. Das nur als Hinweis, falls Du auch mal mit dem Garn stricken solltest. Und noch etwas: Das Bündchen ist recht kurz und die Ferse wird mit Afterthought Heel gestrickt. Wer sich daran stört, sollte vom Stricken der Kinda Magic Socks absehen...oder erfinderisch werden, wie zum Beispiel Sophia.

Hast Du das Sockengarn auch getestet? Was hat bei Dir überwogen, Spaß oder Frust? Und bist Du ein Freund der "Nachtragsferse"?
xoxo Katha
Animal print is always in style, am I right? And from now on, you can even knit leopard pattern, provided you can keep the tension. I never frogged so many times while knitting a pair of socks...and still I didn't hate it. Must be some kind of magic!

Na, bist Du drauf gekommen?
Bald ist wieder Zeit fürs WeihnachtsWollWichteln! Die stressige Vorweihnachtszeit steht vor der Tür und um Glühwein-Gelage, Geschenke-Shopping und die obligatorischen Weihnachtsfeiern besser zu überstehen, machen wir uns gegenseitig wieder eine kleine Freude!

Darum geht's
Die Adventszeit ist wunderschön...kann aber zuweilen auch ganz schön anstrengend sein, das brauche ich Dir ja nicht zu erzählen! Vielleicht sind Dir die Plätzchen im Ofen verbrannt oder der Chef hat auf der Weihnachtsfeier vergessen, für Dich einen Platz im Restaurant zu reservieren? In solchen Momenten braucht man einen kleinen Stimmungsaufheller und da kommt das Wichtelpäckchen ins Spiel!

So funktioniert's
Jedem Teilnehmer wird ein Wichtelkind zugelost, für das er ein Päckchen mit wolligen, süßen oder einfach nur hübschen Kleinigkeiten packt. Anfang Dezember machen sich alle Päckchen auf den Weg zu ihren Empfängern, so dass sie im Laufe des Monats eintreffen. Aufgemacht werden dürfen die Pakete dann jederzeit - aus Erfahrung kann ich sagen, dass sich auch stressige Tage durch so ein Wichtelpaket aufheitern lassen...
Im letzten Jahr war ein Päckchen schöner als das andere - alleine schon das Scrollen durch die Instagram-Bilder mit dem Hashtag #weihnachtswollwichteln hat viel Spaß gemacht!

Fotos von links nach rechts: Reihe 1: @theaterkind, @jedentagsilvester @warenwirauchso / Reihe 2: @knittoknow, @meff.eline, @ohbridie / Reihe 3: @liebwedd, @meff.eline, @ohbridie

Wenn Du am Wichtelspaß teilnehmen möchtest, sende bis zum 18.11.2017 eine Email mit dem Betreff "WeihnachtsWollWichteln" an kitchenerstories@gmail.com oder kontaktiere mich via Instagram (@kitchenerstories). Bitte gib in der Nachricht Deinen Namen und eine gültige Emailadresse an.
Teilnehmen kann jeder Strick-, Häkel- oder Garnbegeisterte über 18 Jahre mit Adresse in Deutschland. (Teilnehmer aus dem Ausland können leider nur mitwichteln, sofern sich andere Teilnehmer aus demselben Land finden oder solche die bereit sind, die Versandkosten ins Ausland zu übernehmen.) 

Am 19.11.2017 wird die Wichtelaktion per Wichtel-O-Mat* gestartet. Anschließend sind zwei Wochen Zeit, um dem Wichtelkind ein paar hübsche Kleinigkeiten (Wolle, Maschenmarkierer, eine Anleitung o.ä.) zu besorgen und das Päckchen auf den Weg zu bringen. Der Wert des Wichtelpäckchens sollte zwischen 10 - 15 EUR liegen, spätestens am 4.12.2017 sollte es dann zur Post gehen.

Na, worauf wartest Du? Melde Dich bei mir und wir machen uns eine schöne Adventszeit zusammen!
xoxo Katha

*Die Zuteilung der Wichtel inkl. Adressaustausch erfolgt über Wichtel-O-Mat. Nur der jeweils zugeloste Wichtel erfährt die Adresse seines Wichtelkindes, die Daten zu jeder Wichtel-Aktion werden nach 30 Tagen automatisch aus der Datenbank entfernt. Wer mit diesem Verfahren ein Problem hat, sollte von einer Teilnahme absehen.
It's way too early to start with christmas preparations, you say? Far from it! It's just the right time to start planning this years' #WeihnachtsWollWichteln, a secret santa for knitters. If you want to be part of it, drop me an email and I'll give you all the details!
Es ist ja nicht so, dass der Herbst nur schlechte Seiten hätte: Buntes Laub, der Beginn der Kürbissaison…und endlich wieder Temperaturen, bei denen man Stricksachen tragen kann, ohne gleich Schweißausbrüche zu bekommen!


Diese Temperaturen waren es auch, die mich daran erinnert haben, mal wieder eine Mütze zu stricken. Hätte ich schon längst mal wieder tun sollen! Mützen sind nämlich echt super:
  • Mützen sind nicht nur feine Unterwegs-Projekte, sondern aufgrund ihrer überschaubaren Größe auch gut geeignet, um neue Techniken an ihnen auszuprobieren (I'm looking at you, brioche!). 
  • Da man in der Regel nicht viel Wolle für eine Mütze benötigt, kann man wunderbar eines dieser einzelnen Knäuel verwenden, die viele von uns so rumfliegen haben. 
  • Gerade für Menschen, die wie ich eher langsam stricken und monatelang an einem Pullover oder einem Tuch herumlaborieren, ist eine Mütze das perfekte Projekt für ein schnelles Erfolgserlebnis. Nach so einem flotten FO (Finished Object) zwischendurch ist die Motivation dann auch gleich wieder höher, am aktuellen Langzeit-Projekt weiterzuarbeiten. 
  • Auch wer keine Mützen trägt oder schon zu viele hat, sollte welche stricken – als Geschenke sind sie prima geeignet und Kopfgrößen anderer Leute deutlich leichter zu schätzen als beispielsweise Pullovermaße. 
Yeah, diesmal sogar mit Model!

Meine erste Mütze für diesen Herbst ist nach einer Anleitung aus dem Lamana-Magazin Nr. 6 gestrickt (auf Ravelry gibt's die Anleitung übrigens gratis!). Ich bin ganz begeistert von der plastischen Optik. Und davon, wie schön sich das Muster zur Mitte hin verkleinert und schließlich auflöst. Da das Muster mit Hebemaschen konstruiert ist, ist das Stricken auch gar nicht kompliziert. Die Anleitung ist gut verständlich - da kann sich wirklich jeder rantrauen, der rechte und linke Maschen beherrscht.


Das Garn, das ich verwendet habe, heißt Nordic Wool und stammt von Novita aus Finnland. Vielleicht kennst Du die Marke aus dem Skandinavien-Urlaub? Ich habe das erste Mal damit gestrickt und bin sehr angetan: Gleich aufgefallen ist mir, dass die Nordic Wool für reine Wolle sehr weich ist. Das Maschenbild (gestrickt mit Nadelgröße 4) gefällt mir sehr gut, ebenso wie die Farbpalette des Garns. Derzeit gibt es 21 verschiedenen Farben, vor allem in gedeckten Tönen, aber auch einige knallige Nuancen sind dabei.


Was die Nordic Wool aus meiner Sicht wirklich besonders macht ist aber, dass mindestens 50% der verwendeten Wolle aus den nordischen Ländern, speziell Finnland stammt. Während Bauern mit Wolle vielerorts kaum mehr etwas verdienen können, scheint mir das ein sinnvoller Ansatz der Firma Novita zu sein, die heimische Wollproduktion zu erhalten. Vielleicht ist das aber auch nur geschicktes Marketing und bei den großen deutschen Herstellern ist es genau dasselbe, nur dass es keiner betont? Das werde ich mal weiter recherchieren…
Da Novita ab sofort auch im deutschen Handel erhältlich ist, werde ich bestimmt nicht zum letzten Mal mit den Garnen der Marke gestrickt haben, die Alpakawolle möchte ich auf jeden Fall auch noch testen!

Die nächsten Mützen-Projekte sind übrigens ebenso in Planung (Brackett aus dem aktuellen Laine-Magazin und diese Patentmuster-Mütze aus einer älteren Ausgabe der Lana Grossa Design) – bei Dir auch?
xoxo Katha

Mütze #11 aus dem Lamana-Magazin Nr. 6
34g Novita Nordic Wool in Heide (#554) und 38g Novita Nordic Wool in Granatapfel (#532)
Nadelgröße 4  / US 6

Die Wolle wurde mir von Novita kosten- und bedingungslos zum Testen zur Verfügung gestellt. Daher handelt es sich bei diesem Beitrag wohl um Werbung. Meine Meinung ist aber meine eigene.
There are so many benefits to knitting hats (great for: knitting on the go, single skeins, instant gratification) - I should definitely make more of them. And while I don’t plan on wearing all these hats myself (after all, we only have one head...thankfully), they’ll make great gifts!
Letzte Woche, im Urlaub auf Mallorca, konnte ich schon morgens von der Terrasse aus das Meer beobachten. Natürlich habe ich mich da gefragt, wie es wohl wäre, einige Monate des Jahres von der Insel aus zu arbeiten - bei so einem Start in den Tag!


Susanne hat es nicht nur bei Gedankenspielen belassen: Sie lebt und arbeitet seit einigen Jahren auf Mallorca. Und nicht nur das - sie hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und färbt auf der Insel feine Garne für ihr Label Wool of Fame.

Nachdem ich auf ihrer Homepage gelesen hatte, dass man ihr und ihrem Showroom in Fornalutx einen Besuch abstatten kann, stand fest: "Schatz, wir machen einen Ausflug!"
Hilfreich für meine Argumentation war auch die Tatsache, dass man eine sehr reizvolle Strecke entlang der Westküste fahren kann, vorbei an Sóller und Valdemossa.


Schön oder schön?

Und auch Fornalutx selbst ist einen Besuch wert: Das pittoreske Örtchen im Nordwesten Mallorcas wurde schon mehrfach als schönstes Dorf Spaniens prämiert.




Dank Top-Beschreibung war Susannes Domizil einfach zu finden. Schon von der Eingangstür aus schaut man in den kleinen Showroom, der von einem großen Tisch dominiert wird: quasi ein Altar für die Wolle.







Eine Farbe schöner als die andere! Und lauter herrliche Qualitäten, bis auf die (sehr edle Merino-Kaschmir-)Sockenwolle komplett aus natürlichen Fasern.
Ich hab mich bei der Auswahl sehr schwer getan...am Ende fiel die Entscheidung auf ein helles Rosa (oben im Bild), das auf grauer Basis gefärbt und deshalb sehr zurückhaltend ist.
 



Links vom Showroom kann man einen Blick in die Färbeküche werfen. Hier färbt Susanne jeden Tag, vornehmlich Garne aus Südamerika und speziell Peru.

Verkauft wird die Wolle hauptsächlich aus Susannes Online Shop (dort gibt es auch die größte Auswahl), der Versand erfolgt dann aus Deutschland. Aber wer Urlaub auf Mallorca macht, dem kann ich einen Besuch im Showrooms sehr empfehlen. Macht ja mehr Spaß, die Garne befühlen und die Farben "in echt" sehen zu können - und hinterher kann man sich dann noch bei herrlichem Blick auf die Serra Tramuntana einen kühlen Drink genehmigen.

Übrigens: Wolle von mallorquinischen Schafen färbt Susanne leider nicht. Versucht hat sie es natürlich - aber die Wolle ist einfach nicht für die Verarbeitung zu Handstrickgarnen gezüchtet...zu kratzig. Die Schafe sind deshalb aber nicht weniger reizend!


Hast Du schon einmal auf der Suche nach einem Wollgeschäft einen hübschen Ort entdeckt?
xoxo Katha
Now that fall is really kicking in, I'm scrolling through the pictures I took during my Mallorca vacation even more often...I had such a great time! I even visited an indie dyer - Susanne of Wool of Fame -  in her showroom which is located in the picturesque little town of Fornalutx. With all her beautiful colors I couldn't resist and had to take a souvenir home with me...
Hipster. Das ist doch ein echtes Anti-Wort, oder? Ich zumindest kenne niemanden, der sich freiwillig als Hipster bezeichnen würde, nicht einmal die Männer mit Skinny Jeans und Man Bun in meinem Bekanntenkreis. Ich selbst benutze den Begriff bestenfalls ironisch und schlimmstenfalls als Schimpfwort… dabei habe auch ich ein paar Hipster-typische Merkmale: Meine Hornbrille. Meine Vorliebe für Jutebeutel. Und endlose Avocado-Toast-Fotos in meinem Instagram-Feed...


Als ich das erste Mal gehört habe, dass man mit Avocado Wolle färben kann - noch dazu ein sanftes Rosa - war ich entsprechend begeistert: endlich ein Vorwand, Avocado in rauen Mengen zu verspeisen! Das Färbeexperiment war damit beschlossene Sache!

Mit Hilfe des Internets habe ich mich, so gut es ging, in die Materie eingelesen. Zum Thema Wolle färben findet man unheimlich viele Beiträge, leider auch recht viel Widersprüchliches. Ist offensichtlich eine Wissenschaft für sich! (Ich fand diese Beiträge interessant: klick, klick, klick, klick. Und dieses Video.) Ich weiß bis heute nicht, was der "richtige" Weg ist, um Wolle zu Färben, aber irgendwie habe ich es zumindest hinbekommen!

Worin sich (fast) alle Internet-Beiträge einig waren: Die Fasern sollten vor dem Färben gebeizt werden, damit sie die Farbe vernünftig aufnehmen können. Beize kann man selbst herstellen, aber das hörte sich für mich ziemlich kompliziert und/oder umweltschädigend an. Also habe ich nach ein wenig Recherche den einfachen Weg gewählt und mir fertig gemischte Kaltbeize im Internet bestellt (gibt's hier). Und damit sich das Porto einigermaßen lohnt, habe ich noch ein paar Natur-Färbemittel dazubestellt.

Equipment. 
Mit meinen gesammelten Avocado-Kernen und -Schalen, den dazubestellten Tütchen voller Orleansaat, Faulbaumrinde und Blauholz und einem ausgemusterten Kochtopf war ich wenig später startklar für das Färbe-Abenteuer.
Für mein Experiment habe ich ungefärbte Drops Fabel (75% Wolle, 25% Polyamide) und Drops Lima (65% Wolle, 35% Alpaka) verwendet, vor dem Färbebad liebevoll "gehaspelt" (also zu einem Strang gewickelt, so wie hier).  
Was ich ich gelernt habe: Es lohnt sich, die Stränge vor dem beizen in etwas Wollwaschmittel zu baden.


Färbesud.
Während die gewaschene Wolle für ein paar Tage in der Beize vor sich hinbeizte, habe ich den Färbesud angesetzt. Dazu habe ich mehrere (ca. acht einigermaßen frische) Avocadokerne und ein paar gewaschene Avocado-Schalen zerkleinert und die Stückchen in Teebeutel abgefüllt. Die Beutelchen habe ich dann in einem Topf mit Wasser aufgekocht und zwei Stunden köcheln lassen, anschließend dürfte die Mischung noch etwa 24 Stunden ziehen. Und siehe da: Das Wasser hat sich tatsächlich rot verfärbt.
Was ich gelernt habe: Avocadokerne lassen sich besser zerkleinern, solange sie nicht zu trocken sind. Entweder sollte man also viele Avocados auf einen Schlag verputzen, oder - das habe ich aber nur gelesen und nicht ausprobiert - die gesammelten Kerne im Kühlfach lagern. Wenn die Kerne zu alt werden, funktioniert es mit dem Färben nicht mehr so gut.
Was ich außerdem gelernt habe: Naturfarben riechen beim Aufkochen - wie soll ich sagen? - speziell. Nicht direkt schlecht - aber es ist schon besser, wenn die Küche ein Fenster hat...


Wolle färben. 
Endlich ist es so weit, die Wolle wandert aus dem Beizbad (vorsichtig auswringen, mit Handschuhen!) direkt in den Färbesud - die Teebeutel hatte ich zuvor natürlich entfernt. Die Stränge habe ich mit Hilfe eines alten Kochlöffels (den ich hinterher, genau wie den Topf, nicht mehr für die Lebensmittelverarbeitung verwendet habe) so im Topf verteilt, dass sie vollständig mit Flüssigkeit bedeckt waren. Anschließend habe ich den Topf langsam erwärmt und dann etwa eine Stunde köcheln lassen (ich habe immer 90° C angepeilt; mal mehr, mal weniger erfolgreich). Nach der Stunde habe ich die Platte ausgestellt und den Topf ganz langsam, über einen Zeitraum von 24 Stunden, wieder abkühlen lassen.
Was ich gelernt habe: Sobald die Herdplatte angeschaltet ist, sollte man die Wollstränge nach Möglichkeit nicht mehr im Topf bewegen. Zum einen besteht die Gefahr, dass man einen riesengroßen Knoten produziert. Zum anderen, und das ist noch viel ärgerlicher, verfilzt die Wolle leichter, je mehr sie in der heißen Flüssigkeit bewegt wird.


Zielgerade. 
Nachdem die Wolle richtig abgekühlt war, habe ich unter fließendem Wasser die Farbrückstänge ausgepült und die Stränge dann noch einmal in etwas Wollwaschmittel gebadet. Nun noch die Restflüssigkeit rausgedrückt, zum Trocknen aufgehängt und wieder zum Strang gewickelt. Fertig ist die selbsgefärbte Wolle!


Mit den drei zugekauften Farbstoffen bin ich genauso vorgegangen. Aus den Avocados habe ich ein beige-rosa gefärbt (und die Wolle durch zu viel Umrühren leider stark in Mitleidenschaft gezogen; für Socken dürfte es aber noch reichen). Das satte Currygelb kommt von der Orleansaat, mit Faulbaumrinde habe ich den warmen Ockerton erreicht und das Blauholz liefert dieses herrliche tiefdunkle Violett.

Würde ich es wieder tun? Ich bin ganz verliebt in das Ergebnis, daher würde ich eine Wiederholungstat nicht ausschließen. Professionelle Handfärberin werde ich aber sicher nicht werden! Der ganze Vorgang ist schon sehr zeitaufwendig - und gar nicht mal so easy (und das Ergebnis wohl gar nicht mal so lichtecht). Dennoch: Probier es ruhig mal aus, Spaß macht das Färben auf alle Fälle!

Wäre Selberfärben etwas, was Dich auch reizen würde? Hast Du es vielleicht schon einmal ausprobiert? Mit welchem Ergebnis?
xoxo Katha

I did it! I dyed my own yarn! The results:
  1. I have deep respect for all indie dyers (Dyeing is hard! And it takes so much patience!).
  2. I now know that you can actually get a beautiful rose color from avocado pits - who would have guessed!?!
  3. I created some lovely colorways (using avocado, Annatto seed, buckthorn bark, and logwood) I cannot wait to knit up! 
Have you ever tried it?