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Manchmal bleibt einfach (zu) wenig Zeit fürs Stricken, und da kann dann auch der Strickplaner von Martina Behm (der mit dem Slogan "Mehr Zeit fürs Stricken" wirbt) nichts dran ändern...Du kennst das vermutlich auch.



Der September war so ein Monat...die erste Woche hatte ich Urlaub und nach nur ein paar Tagen den Hipster Shawl von Joji Locatelli fertig. Ein Projekt, das dank 5er Nadeln superschnell gestrickt war und wahnsinnig viel Spaß gemacht hat. Da mir noch ein Tuch für die Übergangszeit gefehlt hat, habe ich für den Hipster ein Merino-Baumwoll-Gemisch in einem wunderbaren Rostrot verwendet.


An Arbeitstag 1 nach dem Urlaub ging's dann aber gleich los mit einem Dienstreisen-Marathon, seitdem bin ich ständig auf Achse. Unterwegs habe ich immer nur kleine Projekte wie Socken oder Mützen dabei, also nichts wirklich Aufregendes. Da nächstes Jahr in meinem Umfeld wieder viele Babies auf die Welt kommen, habe ich mir ein Paar Pairfect Pants mitgenommen. Die Anleitung stammt von Sophia/stichfest und ich hatte sie nun schon das dritte Mal auf meinen Nadeln. Abgesehen davon, dass immer ein schönes Geschenk herauskommt, finde ich es auch genial, dass das verwendete 100g-Knäuel Regia Pairfect bis auf die letzten Zentimeter aufgebraucht wird.

Seit Fertigstellung immer im Gepäck: Der Hipster Shawl.

Auf der nächsten Dienstreise will ich mich mal am ikonischen Baby Surprise Jacket von Elizabeth Zimmermann versuchen. Hast Du das schonmal gestrickt? Der Clou ist, dass man einen unförmigen Lappen herstellt, der sich durch geschickte Faltung und lediglich zwei Nähte in ein Jäckchen verwandelt. Mal sehen, ob das funktioniert (die Anleitungen von EZ sind nach heutigen Maßstäben ja sehr knapp gehalten...).


Das Garn, eine Merino-Seide-Mischung, habe ich übrigens auch unterwegs auf Dienstreise erworben. Neulich in München MUSSTE ich nämlich die Gelegenheit wahrnehmen, bei der Mercerie vorbeizuschauen. Kein Wunder, dass dieses Wollgeschäft weit über die Grenzen Münchens hinaus bekannt ist - viel liebevoller kann man einen Laden nicht gestalten und die Garauswahl kann sich natürlich auch sehen lassen! Vermutlich ist es ganz gut, dass ich erst wenige Minuten vor Ladenschluß da sein konnte - sonst wäre das wahrscheinlich ein sehr teurer Abend geworden...




Dafür wurde es dann beim Pop-up Verkauf von GrosseWolle in Berlin etwas teurer; die deutschen Merinogarne von Daniel sind einfach was Besonderes. Und da es die Garne sonst nur auf Wollfesten zu begucken gibt, musste ich dann doch ein wenig mehr mitnehmen...





Jetzt brauche ich nur wieder etwas mehr Zeit, die Garne auch zu verstricken. Strick-Mojo ist auf alle Fälle reichlich da und die vielen KALs, die da im Oktober auf uns zukommen, tun ihr übriges. Im #socktober müssen natürlich ein paar Socken entstehen, im Mini-Format für Lilientintes Charity-Aktion, in Grün für den Verein Eierstockkrebs Deutschland oder aus Krönchenwolle für den KrönchenKAL.

Übrigens: Am ersten Oktoberwochenende findet in Berlin ein Yarn Crawl statt, der ziemlich sicher sehr, sehr cool wird. Acht Wollgeschäfte nehmen teil (eins davon kenne ich noch gar nicht), die es in geführten Touren zu entdecken gilt, es wird Workshops geben und sowohl Freitag als auch Samstag Events am Abend. Sehen wir uns dort?

Worauf freust Du Dich im Oktober? Schmiedest Du auch schon Socken-Pläne?
xoxo Katha
September on my needles: Nothing to write home about. Some months, there's simply not enough knitting time... Fortunately, yarn shopping doesn't take as much time as knitting it up. So I did some damage at Mercerie in Munich and at the pop up store of GrosseWolle, hoping that there'll be more time in October to concentrate on knitting again.
Die Woche vor Ostern hat es mich nach langer Zeit mal wieder nach New York verschlagen. Eigentlich hatte ich in Anbetracht der derzeitigen politischen Lage gar nicht so große Lust, in die USA zu reisen, aber ich bin sehr froh, dass ich es trotzdem getan habe...es war nämlich ein wunderbarer Urlaub!


Viele der Top-Sehenswürdigkeiten kannte ich schon von früheren Besuchen des Big Apple und so war dieses Mal auch Zeit für das ziellose Schlendern durch Soho und die Erkundung von Brooklyn.
Brooklyn ist mir dabei richtig ans Herz gewachsen: Hier geht es viel entspannter zu als in Manhattan, man sieht mehr "echtes Leben" und weniger Touri-Kram...und Essen gehen macht hier auch mehr Spaß.

Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, auch ein paar Wollgeschäften einen Besuch abzustatten. Alleine schon fürs Souvenir-Shopping!


Mein erster Stop war Purl Soho. Die Ästhetik des Shops ist mir von der Website und Instagram bestens vertraut und zieht sich durch den wunderschönen Laden. Im Angebot sind Garne und Stoffe, die nach Qualitäten sortiert die langen Wände säumen.
Die Garne stammen vorrangig aus der eigenen Linie, aber auch Madelinetosh, Manos del Uruguay, Knit Collage, Koigu, Woolful, Brooklyn Tweed und weitere Hersteller gehören zum Programm.
Der Service ist amerikanisch-aufdringlich (mir ist das immer schon ein Tick zu viel Freundlichkeit, aber ich bin als Berlinerin in der Hinsicht auch nicht viel gewohnt), aber man darf auch einigermaßen unbehelligt alleine durch den Laden spazieren, wenn man das vorzieht.


Was ich mich (aber leider nicht die Mitarbeiter) gefragt habe: Im Laden finden regelmäßig Knit Nights statt (Termine findest Du auf Instagram), und ich wüsste gerne, wo die Stricker*innen dann so alle sitzen.Weißt Du da zufälligerweise mehr?

Purl Soho, 459 Broome St, New York
Mo - Fr 12-19 Uhr, Sa & So 12 - 18 Uhr
https://www.purlsoho.com


Ein weiteres Wollgeschäft in Manhattan, das ich während des Urlaubs besuchen wollte, ist Knitty City. Alleine schon wegen des super Namens.


Das Geschäft ist wie auch Purl Soho ein langer, eher schmaler Schlauch, aber während bei Purl Soho alles luftig und aufgeräumt wirkt, ist der Eindruck bei Knitty City überbordende Fülle: In jedem Winkel stapeln sich Garne, Samples, Bücher und Zubehör. Knitty City führt bekannte Hersteller wie Rowan, Berroco, Cascade Yarns, Malabrigo, Madelinetosh, Manos del Uruguay und Woolfolk, aber auch unbekanntere Handfärber wie TréLiz aus Griechenland. Ein wichtiges Anliegen des Shops ist das "Community Building" und so stehen im Zentrum des Ladens zwei Tische, an denen während meines Besuchs fleißig gestrickt und gequatscht wurde.

Knitty City, 208 W 79th St, New York
Mo - Di und Fr - Sa 11 - 18 Uhr, Mi - Do 11 - 20 Uhr, So 12 - 17 Uhr
https://www.knittycitynyc.com

Zuletzt habe ich das Lion Brand Yarn Studio besucht, den Flagshipstore des Garnherstellers Lion Brand, der vor allem für günstige Kaufhaus-Garne bekannt ist. Entsprechend niedrig waren meine Erwartungen an den Store, aber da ich gerade in der Gegen war...


Aber Du ahnst es schon: Im Laden wurde ich positiv überrascht! Das geht mit der Garn-Auswahl los: Neben dem zugegebenermaßen ziemlich langweiligen Standard-Sortiment von Lion Brand gibt es im Yarn Studio auch die Premium-Linie LB Collection, die sonst nur Online verfügbar ist. Statt Poly stehen hier Seide, Alpaka und Cashmere auf dem Programm - und das, bedingt durch den Direktvertrieb, zu sehr attraktiven Preisen. 


Die passenden Lion Brand-Anleitungen kann man im Shop recherchieren und gratis ausdrucken. 


Neben den Garnen steht hier die (Strick-)Bildung im Mittelpunkt: Fast täglich werden Workshops angeboten, zum Teil sogar kostenlos. Aus meiner Sicht ein Flagship-Store, der alles richtig macht: Lion Brand ist mir als Marke jedenfalls deutlich sympathischer als vor meinem Besuch im Shop. 


Lion Brand Yarn Studio, 34 W 15th St, New York
Mo & Do 11 - 20 Uhr, Di & Mi 12 - 18 Uhr, Fr 10 - 16 Uhr, So 11 - 19 Uhr
https://www.lionbrandyarnstudio.com

Neben dem ganzen Wollgeschäfte-Hopping hab ich natürlich noch ein paar andere Dinge in New York unternommen, daher hab ich Dir noch einige zusätzliche Empfehlungen mitgebracht:

3x gut essen in Brooklyn
  • Sweetwater Restaurant: Französisches Flair, ein romantischer Garten und verdammt gutes Essen. Ich schwärme immernoch vom Rote Bete-Salat mit Ricotta und Nüssen!
  • Caracas Arepa Bar: Laut, aber gemütlich. Die Arepas sehen klein aus, machen aber ordentlich satt. Der eigentliche Star sind aber die Vorspeisen: Probier unbedingt die Croquetas!
  • Haab Taqueria: Solide mexikanische Küche und extrem herzlicher Service. Nach 20h gibt's Menüs zum Sonderpreis!
3 Unternehmungen, die sich lohnen
  • Rooftop vom Metropolitain Museum: In den Sommermonaten öffnet das Metropoltain Museum seine Dachterrasse und präsentiert jedes Jahr die Installation eines anderen Künstlers. Dieses Jahr wurde diese Ehre Alicja Kwade zuteil, die in Deutschland lebt und richtig gute Kunst macht. Wen das noch nicht überzeugt, der kommt einfach am Wochenende, wenn die Kunst von Cocktails begleitet wird. 
  • Coney Island: Ein Trip zur südlichsten Spitze Brooklyns dauert ewig - wer die Reise auf sich nimmt, wird mit einem ganz besonderen Flair entschädigt: Atlantikküste, Pier und Vergnügungspark bilden eine irre Kulisse. Einfach an einem der etliche Imbisse einen Snack besorgen und gemütlich am Strand picknicken.  


  • Mit der Fähre von Manhattan nach Brooklyn: Alle paar Minuten fährt eine Fähre zwischen Manhattan und Brooklyn hin und her - für ein paar Dollar kann man mitfahren und die atemberaubende Skyline in sich aufsaugen.  

Und zu guter Letzt ein Bonus-Tip, denn irgendwo muss man schließlich auch Wohnen:
Übernachtet habe ich im Gowanus Inn & Yard in Brooklyn, das ich vorbehaltlos weiterempfehlen kann: Saubere Zimmer, freundliches Personal, nette Lage in Brooklyn und gute Anbindung nach Manhattan und - nicht zu verachten - bezahlbar!

Warst Du schon einmal in New York? Was hat Dir dort am besten gefallen?
xoxo Katha
Last month, I visited New York for the first time since I consider myself a lifestyle knitter. Of course, I had to visit a couple of yarn shops...

Als Freunde aus Amsterdam im Herbst anfragten, ob wir sie nicht über Silvester besuchen kommen wollten, musste nicht lange überlegt werden – klar wollten wir!

Ich war schon ein paar Mal in Amsterdam, aber langweilig wird mir die Stadt so schnell nicht. Außerdem hatte ich noch nie Gelegenheit, Stephen & Penelope, das Wollgeschäft von Stephen West und seiner Geschäftspartnerin Malia Mae Joseph zu besuchen. Und große Lust, diesen Mißstand endlich zu ändern!


Gute Wollgeschäfte zeichnet in meinen Augen aus, dass man sich darin sofort willkommen fühlt. Und das ist bei Stephen & Penelope definitiv der Fall.

 

Der Laden ist wahnsinnig liebevoll gestaltet: bunt und voller hübscher Details. Besonders groß ist das Geschäft nicht, aber jeder Winkel wird genutzt (Fläche in der Amsterdamer Innenstadt ist kostbar!) und überall gibt es was zu entdecken. Da wären zuerst einmal natürlich die Garne: ganze Wände sind mit farbenfrohen Strängen handgefärbter Wolle behängt, von Hedgehog Fibers zu Undercover Otter, von Garn Stories zu La Bien Aimée. Außerdem im Angebot: Brooklyn Tweed, De Rerum Natura und Woolfolk (hast Du deren Garn mal in den Hängen gehabt? Es ist wirklich ein Erlebnis!). Anregungen, was man daraus stricken könnte, gibt es auch zu Hauf; überall stapeln sich Bücher, Magazine, natürlich sämtliche Westknits-Anleitungen – und schöne Samples findet man selbstverständlich ebenfalls im Laden.



Die Garnauswahl hat mich ziemlich überfordert – zum Glück hatte ich mir ein Projekt herausgesucht, für das ich shoppen wollte (und somit einen Plan!). Sonst hätte ich meine Begleitung vermutlich mit stundenlangem Durch-den-Laden-Schleichen in den Wahnsinn getrieben…


Auf meiner Liste stand außerdem einiges vom schönen Stephen & Penelope-Swag, den gibt es ja schließlich nirgendwo sonst… coole Projektbeutel, Schlüsselanhänger in Form eines Grachtenhauses mit eingebautem Nadelmaß (ich meine: Kann man sich einen besseren Souvenir-Artikel ausdenken?), Tassen, Etiketten, …


Ich hatte eindeutig Spaß im Laden und bin entsprechend mit einem gut gefüllten neuen Projektbeutel herausspaziert. Beim nächsten Besuch in Amsterdam kann ich dann hoffentlich mit einem fertigen Tuch aus meinem Souvenir-Garn in den Laden spazieren...

Adresse: 
Stephen & Penelope, Nieuwe Hoogstraat 29, 1011 HD Amsterdam / www.stephenandpenelope.com

~~~

Und weil es in Amsterdam noch so viel mehr zu erleben gibt, habe ich Dir noch ein paar Empfehlungen von meinem Kurztrip mitgebracht:

Essen
Sehr gutes thailändisches Essen haben wir im Bird Thais Restaurant bekommen. Die Institution in der Altstadt ist alles andere als ein Geheimtip – man kann nicht reservieren und so bildet sich vor dem Laden regelmäßig eine Schlange – ein Besuch lohnt sich aber trotzdem. Der Laden ist eng, laut und angenehm-unprätentiös, das Essen wirklich gut. Besonders empfehlenswert: Die Fisch-Taler von der Vorspeisenkarte.
Adresse: Zeedijk 72-74, 1012 BA Amsterdam / thai-bird.nl

Eine niederländische Silvester-Spezialität wurde natürlich auch probiert: Oliebollen sind das Pendant zu den deutschen Pfannkuchen (oder, wie Du sie vielleicht nennst: Berliner, Kreppel, Krapfen, …) und werden am Silvestertag an allen Ecken verkauft. Die Bällchen sind süß, kompakt und extrem fettig – und mehr als einer würde vermutlich zu Sodbrennen führen!

Sightseeing
Seit ein paar Jahren steigern die Bootsbetriebe ihre Auslastung im Winter, indem sie eine Lichtkunst-Ausstellung (Amsterdam Light Fest) entlang der Grachten organisieren. Eine abendliche Grachtenfahrt lohnt sich nun also doppelt – neben vieler hübscher Grachtenhäuser passiert man auch über 20 Kunstwerke, von denen einige sogar richtig gut sind. Die anderen kann man sich dann mit dem Bord-Glühwein schöntrinken!
Adresse: amsterdamlightfestival.com

Kultur
Als großer Ballett-Fan kann ich Dir auch einen Besuch einer Vorstellung des Nationalballetts sehr ans Herz legen. Die kreative Inszenierung von Cinderella hat mich mit ihrer großen Erzählkraft und dem perfekten Zusammenspiel von Tanz und Ausstattung begeistert.
Übrigens: Wir hatten keine besonders teuren Karten und haben hervorragend sehen können – soweit ich es beurteilen kann, ist das Opernhaus so gebaut, dass man von jedem Sitzplatz aus ziemlich gute Sicht haben dürfte.
Adresse: Amstel 3, 1011 PN Amsterdam / www.operaballet.nl/nl/ballet

Stadtgeschichte
Ohne Empfehlung unserer Freunde hätte ich das Museum Ons‘ lieve Heer op Solder (Unser lieber Herr auf dem Dachboden) sicher nicht besucht – normalerweise gebe ich auf Städtereisen immer Kunstmuseen den Vorzug. Wie gut, dass ich mich nicht durchgesetzt habe, denn dieses Museum, das im 17. Jh. das Wohnhaus eines wohlhabenden Händlers war, ist der Hammer! Es beherbergt unter dem Dach eine richtige katholische Kirche! Komplett mit Kirchenschiff, Galerie, Altar und Orgel. Und dank der sehr guten Audio-Führung lernt man auch, wieso!
Adresse: Oudezijds Voorburgwal 38, 1012 GD Amsterdam / www.opsolder.nl


Warst Du schon mal in Amsterdam? Dann gerne her mit Deinen Tips...ich komme nämlich ganz sicher wieder!
xoxo Katha
I celebrated New Year's Eve in Amsterdam and it was glorious! The city is just beautiful, even (or maybe rather: especially) in December - and full of history, culture and good food!
P.S.: There are awesome yarn stores as well!
Im Email-Postfach: Die Einladung zur Wohnungseinweihung eines Freundes in Hamburg.
Und mein erster Gedanke: Yay! Endlich Gelegenheit, mylys einen Besuch abzustatten!

Von mylys, diesem wunderbaren Wollgeschäft, hatte in in den letzten Jahren immer wieder gelesen. Ich folge dem Store auf Instagram und konnte einen Teil des Sortiments auch schon auf dem Hamburger Wollfest unter die Lupe nehmen. Aber tatsächlich ins Ladengeschäft hatte ich es bislang noch nicht geschafft, dabei war ich in den letzten Jahren immer mal wieder in Hamburg. Diesmal aber war ich fest entschlossen! 


Hamburg ist eh eine meiner Lieblingsstädte, ich mag den Charakter der Stadt unheimlich gerne. Bei herrlichstem Wetter, ganz untypisch für meine Hamburg-Besuche, machte der Spaziergang zum Laden gleich doppelt Spaß.

Und dann stehe ich plötzlich vor dem Laden: da sind Liegestühle, ein angeschlossenes Café und Wolle - und obwohl ich nicht an Liebe auf den ersten Blick glaube, weiß ich, dass das hier ganz nah rankommt.



Der Laden selbst ist nicht groß, aber voll schönster Garne (z.B. von Malabrigo, Brooklyn Tweed, Quince & Co., ITO, Sandnes, Hedgehog Fibres uva.). Vor allem aber ist er schrecklich gemütlich und liebevoll eingerichtet, so dass man gerne ein wenig länger bleibt und durch das Angebot stöbert.



Bei der Beratung wird sich viel Zeit genommen, das konnte ich sehr gut verfolgen, während ich mit dem hervorragenden Angebot an Strickbüchern und -magazinen beschäftigt war...ich habe ja eine ernstzunehmende Schwäche für schöne Publikationen!

Besonders gefreut habe ich mich, durch Anna Maltz' neues Buch Marlisle blättern zu können. Und ja, ich musste es dann auch mit nach Hause nehmen. Dazu natürlich passendes Garn, um gleich ein Projekt daraus zu stricken. Es ging nicht anders. Aber zu meiner Verteidigung: Ich wollte ohnehin schon länger die Garne von De Rerum Natura ausprobieren und Tieke kommt aus dem Norden, das geht wohl als Souvenir durch.


Ich komme bei meinem nächsten Hamburg-Besuch bestimmt wieder, vielleicht sogar mal zur Knit Night (jeden 1. Freitag im Monat).

Welcher Strickladen hat Dich zuletzt begeistert? Und warum?
xoxo Katha
 
Adresse: mylys, Weidenallee 12, 20357 Hamburg, Öffnungszeiten: Di - Fr 11 - 19 Uhr, Sa 10 - 17 Uhr.
Homepage: www.mylys.de
There are yarn shops and then there are yarn shops. The first type you frequent when you really need a 7mm needle on a Saturday night and the store happens to still be open. The second type is for when you want to treat yourself to some quality time, touch beautiful yarns, browse through a well curated knitting library and get inspired. The Hamburg based store mylys definitely belongs in the latter category.
  
London ist immer eine Reise wert - da sind wir uns einig, oder? Die Stadt hat so viel, was ich mag (großartige Museen, an jeder Ecke indisches Essen, ein fantastisches Ubahnnetz, wirklich ÜBERALL guten Schwarztee) - und durch die Brexit-Verwirrung ist auch der Pfund-Kurs ausnahmsweise mal nicht ganz so gruselig.




Ende April war es daher mal wieder Zeit für eine Stippvisite... what can I say? It was splendid! Mitgebracht habe ich einen Koffer voller Tee (für mich) und drei London-Tips (für Dich).


Stricken. 
Das wichtigste zuerst: Loop London. Bei meinem letzten London-Besuch war ich noch nicht soo strickverrückt, dieses Mal stand ein Besuch des legendären Wollgeschäfts aber ganz oben auf meiner To Do-Liste!
Was den Laden auszeichnet ist natürlich in erster Linie die exquisite Auswahl feiner Garne: Brooklyn Tweed, Ito, Madelinetosh, Quince & Co., Wollmeise und die herrliche Wolle von Woolfolk findet man im Sortiment, aber auch Garne von kleineren Firmen, britischen Herstellern und Handfärbern. Daneben findet man Bücher, einzelne Anleitungen und natürlich ganz viel Strickzubehör.
Der Laden ist wunderschön eingerichtet und macht einfach riesigen Spaß! Genauso übrigens wie die Camden Passage, die Gegend in Islington rund um Loop. Der Laden befindet sich nämlich in Gesellschaft vieler kleiner Boutiquen, Cafés...und zwei Pubs. Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich meinen Mann dort eine Weile "abgestellt" - die Engländer trinken ja ohnehin bereits mittags ihr Pale Ale!

Adresse: Loop, 15 Camden Passage, Islington, London, N1 8E, www.loopknittingshop.com.






Essen. 
Das britische Essen hat ja einen traditionell schlechten Ruf, wir haben während dieses Trips allerdings ausnahmslos gut gegessen! Mit großen Abstand am besten und daher ganz klar meine Empfehlung für Dich sind die Steaks im Flat Iron. Achtung, für Vegetarier ist das leider nichts, denn auf der Karte gibt es wirklich nur ein Gericht: Steak. Dafür aber eins der besten, dass ich seit langem - vielleicht sogar je - gegessen habe! Auch die Beilagen (wir hatten Pommes, äh: Chips und das Tagesgemüse) und die Soßen (Bernaise und Peppercorn) waren allesamt Knaller! Der größte Knaller kommt aber noch: Für das Essen zahlt man je nach Beilage nur um die 14 GBP, was für ein gutes Steak in London ein Schnäppchen ist! Entsprechend voll sind die vier Flat Iron-Filialen auch (reservieren kann man nicht), aber das warten lohnt sich. Und falls Du jetzt immernoch nicht überzeugt bist: zum Nachtisch gibt's für jeden eine Kugel Salted Caramel-Eis aufs Haus!

Adresse: Flat Iron Steak, 17/18 Henrietta St, Covent Garden, WC2E 8QH, flatironsteak.co.uk/.


Rutschen.  
Super Blick über London + Kunstgenuß + Nervenkitzel: Für diese Kombi empfiehlt sich ein Besuch der längste Tunnelrutsche der Welt, die sich um den Aussichtsturm ArcelorMittal Orbit im Olympic Parc schlängelt. Dort kann man seit letztem Jahr nicht nur hochfahren, um die Aussicht zu genießen, sondern auch wieder runterrutschen - durch einen 178 Meter langen Tunnel, gestaltet vom Künslter Carsten Höller.
Am Eingang bekommt man Kopf- und Armschoner verpasst, was ich für reichlich übertrieben hielt...bis ich die ersten Meter in der Rutsche hinter mir hatte. Die 24 kmh, die man während der 40 Sekunden andauernden Rutschpartie erreichen kann, fühlen sich deutlich schneller an, und die 12 Kurven sind zum Teil ganz schön hart. Wem schon im Autoscooter schlecht wird, sollte sich die Rutsche vielleicht besser sparen, für alle anderen ist sie ein Riesenspaß! Die Tickets sollte man allerdings unbedingt vorab buchen, um Enttäuschungen zu vermeiden. Ein bißchen günstiger sind sie dann auch...

Adresse: ArcelorMittal Orbit, 3 Thornton Street, Queen Elizabeth Olympic Park, Stratford, London, E20 2AD, arcelormittalorbit.com/whats-on/the-slide/.

Warst Du schon mal in London? Was hat Dir dort besonders viel Spaß gemacht?
xoxo Katha
Recently, I got to spent a few days in London. Besides a suitcase full of tea I came home with some tips: where to knit, eat and slide in London...