Posts mit dem Label patterns werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label patterns werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Endlich Herbst! Früher hatte man für diese Jahreszeit ja Übergangs-Allesmögliche: Übergangsjacken, Übergangsschuhe, …ist das eigentlich immernoch so?


Ich habe jedenfalls beschossen, dass ich für die ersten Herbsttage dringend ein Übergangstuch benötige – wärmend für die ersten kühleren Morgen, aber nicht so dick, dass man in der U-Bahn direkt einen Hitzestau bekommt. Herausgekommen ist ein Tuch aus einer Baumwoll-Merino-Mischung im perfekten Herbstlaub-Orange. Auf dem Minigolfplatz hat es zwar nicht für einen Sieg auf sportlicher Ebene gereicht, aber den Preis für das am besten auf die Jahreszeit abgestimmte Outfit habe ich mit dem Tuch ganz sicher gewonnen!



Das Modell heißt Hipster Shawl und stammt von Joji Locatelli. Es war Liebe auf den ersten Blick – sobald ich die kleinen Quasten entdeckt hatte, war es um mich geschehen! So wurde das Tuch mein Urlaubsprojekt und war dank 4,5er Nadeln und viel Strickzeit innerhalb weniger Tage fertiggestrickt.


Die Anleitung ist perfekt geeignet für viel mindless knitting mit ein wenig Action hier und da: Der Großteil des Tuchs wird kraus rechts gestrickt, alle paar Reihen gibt es aber verkreuzte Maschen und ein wenig Muster, damit es nicht zu langweilig wird.


Ob das Tuch den Träger zum Hipster macht? Oder nur mit übergroßen Trenchcoats, weiten Second Hand-Jeans und Crop Tops kombiniert werden sollte (= gefühlt der aktuelle Berlin-Hipster-Look)? Entscheide Du! Ich sehe einfach über den Namen hinweg und erfreue mich an meinem neuen Übergangstuch!
xoxo Katha

Design: Hipster Shawl von Joji Locatelli
Garn: 6 Knäuel Drops Cotton-Merino (50% Baumwolle, 50% Merino) in #25 Rouille

Werbung wegen Markennennung. Garn und Anleitung wurden selbst bezahlt.
What makes the Hipster Shawl by Joji Locatelli so hipster? I really don’t have a clue! Where I live, hipsters are recognized not by their shawls but by their carefully chosen clothing that is supposed to look completely carelessly put together… But maybe that’s a whole different story in Joji's home of Argentina? Whatever it is, I am very much in love with my version of the Hipster Shawl: It was a pleasure to knit (though a very brief one) and is at least as much pleasure to wear!
Hello again! Ich bin zurück aus dem (Spät)Sommerurlaub. Mitgebracht habe ich elegante Bräune (für mich) und ein paar Urlaubsbilder (für Dich).


Mallorca hat sich mal wieder von seiner schönsten Seite präsentiert: Knapp 30°C, blauer Himmel und der ärgste Touristenansturm bereits überstanden - ich kann die Insel als Reiseziel, vor allem in der Nebensaison, nur empfehlen!


Wanderung zur Platja de Coll Baix. Eigentlich gehört der Strand den Ziegen...


Statt einen Pulli einzupacken, habe ich meinen halbfertigen Sabrina Sweater von We Are Knitters mitgenommen - meine Strategie, um mich zum Zusammennähen zu motivieren!
Der Plan ist aufgegangen und so konnte ich den neuen Pulli morgens auf dem noch kühlen Balkon direkt überwerfen. 
Für eine kleine Fotosession habe ich ihn aber auch mal abends übergezogen...



In Anbetracht von Farbe und Muster wurde der Pulli in meinem Freundeskreis übrigens schnell umgetauft - ich nenne ihn seitdem nur noch liebevoll "Nippelpullover". Ist irgendwie eine Riege mit dem Pussycat Hat, oder? Mir jedenfalls gefällt der neue Name!



Das Projekt wird in Teilen gestrickt und ist an sich sehr unkompliziert. Lediglich die Nippel Bobbel erfordern etwas Zeit, anosnsten kommt man flott voran. Behaupte ich jetzt mal, obwohl ich selbst drei Monate für die Fertigstellung gebraucht habe. Aber wenn man bedenkt, dass ich täglich nur 20-30 min in der Ubahn daran gearbeitet habe, ist das vermutlich immernoch okay.

Kurz hatte ich überlegt, dem Beispiel von frauluknits zu folgen und den Pullover in Runden zu stricken. Allerdings leiert Baumwolle ja ordentlich aus und ich hoffe, dass die Nähte, bei denen ich letztendlich doch geblieben bin, dem Stück helfen, die Form etwas besser zu halten. Die Zeit wird zeigen, ob sich der Extra-Aufwand gelohnt hat...

Das Garn - The Cotton von We Are Knitters (in der Farbe Blush) - kann ich übrigens uneingeschränkt empfehlen. Ich habe daraus vor Jahren ein Dill Tee gestrickt und es seitdem richtig viel getragen (und natürlich auch gewaschen). Das Top sieht immernoch aus wie neu!

A propos tolles Garn: Die Handfärberin hinter Wool of Fame färbt auf Mallorca und hat in Fornalutx einen kleinen Showroom, den ich vor ein paar Jahren besuchen konnte (klick).  Mittlerweile findet man eine Auswahl ihrer Garne auch in Palma bei theOPENStudio 79 im Viertel Santa Catalina. Der Laden ist umgeben von hübschen kleinen Läden und tollen Restaurants und Cafés, ganz in der Nähe findet man außerdem die Markthalle Santa Catalina (Riesen-Empfehlung für alle Foodies!) - vorbeischauen lohnt sich also unbedingt!

Warst Du schon mal auf Mallorca? Welches sind Deine Lieblingsplätze?
xoxo Katha


Werbung wegen Markennennung. Anleitung und Garn sind selbst gekauft.
I'm back from my summer holiday - and I've brought home some beautiful pictures of Majorca and a new summer sweater (that reminds everyone of nipples. Which in my opinion is pretty great.)
Disclaimer: Jetzt folgt ein Lobgesang auf Patty Lyons und ihren Video-Kurs zum Roselle Tee, verfasst aus freien Stücken und ohne Gegenleistung. Einfach nur, weil ich so begeistert davon bin! Dennoch gilt das vermutlich als Werbung.


Mit dem Vorhaben, ein schönes Sommertop zu stricken und nebenbei vielleicht noch etwas dazuzulernen, habe ich im Frühjahr an Patty Lyons RoselleKAL teilgenommen.
Der Clou: Zusammen mit der Anleitung gibt es eine Video-Klasse von der Designerin. In etlichen youtube-Tutorials erklärt sie die schwierigsten Passagen der Anleitung und gibt einem zu jedem Schritt wertvolle Tips mit auf den Weg.
Während des KALs ist zudem viel im zugehörigen Ravelry-Forum los, so dass man auch hier seine Fragen beantwortet bekommt und mit dem eigenen Strickfortschritt angeben kann. Und das beste: Der ganze Spaß kostet kaum mehr als die Anleitung alleine!

Wie man es von mir kennt, habe ich es zwar nicht geschafft, das Top während des Knit Alongs zu beenden, aber jetzt ist es fertig und begeistert mich sehr! Das Oberteil in A-Linie mit den schönen Lace-Details am Rücken und an den Ärmeln passt so ziemlich zu allem - ich habe es gleich mal in den Baumarkt ausgeführt!


Und obwohl das nicht mein erstes Strick-Oberteil ist, habe ich so viel gelernt! Neben Patty's spezieller SSK-Technik (für linksgeneigte Abnahmen) kann ich jetzt auch Abnahmen in Lace-Gestrick machen, weiß wie man glatt links Gestricktes unsichtbar vernäht und warum der Brustumfang bei der Größenwahl nicht das entscheidende Maß ist. Sogar in punkto Maschenproben hat mir Patty die Augen geöffnet - dabei hätte ich nicht gedacht, dass es in dem Bereich noch viel Neues für mich zu lernen gäbe!


Dafür muss man sich allerdings auf den Kurs einlassen! Auch wenn man meint, schon alles zu einem bestimmten Thema (wie eben Maschenproben) zu wissen: wenn man unvoreingenommen an das Projekt herangeht, lernt man bestimmt noch eine Kleinigkeit dazu! (s. dazu auch dieses Video von Kristy Glass...genau wie ihr ging es mir auch! Erst denkt man: "Das brauche ich nicht mehr zu lernen, das kann ich schon!" - und dann kommt der Aha-Moment!)
Nebenbei verrät Patty, wie man das Top individualisieren kann, zum Beispiel indem man die Ärmel verlängert. So kommt dann wirklich jeder zu seinem Wunsch-Oberteil! 


Ich bin immernoch total begeistert von dem Konzept und würde die Videokurse jedem, der sich Anleitung und Tutorials auf Englisch zutraut, uneingeschränkt weiterempfehlen. Schon alleine, weil Patty Lyons eine ganz tolle und sehr sympathische Lehrerin ist.
In wenigen Tagen startet der nächste Video-KAL (es ist mittlerweile der neunte), diesmal wird ein Cardigan gestrickt. Aber auch alle früheren Kurse sind nach wie vor erhältlich!

Ich hoffe, ich konnte Dich neugierig machen! Oder sind Strickkurse so gar nichts für Dich?
xoxo Katha

P.S.: Wer das Roselle Tee nachstricken möchte und wie ich nicht ans Original-Garn kommt, dem empfehle ich als Ersatz Cotton-Cashmere von Katia (LL 155m/50g). Die Baumwoll-Kaschmir-Mischung ist wunderbar weich und lässt sich toll verstricken - und am wichtigsten: Die Maschenprobe kommt fast hin, so dass man kaum umrechnen muss.
Have you ever taken part in one of Patty Lyons KALs? I've just finished my first and it has been SO.MUCH.FUN! So much fun to knit, so much to learn! And the result has instantly become a summer favorite!

Für das Wochenende ist nach den sommerlichen Temperaturen der letzten Tage ein Kälteeinbruch vorhergesagt - vielleicht die letzte Gelgenheit, vor dem Sommer nochmal meinen Ess zu tragen. Und definitiv die letzte Gelgenheit, ihn Dir zu zeigen, bevor keiner mehr Lust auf Winterstrick hat...

Ess [ɛs]
When professional names are shared across genders, it is always the one that refers to men that takes precedence. Instead of using a neutral term, or using the extended version, any difference is hidden in the male term: seemingly to be 'fair', but ignoring the root word's long history of being a predominantly male profession. No man becomes a shepherdess, actress, waitress, or governess. [...] With these thoughts in mind, this shawl is called simply Ess - no root, just the bonus extra letters.
Schon die Idee hinter der Namensgebung, die Designerin Anna Maltz in ihrem Buch Marlisle beschreibt, ist ein echtes Argument für dieses Dreieckstuch...
Zweifädig gestrickt in Marlisle-Technik, riesig groß, kuschelig weich und mit Fransen ausgerüstet. Damit ist es eindeutig mein liebstes Projekt aus dem letzten Jahr!


Die Konstruktion ist, wie üblich bei Designs von Anna Maltz, superschlau. Das Tuch wird in Runden gestrickt und später gesteekt, was bei mehrfarbigem Gestrick ja häufig (so auch hier) eine Vereinfachung bedeutet. Begonnen wird von der langen Seite, so dass die Runden ständig kürzer werden. Supergut, wenn man wie ich am Projektbeginn noch total motiviert ist, diesen Elan aber nicht ewig aufrecht erhalten kann...

Ich habe mich besonders in die hier zum Einsatz kommende Steek-Variante verliebt, bei der die Schnittkante weder umhäkelt noch vernäht, sondern nach dem Aufschneiden geknotet wird. Genau das Richtige für Häkel- und Näh-Honks wie mich!


Das fertige Tuch hat eine Länge von 176 cm und misst an der breitesten Stelle 66 cm (ohne Fransen).
Verstrickt habe ich 300g Blend von Rohrspatz & Wollmeise (LL 499m/150g) und 70g Austermann Caleido Lace (LL 250m/50g) in einer sehr kontrastarmen Farbkombination. Ich mag es ganz gerne, wenn man erst auf den zweiten Blick erkennt, dass ein Modell mit mehreren Farben gestrickt ist. Mit mehr Kontrast wirkt Ess gleich ein Stück anders, schau mal bei Ravelry (klick).


Ich hab hier noch Wolle für weitere Marlisle-Projekte, über kurz oder lang werde ich mich sicher durch das halbe Buch stricken. Ich kann auch nicht genau sagen, woran es liegt, aber diese Technik ist total mein Ding!
Hast Du die Technik inzwischen auch ausprobiert?
xoxo Katha
I'm finally able to show you pictures of my favorite knitting project of last year! It's Ess by Anna Maltz - a triangular shawl that is fun to knit, fun to wear and a great piece to try out how to do a knotted steek. I'll probably knit it again someday - and that's really saying something!
Mag sein, dass ich voreingenommen bin, aber Ravelry ist schon sowas wie das Epizentrum des Strick-Universums, oder? So stark ist die Website, dass es andere virtuelle Strick-Communities oder Anleitungs-Anbieter nie so richtig mit ihr aufnehmen konnten oder wollten...

Seit Kurzem aber gibt es zwei neue Plattformen, die Ravelry sicher nicht ersetzen, aber vielleicht ganz gut ergänzen können.
Da wäre zum einen Woolplace. Die Plattform wurde im Oktober vom Garnhersteller Lana Grossa gelauncht und bietet Usern die Möglichkeit, sich zu vernetzen und ihre Projekte vorzustellen. Daneben gibt es auf der Website viele kostenlose Anleitungen aus dem Lana Grossa-Archiv, ergänzt durch einige exklusive Muster, zum Beispiel von Stine & Stitch.
Die Suche auf der Seite lässt sich leider (noch?) nicht sehr fein einstellen, so dass man nur wenige Suchkriterien miteinander kombinieren kann. Dadurch ist es weitaus zeitaufwendiger, gezielt nach Anleitungen zu filtern. Dafür bietet Woolplace Videotutorials zu bestimmten Techniken. Außerdem findet man im News-Bereich Interviews und Beiträge zu aktuellen Lana Grossa-Projekten.
Noch wirkt Woolplace ein bißchen unentschlossen, aber die Anmeldung ist kostenlos - es spricht also nichts dagegen, sich einfach anzumelden und zu schauen, wohin die Reise geht. Falls Du Dich anmeldest, komm mich doch mal dort besuchen!

Ebenfalls erst ganz kurz in der Welt ist die Making Things-App. Die Macher bezeichnen die App als "Netflix für Stricker*innen". Damit ist folgendes gemeint: Für einen monatlichen Beitrag von 12 USD (also in etwa so viel, wie ein Video Streaming-Abo kostet) erhält man Zugriff auf über 1.000 Strickanleitungen. Die Auswahl ist kuratiert, was in diesem Fall bedeutet, dass alle Anleitungen einen festgelegten Qualitätsstandard erfüllen. Und da sind wirklich schöne Modelle dabei: von Isabelle Kraemer, Hannah Fettig, Sopranoknits, Hey Mama Wolf und vielen anderen.
Was die App von anderen Mustersammlungen unterscheidet ist der Fakt, dass die Anleitungen nicht heruntergeladen und ausgedruckt werden können. Genau wie bei Streaming-Diensten besitzt man die Inhalte nicht, man leiht sie nur. Dafür bietet die App etliche Funktionalitäten, die es sehr bequem machen, nach einer digitalen Anleitung zu stricken: Man kann z.B. Teile der Anleitung highlighten oder sich Notizen machen, es gibt mehrere (Reihen)zähler und die Möglichkeit, seinen Strickfortschritt auf Charts zu kennzeichnen. Daneben bietet die Seite ebenfalls Video-Tutorials an.
Klingt für mich ziemlich spannend und wird demnächst auf alle Fälle ausprobiert - auch wenn auch hier die Suche noch ein echtes Manko ist. Da bin ich von Ravelry einfach verwöhnt und habe keine Lust, auf der Suche nach passenden Modellen ewig durch das Angebot zu scrollen...

Im Internet hört man derzeit kritische Stimmen, was das Vergütungssystem für die Designer anbelangt. Ich kann und will mir dazu kein Urteil bilden (Olive Knits hat einen lesenswerten Beitrag zum Thema verfasst, Sopranoknits teilt ihre Meinung zur Plattform in diesem Video), aber ich denke mir: Wenn viele namhafte Designer sich zur Teilnahme entscheiden, wird das System hoffentlich einigermaßen fair sein.

Sowohl Woolplace als auch Making Things sind modern designed und wirken sehr zeitgemäß - in der Beziehung haben sie Ravelry definitiv einiges voraus. Von der großen Vielfalt - Anleitungen, Garn-Datenbank, Foren und spezielle Funktionalitäten -, die Ravelry anbieten kann, sind sie aber beide weit (weiiiiit!) entfernt.
Konkurrenz für Ravelry sehe ich hier eher nicht...aber es geht ja auch nicht immer darum, wer Platzhirsch ist. Die Plattformen könnten eine spannende Ergänzung für die Strickszene werden - und das ist doch ziemlich cool!

Hast Du Dir Woolplace oder Making Things schon einmal angesehen? Was denkst Du darüber?
xoxo Katha

Werbung wg. Markennennung | Für diesen Beitrag habe ich weder von Lana Grossa noch von Making Things eine Gegenleistung erhalten; ich finde die zwei Plattformen einfach spannend.
Thou shalt not have other knitting platforms before me...is something, Ravelry would never say. Nevertheless, there have not been many competitors in the past. But recently, two new platforms - Making Things and Woolplace - entered the arena and I am excited to see how they will develop!

In Marrakesch war es noch einmal hochsommerlich warm, abends wehte aber ein angenehmes Lüftchen. DIE Chance also, mein Catchfly-Top noch ein bißchen auszuführen, bevor es dann bis zum Frühjahr eingemottet wird. Und endlich auch Gelegenheit, ein paar anständige Fotos davon zu machen...


In so einer Kulisse sieht natürlich alles gleich viel besser aus (ich eingeschlossen).



Hier merke ich, dass mein Kleid einen unschönen Henna-Fleck hat (frag nicht...).


Zum Glück lässt der sich kaschieren, wenn man einfach die Hand drauf hält!


Gestrickt habe ich das Top mit zwei verschiedenen Garnen: Das Fliederfarbene ist eine edle Mischung der Hamburger Wollfabrik (40% Merino, 40% Kaschmir, 15% Seide, 5% Polyamid). Vor Jahren für ein anderes Projekt gekauft, ist mir die Farbe mittlerweile zu lieblich. Daher habe ich zusätzlich Lino Muka, reines Leinengarn von Wollen Berlin, mitgeführt. Das Senfgelb bricht die violette Lieblichkkeit sehr erfolgreich; auf dem Detailbild sieht man das ganz schön, wie ich finde. 

 

Was machst Du mit Garnen, die Dir nicht mehr so recht gefallen, aber zu schön sind, um sie wegzugeben?
xoxo Katha

Catchfly von Wencke Pertermann aus PomPom Quarterly Summer 2016 (Ausgabe 17)
ca. 250 g 8000 Avangard von der Hamburger Wollfabrik in Flieder (Farbe 77) und 100 g Lino Muka von WOLLEN Berlin in Yellow Ochre.
Nadelgröße 4,5 / US 7
During my stay in Marrakesh, I finally had time to get some shots of my Catchfly top (by now a staple in my summer wardrobe). I combined two yarns for this top (one lilac and one mustard yellow) and I adore the modern look it created. Don't you agree?  
 

Die letzten Sommer waren in Berlin ja eher durchwachsen...zwei Jahre hintereinander habe ich angefangen, an einem Sommertop zu stricken. Nur war der Sommer jeweils schon wieder um, als ich endlich damit fertig war.

Zum Glück lerne ich nicht aus meinen Fehlern und habe auch in diesem Jahr wieder ein sommerliches Oberteil angeschlagen. Ob's nun daran liegt, dass ich inwischen etwas schneller stricke oder ob aller guten Dinge wirklich drei sind? Jedenfalls ist das Top dieses Mal rechtzeitig fertig geworden, um ganz viel ausgeführt zu werden...der Top-Sommer (pun intended!) hat natürlich auch seinen Teil dazu beigetragen!

Alles fing mit einem Instagram-Posting von lalaine an. Schöne Wolle im Sale, noch dazu ziemlich gut geeignet für eines der Projekte, die gaaanz weit oben auf meiner To Knit-Liste stehen. Nach der Arbeit also hingepest, alle Garnfarben ans Gesicht gehalten und dann mit einer Tüte Violett nach Hause gefahren. Der Plan war gefasst: Sommertop 2018 wird das Tulip Tank Top von Purl Soho.



Vorne hochgeschlossen und eher sportlich, hinten mit interessantem Rücken - genau mein Geschmack.
Weniger nach meinem Geschmack, da will ich nicht lügen, ist Glattrechts-Gestrick in Reihen. In Runden strickt es sich doch deutlich flotter... Trotzdem bin ich ziemlich gut vorangekommen, angetrieben durch den Wunsch, mein Top tatsächlich noch im Sommer anziehen zu können.


...was soll ich sagen, mittlerweile waren wir gemeinsam auf einem Geburtstag, beim Familienbesuch und Pizzaessen. Das Top ist jetzt schon ein Favorit in meiner Garderobe. Liegt bestimmt auch am Garn: Gestrickt habe ich mit Secondo von Lana Grossa. Die Mischung aus Baumwolle, Polyamid und Seide (55 % Baumwolle, 25 % Polyamid, 20 % Seide; Lauflänge: ca. 125 m / 50 g) trägt sich total angenehm (kühl!) und hat dank des Seidenanteils einen schönen Glanz. Auch, wenn das Garn aufgrund der megaglatten Oberfläche recht mühsam zu verstricken war - ich würde es wieder tun!

Was lerne ich also aus diesem Projekt: Es zahlt sich aus, lange Reihen in glatt rechts mit rutschigem Garn zu meistern!
Wenn Du auch Lust auf eine derartige Geduldsprobe hast: Die Anleitung ist kostenlos bei Purl Soho verfügbar. Und falls Du vor englischen Anleitungen zurückschreckst: Ich hab sie auch übersetzt, auf Deutsch findest Du die Anleitung hier: klick. Jetzt gibt's wirklich keine Ausreden mehr!

Hast Du schon einmal ein Projekt von Purl Soho nachgearbeitet? Welches?
xoxo Katha

Verlinkt bei Lieblingsstücke und Caros Fummeley.
A great knitted top deserves a great summer - or is it the other way around? Either way, I've enjoyed the many sunny days just as much as I have enjoyed wearing my Tulip Tank Top. Perfect summer match!
Habe ich schon erwähnt, wie gerne ich derzeit Socken stricke? Letztes Jahr habe ich monatelang an einer einzigen Socke herumlaboriert, dieses Jahr produziere ich ein Paar nach dem anderen...
Das Aktuellste ist ja immer das tollste, entsprechend habe ich seit letzter Woche neue Lieblingssocken!


Taadaa, ich präsentiere die Froot Loop Socks von Kristi Geraci. Die Anleitung gibt es kostenlos bei Knitty und ich kann sie nur wärmstens empfehlen. In der Tat erinnert das Muster an die namensgebenden Cornflakes, die nur aus Farbstoff zu bestehen scheinen. Von der Sockenvariante bekommt man allerdings keine Magenschmerzen, denn die kleinen Zöpfe sind viel einfacher zu stricken, als man meinen könnte (es wird nicht wirklich verzopft, sondern nur geschickt ab- und zugenommen) - und sehen so so toll aus!



Besonders gut kommen komplexere Muster ja mit einfarbigen Garnen zur Geltung. Und wenn das Garn dann auch noch ein wenig Cashmere enthält, kann nicht mehr viel schief gehen! In diesem Fall handelt es sich um Lana Grossa Meilenweit 50 Cashmere. An sich ein klassisches Sockengarn (robust, maschinenwaschbar und filzfrei), allerdings dank der Mischung von 70% Wolle, 25% Polyamid und 5% Cashmere spürbar weicher als die normale Meilenweit. 



Das Garn hatte ich von Lana Grossa als "Wartezeitüberbrückung" bis zur h&h, der Messe für Handarbeit und Hobby in Köln, zugeschickt bekommen. Leider habe ich dieses Jahr kein Glück, was die Termine von Wollfesten und Strickevents betrifft...irgendwas steht immer schon in meinem Kalender (ganz weit vorne: Dienstreisen und Familienfeste). Während die halbe Strickwelt sich in den Kölner Messehallen traf, war ich mit der Familie in Wien unterwegs (zugegeben: auch sehr schön!). 

Und die Messetage letztes Wochenende arbeite ich jetzt ganz gemütlich und Cashmere-besockt vom Sofa aus nach! Eine Menge schöner Beiträge sind bereits erschienen und in den nächsten Tage kommt sicher noch das ein oder andere hinterher...

Ich freu mich jetzt noch ein bißchen an meinen Socken...und auf die neuen Garne, die uns in den nächsten Monaten erwarten. 
Woran oder worauf freust Du Dich? 
xoxo Katha

Das Garn wurde mir von Lana Grossa kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. 
This year, I have to leave out most of the big yarn events (EYF, h&h, Yarncamp) thanks to interfering job and family obligations. Thankfully, there's lots of bloggers willing to share their stories and pictures from the events...
Btw: The awesome socks I'm wearing are the Froot Loop Socks by Kristi Geraci. 

Beim Scrollen durch Instagram entsteht aktuell der Eindruck, die ganze Strickwelt sei verrückt nach Leo-Muster - überall begegnen einem die gefleckten Socken, die die Firma Schachenmayr Anfang des Jahres zusammen mit Wool an the Gang auf den Markt gebracht hat.
Haben die beiden Unternehmen damit einen Nerv getroffen...oder einfach nur sehr geschicktes Marketing betrieben? Ich kann es nicht sagen, aber mich hat der Leo-Hype auch voll erwischt und so musste ich mir einfach ein Knäuel vom Kinda Magic Sock Yarn besorgen...

Kinda Magic Sock Yarn in der Farbe Cool Cat Copper

Das Garn
warnt auf der Verpackung: "Nur für Socken-Profis!" Das kann man so nicht sagen, denn eigentlich sind die Socken recht einfach zu stricken. Es müsste eher heißen: "Nur für Stricker, die keine Angst vorm Ribbeln haben". Denn Ribbeln muss hier fast jeder irgendwann mal...
Das Garn (75% Schurwolle, 25% Polyamid) kommt in vertrauter Regia-Qualität daher. Ein Knäuel wiegt aber nur 80g statt der gewohnten 100g, dafür ist es etwas teurer als z.B. die Wolle aus der Pairfect-Reihe. Man bekommt aber auch was fürs Geld, nämlich wahnsinnig akkurat gefärbte Sockenwolle in sehr lässigen Farbkombinationen. Fürs Leo-Glück muss man jetzt "nur noch" die Anleitung befolgen...

Kinda Magic?
Los geht es damit, dass 60 Maschen angeschlagen werden. Du strickst Deine Socken eigentlich mit weniger/mehr Maschen? Too bad, das geht hier einfach nicht! Damit das Muster aufgeht, muss man sich sehr exakt an die Regeln halten; entsprechend können die Socken auch nur für die Größen 36-41 gestrickt werden. Immerhin steht das aber gleich zweimal auf der Verpackung. Nicht dass es später heißt, das hätte einem keiner gesagt...


Damit mit den Flecken alles glatt geht, muss man sich ganz genau an die Maschenprobe halten. Aber wer macht schon Maschenproben für Socken??? Genau deshalb hat sich Schachenmayr etwas sehr Schlaues einfallen lassen: Das Bündchen fungiert als Maschenprobe, hier kann man noch ungestraft ein wenig rumprobieren, bis alles passt.

In meinem Fall dauerte es ein paar Runden, bis die richtigen Nadeln gefunden waren (2,5er Nadelspiel aus Holz). Dann also los! Nach ein paar Zentimetern fing das Muster an, Gestalt anzunehmen. Allerdings waren meine Flecken leider nicht rundlich, sondern zogen sich um den halben Schaft. Wenn das passiert - so verrät die Anleitung - stimmt was mit der Fadenspannung nicht. Dabei hatte ich immer das Gefühl, sehr gleichmäßig zu stricken! Aber die Kinda Magic Socks bringen die Wahrheit ans Licht...


Notgedrungen habe ich bei diesen Socken also viele Passagen wieder geribbelt, wenn ich mich gerade perfektionistisch gefühlt habe. Streckenweise habe ich die Schlieren aber auch einfach stehen lassen - schließlich gehört Individualität zu den Pros beim Stricken! Besonders gut sind die Flecken bei mir übrigens dann geworden, wenn ich längere Stücke hintereinander weg stricken konnte - offensichtlich trägt das bei mir zu einer gleichmäßigeren Fadenspannung bei...


Fazit
Überraschenderweise hat mir das Stricken - trotz der vielen Rückschläge - sehr viel Spaß gemacht. Am Anfang meiner "Strickkarriere" hätte mich das dauernde Ribbeln frustriert, jetzt hat es mich angespornt.

Was mir nicht so gut gefallen hat: Die Sockenspitzen hatte ich zunächst nach Anleitung gestrickt, da waren sie mir aber viel zu lang. Beim zweiten Versuch habe ich die Abnahmen bedeutend früher angefangen, nun passen die Socken perfekt. Das nur als Hinweis, falls Du auch mal mit dem Garn stricken solltest. Und noch etwas: Das Bündchen ist recht kurz und die Ferse wird mit Afterthought Heel gestrickt. Wer sich daran stört, sollte vom Stricken der Kinda Magic Socks absehen...oder erfinderisch werden, wie zum Beispiel Sophia.

Hast Du das Sockengarn auch getestet? Was hat bei Dir überwogen, Spaß oder Frust? Und bist Du ein Freund der "Nachtragsferse"?
xoxo Katha
Animal print is always in style, am I right? And from now on, you can even knit leopard pattern, provided you can keep the tension. I never frogged so many times while knitting a pair of socks...and still I didn't hate it. Must be some kind of magic!
Ich hab gehört, dass die Fitnessstudios gerade aus allen Nähten platzen und das Training bei der Fülle sehr nervenzehrend sein soll. Das ist wohl diese vorübergehende Januar-Motivation...
Mich betrifft das zum Glück nicht, denn erstens hab ich mir keine sportlichen Vorsätze überlegt und zweitens ein Outdoor-Fitnessstudio in der Nähe. Hier ist es derzeit komischerweise ganz leer… dabei braucht man doch nur die richtige Kleidung!


Auftritt mein neuer Cardigan (ja, ganz genau, das ist mein erstes FO in 2018!).
Mit größeren gestrickten Kleidungsstücken hatte ich zuletzt ja nicht so viel Erfolg (ähem, Thornett), mit dieser Strickjacke bin ich aber superzufrieden.


Das Design heißt Rib Wrap Cardigan und stammt von Erika Knight. Ich hab die Anleitung das erste Mal in der Burda Stricken Herbst/Winter 2016 gesehen und mich sofort in den voluminösen Kragen verliebt. Der Schnitt ist ohnehin mein Ding: schmal in der Taille und an den Ärmeln, vorne offen - und ohne viel Schnickschnack. 


Der Cardigan wird in Teilen gestrickt und dank der dicken Wolle geht das auch sehr flott. Überhaupt die Wolle: Ich hab mit dem Originalgarn gearbeitet, der Maxi Wool von Erika Knight. 100% britische Wolle mit einer Lauflänge von 80m auf 100g (Nadelgröße 10-12). Die Farbe, ein wunderbares, sattes Rot, heißt übrigens Marni.


Dass die Wolle richtig schön warm hält, kannst Du Dir sicher vorstellen. So eingepackt kann man auch schon mal ohne Extra-Jacke vor die Tür gehen - und auch ganz wunderbar Sport treiben, wie ich neulich getestet habe. Beweisbilder gefällig? Bitteschön!



Ich würd sagen: Läuft! So kann das Jahr weitergehen!
Wie bist Du ins neue Jahr gestartet? Ich hoffe doch gut!
xoxo Katha

Rib Wrap Cardigan von Erika Knight
750 g Erika Knight Maxi Wool in Marni (#208)
Nadelgröße 12 / US17
I have a new favorite cardigan...the perfect garment for pretty much every situation (even a vistit to the outdoor gym). It's the Rib Wrap Cardigan by Erika Knight and you should definitely consider it if you like super-large collars (and who doesn't?)!