Es soll ja Leute geben, deren erstes Strickprojekt ein vierfarbiger Norwegerpullover war, am besten noch gestrickt nach einer Anleitung in norwegischer Sprache.
So eine "Wie schwer kann es wohl sein?"-Attitüde hatte ich nicht, als ich mit dem Stricken angefangen habe - ganz im Gegenteil! Ich habe mein erstes Projekt (einen Rundschal im Halbpatent) gleich dreimal hintereinander gestrickt, weil ich so froh war, als es endlich klappte!
Du kannst Dir sicher vorstellen, dass ich auch dem Sockenstricken eher mit zu viel als zu wenig Respekt begegnet bin...die Sockenkonstruktion wirkte auf mich ganz schön komplex. Vom Hantieren mit dem Nadelspiel mal ganz abgesehen!

Zum Glück habe ich mich irgendwann trotzdem an mein erstes Sockenpaar getraut; das ist mittlerweile sieben Jahre her, die Socken trage ich immernoch gerne. Neben ziemlich vielen Fehlern ist da nämlich auch eine Riesenmenge Stolz eingestrickt!

Über die Jahre habe ich viele weitere Sockenpaare gestrickt und unterschiedliche Techniken ausprobiert: mal vom Schaft und mal von der Spitze angefangen, die Ferse mit Käppchen oder verkürzten Reihen konstruiert, verschiedene Spitzenformen auf Schönheit und Tragekomfort überprüft. Aber nicht nur das: Ich habe auch viele verschiedene Stricknadeln auf ihre Sockenstrick-Qualitäten getestet!
Heute stelle ich Dir vier Varianten vor; und weil es beim Stricken kein Richtig oder Falsch gibt, sondern jeder Stricker seine ganz eigenen Vorlieben hat, habe ich mir dafür Hilfe von drei wunderbaren Strick-Buddies ins Boot geholt...
 

Das Nadelspiel.
Ein Nadelspiel besteht aus vier bzw. fünf Nadeln, die gleichzeitig zum Stricken verwendet werden. Die Nadeln sind in verschiedenen Größen, Längen und Materialien erhältlich und fast jeder Nadelhersteller hat Nadelspiele im Angebot.
Obwohl man mit dem Nadelspiel alle möglichen Dinge herstellen kann, die in der Runde gestrickt werden (Mützen, Handschuhe und - stulpen, Ärmel etc.), wird es in allererster Linie mit Socken assoziiert.
Die Maschen werden beim Stricken gleichmäßig auf drei bzw. vier Nadeln verteilt, die dann reihum abgestrickt werden. Die Vorstellung, mit vier oder fünf Nadeln zugleich stricken zu müssen, ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man aber erstmal über das Gefriemel der ersten Runden hinaus ist, strickt es sich nicht so viel anders als mit nur zwei Nadeln. Allerdings lohnt es sich, sich ein paar Tricks und Kniffe draufzuschaffen, um z.B. die Übergänge zwischen den Nadeln "unsichtbar" hinzubekommen.

Wermutstropfen: Unterwegs-Stricker sollten sich beim Stricken mit dem Nadelspiel auf eine Zusatz-Herausforderung einstellen, denn die Maschen können beim Transport schon mal von den Nadeln rutschen. 

Kirsten (@knightlyart) ist Expertin im Sockenstricken und kehrt immer wieder zum Nadelspiel zurück:
Ich habe mir vor vielen Jahren, als es noch kein Internet gab, das Sockenstricken selbst beigebracht mit dem Buch „Der geniale Socken-Workshop“ von Ewa Jostes und da gab es nur Nadelspiele und keine Alternativen und ich denke darum bin ich es so gewohnt mit den 5 Nadeln zu stricken.
Ich habe mich damals sehr gequält mit den vielen Nadeln und wäre bestimmt begeistert gewesen von dem Sockenwunder oder dem CraSy Trio. 
Wiederum bin ich heute froh, das ich mit dem Nadelspiel das Sockenstricken gelernt habe, da ich mehrfarbige Muster mit dem Nadelspiel am liebsten stricke. Auch meine bevorzugte Herzchenferse kann ich nur damit stricken.
Sockenwunder und CraSy Trio sind mir einfach zu kurz! Meine Hände verkrampfen sich immer und dann hole ich wieder mein 15cm Nadelspiel wieder hervor!



Magic Loop.
Bei der Magic Loop-Methode wird auf einer langen Rundstricknadel (ca. 80cm) gestrickt. Die Maschen werden dabei hälftig auf die beiden Nadeln verteilt, das nicht benötigte Seil wird mittig herausgezogen.
Lange Rundstricknadeln in Sockenstärke haben viele Stricker sowieso schon zu Hause, es gibt sie von vielen Herstellern aus unterschiedlichsten Materialien.
Wer mit Magic Loop strickt, hat nur eine Nadel, um die er sich kümmern muss. Das Stricken selbst läuft wie gewohnt, nur muss man am Ende jeder Nadel einmal das lange Seil durchziehen, bevor man weiterstricken kann.
Toll: Wer mag, kann gleich zwei Socken auf einer Nadel stricken (zwei separate Garnknäuel benötigt man dafür allerdings schon) ...da hat das Second Sock Syndrome keine Chance!

Wermutstropfen: Es gibt zwar keine Nadelwechsel wie beim Nadelspiel, Maschen schieben muss man dennoch zweimal pro Runde.

Sarah (@delphinegarnier bei Instagram und Ravelry) strickt ihre Socken fast immer mit der Magic Loop-Technik:
Ich stricke am liebsten Magic Loop, weil mir dabei keine Nadeln runterfallen können und man - im Vergleich zum Nadelspiel - nur zwei Übergangsstellen hat. Außerdem kann ich die Socken zwischendurch auch mal anprobieren, ohne dass mir Maschen von den Nadeln rutschen! Und bei mir ist das einfach die schnellste Methode!



Kurze Rundnadeln im Allgemeinen und das Sockenwunder im Speziellen. 
Wer gerne in der Runde strickt, sich das Maschen-Schieben aber ersparen möchte, für den könnten Rundstricknadeln mit winzigem Durchmesser (20 bis 30cm) das Richtige sein!
Mit ihnen strickt man Socken in der (sehr kleinen) Runde, Seil zum Durchziehen bleibt da nicht mehr über. Ferse und Spitze stricken sich mit den Mini-Nadeln nicht einfach, gerade Stücke bewältigt man dafür in Blitzgeschwindigkeit. Und - besonders für Leute interessant, die auch kurze Wartezeiten gerne mit Stricken überbrücken - man kann sein Gestrick jederzeit zur Seite legen oder in die Tasche stopfen, ohne sich um seine Maschen sorgen zu müssen.
Addi hat vor ein paar Jahren eine spezielle Mini-Nadel auf den Markt gebracht, das "Sockenwunder". Die Besonderheit: Zwei unterschiedliche lange Nadelspitzen - auf der kurzen Nadel "ruhen" die Maschen, mit der längeren Nadel wird abgestrickt - liegen besser in der Hand und erleichtern dadurch das Stricken.

Wermutstropfen: Der ein oder andere bekommt vom Stricken mit den Mini-Nadeln krampfige Finger. Wie es bei Deinen Händen ist, musst Du einfach ausprobieren!

Julia (@_tuet) jedenfalls kommt mit den kleinen Rundnadeln bestens zurecht, das Sockenwunder ist ihr sogar so sehr ans Herz gewachsen, dass sie auf ihrem Blog Tüt ein Tutorial zum Socken stricken damit veröffentlicht hat (klick):
Das Sockenwunder nutze ich gerne, weil kein Händeln mit Nadeln nötig ist und ich damit blind theoretisch stundenlang stricken kann. Es gibt keine "Leitern" und gerade bei Fair Isle oder anderen mehrfarbigen Techniken entstehen weniger Übergänge. Zudem sticht da keine Nadel durch den Projektbeutel, keine Maschen rutschen runter.



Das CraSy Trio.  
Das CraSy Trio (im englischsprachigen Raum übrigens unter der Bezeichnung FlexiFlips auf dem Markt) ist die neuste Ergänzung im Nadelsortiment von Addi. Es handelt sich um drei Nadeln, deren Mitte jeweils durch ein Nadelseil verbunden ist - zu kurz zum Rundstricken, aber lang genug, um Flexibilität zu gewährleisten.
Das Prinzip ist dabei ähnlich wie beim Stricken mit Magic Loop oder mit zwei Rundstricknadeln - die Maschen werden hälftig auf zwei der Nadeln verteilt, mit der dritten werden sie abgestrickt. Man kann quasi die Vorteile vom Stricken mit Magic Loop genießen (nur zwei Übergänge, Maschen rutschen nicht von den Nadeln), ohne die Nachteile (Seil-ziehen und Maschen-schieben) in Kauf nehmen zu müssen.

Wermutstropfen: Die Strickhaltung ist gewöhnungsbedürftig; eine Nadel hängt immer rum und bis man die ignorieren kann, muss man etwas üben. Und noch etwas: Aktuell sind die Nadeln nur in Metall erhältlich. Eine Bambusvariante soll zum Jahresende hin aber folgen.

Katha, die Autorin dieses Blogs, hat das CraSy Trio getestet:
Ich hab das CraSy Trio schnell ins Herz geschlossen, weil es so herrlich unkompliziert ist: Es strickt sich schnell damit, weil die Nadeln so kurz sind. Die Finger bleiben dennoch entspannt, weil sich die Nadeln - zumindest mit meinen kleinen Händen - sehr gut halten lassen. Und unterwegs kann ich entspannt bleiben, weil durch die Biegung der Nadeln keine Masche herunterrutscht - und ich bin wirklich nicht zimperlich mit meinem Strickzeug!

Strickst Du Socken? Wenn ja: Welche Nadeln nimmst Du am liebsten zur Hand?
xoxo Katha
Are you a sock-knitter? If so, which needles do you use for sock knitting? I've learned that preferences differ tremendously from knitter to knitter, so instead of ranking the four top needles for sock knitting, I've asked three fellow knitting buddies to tell me and you about the merits of their favorite needles.
Seit fast drei Jahren zeige ich jeden Monat auf dem Blog, an was ich gerade so stricke. Vielleicht findest Du das spannend, vielleicht auch sterbenslangweilig - für mich sind diese Beiträge vor allem ein persönliches Stricktagebuch; ich find's supercool nachschauen zu können, woran ich vor zwei Jahren um diese Zeit gearbeitet habe...

Meist schreibe ich meinen "Auf den Nadeln"-Beitrag erst am Monatsende (erst dann lohnt sich so ein Rückblick ja), aber so knapp wie im Mai war es noch nie! Immer kam was dazwischen: Nervige Dinge (Steuer, DSGVO, you know the deal), vor allem aber viele sehr schöne Dinge (ein Tagesausflug nach Hamburg, ein Ballettabend, der mich zu Tränen gerührt hat, das erste Stricknick des Sommers, organisiert von der wunderbaren Brigid, Kurzurlaub auf Mallorca und eine dicke Geburtstagssause). Zeit zum Bloggen habe ich da kaum gefunden, Zeit zum Stricken zum Glück schon!


Schwerpunktmäßig habe ich lauter kleine Dinge hergestellt, denn ich bin seit einiger Zeit in einem Alter, in dem man ständig Babystrick verschenken kann...Babyschuhe (nach einer Anleitung von Ines) zum Beispiel, den Baby Garter Kimono von Joji Locatelli, einen Mini Flax Pullover von Tin Can Knits und Baby Bandanas nach einer Anleitung von Wool and the Gang.




Drei dieser Strickanleitungen sind kostenlos - aber ausgerechnet mit der Bezahl-Anleitung von Wool and the Gang, die Teil eines Sets war, habe ich sehr gehadert: Die Wolle (Sugar Baby Alpaca) gefällt mir ausgezeichnet, darf allerdings nur von Hand gewaschen werden - das verträgt sich doch nicht mit  Baby-Speichel! Ich habe auch nicht verstanden, warum im Set zwei Knäuel enthalten sind, wenn man für ein Bandana noch nicht mal eines benötigt? Hätte ich das Garn doppelt nehmen sollen? Allerdings habe ich nirgendwo einen Hinweis darauf gefunden. Und das Maschenbild gefiel mir leider auch nicht besonders. Also habe ich das Bandana kurzerhand noch einmal mit einem Knäuel Biola von Austermann gestrickt - das Schurwolle/Alpaka-Gemisch ist GOTS-zertifiziert und sieht in Bandana-Form sensationell aus. Zumal mit den Quasten in Neon-Orange!
Für die zwei Knäuel Sugar Baby Alpaca fällt mir auch noch was ein...

In Erwachsenengröße habe ich im Mai nur an meinem Catchfly-Top gestrickt. Damit bin ich mittlerweile schon eine Woche fertig, aber das Finishing steht mir mal wieder bevor. Wieso fällt es mir eigentlich immer so schwer, mich zu so Arbeiten wie Zusammennähen, Knöpfe annähen etc. durchzuringen? Vielleicht wird es ja am Wochenende was?!?

Hast Du einen Trick, wie ich mich leichter Überwinden könnte? Ich hab gehört, Kuchen soll helfen!
xoxo Katha

Verlinkt bei Maschenfein
May has been a big baby (knits) month around here - I tried some really great (free!) patterns (baby shoes by Ines strickt, the Baby Garter Kimono by Joji Locatelli and a mini version of the Flax Pullover by Tin Can Knits). And you know what? I love them all! And I'm sure my brandnew godchild will look supercute in all of them!
Bist Du auch so verrückt nach Instagram wie ich? Ich komme nicht immer dazu, die neusten Beiträge auf meinen Lieblingsblogs zu lesen, aber für Instagram reicht die Zeit selbst an hektischen Tagen...kurz mal durch den Feed scrollen, das geht eben auch während man auf die nächste Bahn oder an der Supermarktkasse wartet. 

Besonders freue ich mich über neue Bilder auf diesen neun Instagram-Accounts:


Susanne betreibt das Stricklabel Paula_m und gibt auf Instagram (@paulastrickt) Einblicke in ihren Alltag als "Berufs-Strickerin". Die Motive wiederholen sich - Mützen, Einkaufsbeutel und immer wieder Stirnbänder - aber die Bilder sind so schön, dass ich trotzdem nicht genug davon bekommen kann!


Eins meiner liebsten Wollgeschäfte ist Wollen Berlin. So gemütlich und liebevoll wie der Laden selbst ist auch der Instagram-Account des Stores (@wollenberlin). Hier findet man ständige schöne Garne aus dem Shop und dazu ganz viel Inspiration für Projekte, die man daraus stricken könnte.


Die Insta-Welt von @gosiksknitting ist sehr verträumt und mädchenhaft, Strickfotografie meets Shabby Chic. Schönes Licht, viele Blumen - die Bilder sind ganz einfach wunderschön inszeniert. Ein bißchen zu perfekt, denke ich manchmal. Und dann kommt so ein Foto wie das links unten und wischt alle Zweifel davon. (Wer farbige Strumpfhosen trägt, dem gehört mein Herz!)


Ich folge auf Instagram auch einigen Handfärberinnen und freue mich, wenn es richtig bunt wird! Besonders mag ich die Bilder von Sternenstaub Wolle (@sternen_wolle), denn die sympathische Färberin Liesa betreibt keinen typischen Business-Account, sondern postet neben ihren Garnen auch aktuelle Strickprojekte und das ein oder andere persönlichere Foto.


Wenn ein Instagram-Feed so richtig "hyggelig" ist, dann der von @thepetiteknitter - und dabei kommt Weichien nicht mal aus Skandinavien, sondern wurde im "tropischen Paradies" geboren. Ihre Bilder, zumeist in gedämpften Farben gehalten, strahlen ganz viel Wärme und Gemütlichkeit aus - das ein oder andere eingestreute Norwegermuster tut dann sein übriges.


Natürliche Garne und eine meisterhaft abgestimmte Farbpalette, daran denke ich zu allererst beim Account von Handfärberin Saskia (@ovisetcetera). Neben ganz viel #yarnporn gibt es bei ihr aber auch herrliche Fair Isle-Projekte zu sehen, die mir so gut gefallen, dass ich sie am liebsten genau so nachstricken würde!


Eine einheitliche Ästhetik haben ja viele Instagram-Accounts, @julie_blauw geht noch einen Schritt weiter: Kein Bild ohne ein bißchen Blau. Die Farbe zieht sich durch ihre Fotos wie ein "roter" Faden, sei es beim Garn, ihren Projekten oder den Accessoires. Ich bin jedesmal gespannt, wo sich das Blau im nächsten Bild findet!


Der Account von @dinaarntsen wirkt so aufgräumt, dass Marie Kondo ihre Freude hätte. Auf weißem Hintergrund und reduziert auf wenige Bildelemente zeigt Dina ihre Strickprojekte - in der Insta-Bilderflut eine angenehme Abwechslung.


Und nur für den Fall, dass Du nicht schon längst zu den knapp 43.000 Followern gehörst...
Die Bildsprache des wunderbaren Strickmagazins Laine setzt sich auf Instagram (@laine_magazine) nahtlos fort: Zu sehen gibt es neben Designs aus dem Magazin auch herrliche Garne und meisterhaft arrangierte Flatlays. Außerdem posten die Macherinnen Jonna und Sini Bilder von ihren Reisen.

Wessen Bilder schaust Du Dir auf Instagram besonders gern an? Share the love!
xoxo Katha
Being a very visual person, Instagram is by far my favorite social media platform. I love scrolling through the vast amount of inspiring pictures (in my feed, that mostly means knitting, yarn and the occasional cat pic) - especially, when these nine accounts have been posting!
Mittlerweile habe ich verstanden, dass es durchaus sinnvoll sein kann, seine Strickstücke nach Fertigstellung zu befeuchten, in Form zu spannen und trocknen zu lassen. 
Das mache ich tatsächlich mit all meinen Stricksachen - mit einer Ausnahme: Socken. Die werden am Fuß gespannt, und zwar trocken!

Daher hatte ich bislang auch keinen Bedarf an Sock Blockers, sockenförmigen Holz- oder Metallformen, die dabei helfen, die feuchten Strümp in Form zu bringen.
Aber neulich wollte ich dann doch gerne welche, zum Fotografieren (jaja, Instagram made me do it...). Aber dafür Geld ausgeben? Nicht nötig, wenn man einen Kleiderbügel zur Hand hat!


Falls Du auch einen Sock Blocker basteln möchtest, schnapp Dir einen einfachen Drahtkleiderbügel (so einen, wie man ihn von der Reinigung bekommt) und leg los. Weitere Hilfsmittel oder eine besondere Bastel-Begabung sind nicht notwendig.


Schritt 1: Finde die Mitte der langen Bügelseite und ziehe den Bügel nach unten, so dass ein Rhombus entsteht.


Schritt 2: Ein Schenkel des Rhombus definiert die Fußlänge des zukünftigen Sock Bockers. Vom anderen teilst Du ein Paar Zentimeter ab, um die Breite festzulegen. Dann biegst Du eine Ecke des Rhombus zur Mitte.


Schritt 3: Passe auch im oberen Teil die Breite Deines Sock Blockers an, indem Du die Partie rund um den Kleiderhaken etwas nach außen biegst. 


Schritt 4: Jetzt muss der Sock Blocker nur noch ein wenig zurechtgebogen werden. Fertig!

Erzähl mal: Spannst Du Deine Socken?
xoxo Katha
I'm usually not blocking my socks (too much effort), but I recently needed a pair of sock blockers for a picture I had in mind. Cheap as I am, I searched for a way to make them myself. Turns out all you need is a clothes hanger...and this little tutorial.
Steigt die Alte jetzt wirklich mit einem Kommentar über das Wetter in den Blogpost ein???
Ja, das tut sie! Immerhin ist es im April ENDLICH Frühling geworden. Und eine Woche später dann Sommer. (Und jetzt schon wieder Herbst.)

Und genauso wechselhaft wie das Aprilwetter waren in den letzten Wochen auch meine Strick-Vorlieben. Anfang des Monats habe ich in einer alpinen Holzhütte noch vor dem Kachelofen gesessen und an einer Strickjacke gearbeitet, letzte Woche war mir bei sommerlichen Temperaturen natürlich viel eher nach einem neuen Leinen-Projekt. Die Konstante dazwischen: Socken, Socken, Socken...


Mein Pieceful-Cardigan ist IMMERNOCH nicht fertig. Dabei fehlt jetzt wirklich nicht mehr viel. Aber ich tue mich nach wie vor sehr schwer, monogam zu stricken. Zum Glück kann ich in anderen Bereichen des Lebens mehr Selbstbeherrschung aufbringen...


Fertig geworden sind dafür ein paar kleinere Projekte: Der "Pucksack des Grauens" (so getauft, weil das Stricken unfassbar öde war), die wunderschönen Fluorite-Socks (gestrickt aus den Strickfuchs-Minis, die ich aus Leipzig mitgebracht hatte) und 50% eines Socken-Teststricks, von dem ich an anderer Stelle sicherlich noch einmal mehr berichten werde.


Als das Wetter dann mit einem mal so schön wurde, wollte ich plötzlich unbedingt ein neues Sommertop anschlagen. Ich habe Ravelry durchstöbert und in meinem Stash gewühlt...um dann festzustellen, dass ich aus dem letzten Spätsommer noch ein Projekt "übrig" hatte, an dem bislang nur 10 cm gestrickt worden waren! Das kurzärmelige Top Catchfly ist genau das richtige für meine aktuelle Stricklaune und das fliederfarbene Garn, das ich gemeinsam mit ein wenig goldgelbem Leinen verstricke, schreit in all seiner Pastelligkeit doch förmlich "Früüüühling".


Strickst Du auch so eine aprilwettrig-bunte Mischung? Und welche UFOs aus dem letzten Jahr hattest Du schon ganz vergessen?
xoxo Katha

Verlinkt bei Maschenfein
Is "April weather" a German thing? Or do you know this term for describing unpredictable weather that can go from sunshine to rain to hail to sunshine within a few hours (as it does in Germany in the month of April)?
Anyhow, my knitting projects have been just as unsteady this month as the weather...though I have to admit that the one thing has hardly anything to do with the other (#polygamistknitter).
Stricken und Serien-Gucken hat sich bei mir als gute After Work-Combo bewährt. Blöd nur, wenn die Serie so spannend ist, dass sie einen vom Stricken ablenkt...dies nur als Warnung - Bad Banks solltest Du Dir trotzdem anschauen!*

Zugegeben, es geht um die Finanzbranche - die schreckt viele ja eher ab! Vermutlich also nicht unbedingt der Stoff, aus dem Serien-Träume gemacht sind. Aber Finanzgeschichten können auch richtig spannend sein, das hat schon der Film The Big Short bewiesen...


Worum geht's? 
Die Handlung kreist um die junge Bankerin Jana Liekamp (gespielt von Paula Beer), die nach einem Rauswurf bei der Luxemburger "Crédit International Financial Group" dank der Hilfe ihrer ehemaligen Chefin bei der größten Privatbank Deutschlands anheuert.
Liekamp will jetzt richtig Karriere machen und ist bereit, dafür ihre Beziehung, ihre Gesundheit und ihre Werte aufs Spiel zu setzen. Die Ex-Chefin will Insider-Informationen und ist bereit, dafür über Leichen zu gehen...

Nicht zufällig erkennt man in dem Finanzinstitut, das im Mittelpunkt der Serie steht, Parallelen zur Deutschen Bank. Vielleicht hast Du es mitbekommen; die Deutsche Bank muss gerade auf Anfrage der EZB prüfen, was es kosten würde, aus dem Investment-Geschäft auszusteigen...da wirkt so eine Serie erschreckend aktuell!.

Bad Banks, übrigens eine Co-Produktion von ZDF und Arte, ist aber auch noch aus anderen Gründen sehr sehenswert: Die Serie ist aufwendig produziert, die Dialoge sind glaubwürdig, die Schauspieler nerven kaum, der Plot ist richtig spannend. Also ganz anders als der Durchschnitts-Tatort. Besonders schön: Die vielen interessanten, starken Frauenrollen, die das Drehbuch vorgesehen hat - das gibt es für meinen Geschmack viel zu selten.
Und noch eine Randbemerkung: So gut wie in Bad Banks sah Frankfurt noch nie aus (und ich habe jahrelang dort gelebt)!

Snack zur Serie: Stilecht wären wohl Koks und Cocktails, als rauschmittelfreie Alternative empfehlen sich Frühlingsrollen vom Asia-Lieferdienst.
Strick-Empfehlung: Das Projekt sollte simpel sein - wie wäre es mit einem unaufgeregten Paar Socken? - denn bei den ganzen Begriffen aus der Bankenwelt muss man ein bißchen aufpassen. Und Untertitel gibt es bei Arte-Beteiligung natürlich zwangsläufig auch zu lesen!
Wermutstropfen: Jana Liekamp soll erst 25 sein? Sorry, aber das ist die einzige Stelle in der Serie, die ich so richtig unglaubwürdig finde!

Hast Du Bad Banks schon geguckt? Was schaust Du heute Abend beim Stricken? Oder machst Du beim Stricken ganz andere Dinge?
xoxo Katharina

Bad Banks (D, 2017), Länge: 6 Folgen à ca. 50 Minuten, Regie: Christian Schwochow, Darsteller: Paula Beer, Désirée Nosbusch, Barry Atsma, Tobias Moretti, noch bis 31.08.2018 verfügbar in der ZDF Mediathek.

*Der Strick-Content geht leider gegen Null - es gibt nur Anzüge, Kostümchen und Hoodies zu sehen, nicht ein einziges Strickteil habe ich entdeckt. Gänzlich frei von Makel ist halt auch diese Serie nicht...
Is it binge watching if a TV show has only six episodes? Anyhow...Bad Banks, a German production, is such a good series! And you thought the financial sector was boring...
Neben dem Stricken habe ich noch eine zweite große Leidenschaft: die Kunst*. Umso schöner, wenn beides zusammenkommt...
In letzter Zeit bin ich über drei Kunstbücher für Stricker gestolpert, die ich allesamt ganz großartig finde.


Für Modefans und Design-Liebhaber
Was passiert, wenn man Strick in der Haute Couture einsetzt? Wie lässt sich die Technik im Gebrauchsdesign aufgreifen? Und wo verschwimmen die Grenzen zur Kunst? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Buch KNIT. Innovations in Fashion, Art, Design von Samantha Elliott (Laurence King Publishing 2015). Unterteilt in die drei Oberthemen Mode, Kunst und Design stellt sie verschiedene Kreative vor, die sich in ihrer Arbeit mit den Handarbeitstechniken Stricken und Häkeln auseinandersetzen (darunter Markus Lupfer, Irina Shaposhnikova (diese Zopfpullover!), Magda Sayeg, die Mutter des Yarn Bombing, oder Toshiko Horiuchi MacAdam, deren Arbeit ich durch den Film YARN kennengelernt habe). Nach kurzen Interviews folgen jeweils viele ganzseitige Fotos der Arbeiten und Projekte - ganz viel Inspiration also und eine guter Anreiz, öfter mal die vertrauten Wege zu verlassen und was Auszuprobieren.

Für Fotografie-Nerds
Dass man selbst nicht Stricken können muss, um ein fantastisches Buch zum Thema zu veröffentlichen, beweist Barbara Levine: Ihr schmaler Band People Knitting. A Century of Photographs (Princeton Architectural Press 2016) versammelt Fotografien aus 100 Jahren - von Frauen, Männern und Kindern beim Stricken.
Die leidenschaftliche Sammlerin von Vintage-Fotografien bezeichnet sich selbst als begeisterten knitter-watcher und hat in den letzten Jahren wunderbare Bilder zusammengesammelt - manche kennt man bereits aus anderen Publikationen, andere waren mir gänzlich neu. Schön finde ich, dass die Bilder ganzseitig ohne jegliche Erläuterung abgebildet sind (diese findet sich im Anhang des Buches), so dass man sich zunächst eigene Gedanken zu den Fotos machen kann (In welchem Zusammenhang wurde das Bild wohl aufgenommen? Wer strickt hier? Und was?). Zum immer wieder Durchblättern.

Für Malerei-Maniacs
Eine besondere Freude für mein Kunsthistoriker-Herz ist Thomas Blisniewskis Frauen, die den Faden in der Hand halten. Handarbeitende Damen, Bürgersmädchen und Landfrauen von Rubens bis Hopper (Insel Verlag 2015). Die Werke darin reichen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, ein echter Querschnitt durch die Kunstgeschichte also. Der "rote Faden"? Natürlich das Garn! Die Dargestellten stricken, häkeln, weben oder spinnen (vor allem letzteres), ein knapper, fundierter Text ordnet die Arbeit ein und erläutert die Bedeutung der Handarbeit im Bildzusammenhang.
Im Anschluss an den Bildteil folgt eine längere Abhandlung zur Handarbeit in der Kunstgeschichte (die offensichtlich als Einführung gedacht war - vielleicht steht sie in der gebundenen Version ja am Anfang?), die auch sehr lesenswert ist. Was ich gelernt habe: Frauen, die Handarbeiten, sind fleißig, sittsam und gottesfürchtig (oder zumindest sehr gut darin, so zu wirken).

Hast Du neben dem Stricken auch noch andere Leidenschaften? Und wo treffen sie sich?
xoxo Katha

*Gemeint ist hier die Kunstbetrachtung; mit Kunstproduktion habe ich nichts zu tun.
When knitting meets art, I get really excited - after all, those are my two favorite topics! Today, I have three book reviews for you that combine knitting with design, photography and painting. Pick your most beloved art form, get comfortable on the couch and dive into some yarny reading.
Habe ich schon erwähnt, wie gerne ich derzeit Socken stricke? Letztes Jahr habe ich monatelang an einer einzigen Socke herumlaboriert, dieses Jahr produziere ich ein Paar nach dem anderen...
Das Aktuellste ist ja immer das tollste, entsprechend habe ich seit letzter Woche neue Lieblingssocken!


Taadaa, ich präsentiere die Froot Loop Socks von Kristi Geraci. Die Anleitung gibt es kostenlos bei Knitty und ich kann sie nur wärmstens empfehlen. In der Tat erinnert das Muster an die namensgebenden Cornflakes, die nur aus Farbstoff zu bestehen scheinen. Von der Sockenvariante bekommt man allerdings keine Magenschmerzen, denn die kleinen Zöpfe sind viel einfacher zu stricken, als man meinen könnte (es wird nicht wirklich verzopft, sondern nur geschickt ab- und zugenommen) - und sehen so so toll aus!



Besonders gut kommen komplexere Muster ja mit einfarbigen Garnen zur Geltung. Und wenn das Garn dann auch noch ein wenig Cashmere enthält, kann nicht mehr viel schief gehen! In diesem Fall handelt es sich um Lana Grossa Meilenweit 50 Cashmere. An sich ein klassisches Sockengarn (robust, maschinenwaschbar und filzfrei), allerdings dank der Mischung von 70% Wolle, 25% Polyamid und 5% Cashmere spürbar weicher als die normale Meilenweit. 



Das Garn hatte ich von Lana Grossa als "Wartezeitüberbrückung" bis zur h&h, der Messe für Handarbeit und Hobby in Köln, zugeschickt bekommen. Leider habe ich dieses Jahr kein Glück, was die Termine von Wollfesten und Strickevents betrifft...irgendwas steht immer schon in meinem Kalender (ganz weit vorne: Dienstreisen und Familienfeste). Während die halbe Strickwelt sich in den Kölner Messehallen traf, war ich mit der Familie in Wien unterwegs (zugegeben: auch sehr schön!). 

Und die Messetage letztes Wochenende arbeite ich jetzt ganz gemütlich und Cashmere-besockt vom Sofa aus nach! Eine Menge schöner Beiträge sind bereits erschienen und in den nächsten Tage kommt sicher noch das ein oder andere hinterher...

Ich freu mich jetzt noch ein bißchen an meinen Socken...und auf die neuen Garne, die uns in den nächsten Monaten erwarten. 
Woran oder worauf freust Du Dich? 
xoxo Katha

Das Garn wurde mir von Lana Grossa kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. 
This year, I have to leave out most of the big yarn events (EYF, h&h, Yarncamp) thanks to interfering job and family obligations. Thankfully, there's lots of bloggers willing to share their stories and pictures from the events...
Btw: The awesome socks I'm wearing are the Froot Loop Socks by Kristi Geraci. 

Im März war ich gefühlt ständig unterwegs...auf Dienstreise in Saudi Arabien, dann für ein Familientreffen in Wien. Gestrickt habe ich vor allem in Flugzeugen und U-Bahnen. Erst jetzt, zum Monatsende, komme ich dazu, mal wieder gemütlich vorm Fernseher auf der Couch zu stricken.

Wo ich stricke beeinflusst natürlich ganz maßgeblich, was ich stricke. Unterwegs hatte ich kleine Projekte dabei und konnte auch weiter meiner Socken-Lust frönen. Inzwischen habe ich ein neues Paar Lieblingssocken, in das ich momentan Hals über Kopf verliebt bin! (Demnächst widme ich den Socken nochmal einen eigenen Beitrag, aber so viel sei schon verraten: es handelt sich um die Froot Loop Socks von Kristi Geraci, gestrickt aus Meilenweit Cashmere von Lana Grossa.)


Mein treuer U-Bahn-Begleiter ist dieses blaue Babyprojekt, ein Pucksack-to-be. Ich liege in den letzten Zügen und muss dann mal schauen, wie ich die Maxi Cosi-Öffnungen (offenbar ne praktische Sache?!?) glatt bekomme, die rollen sich im Glatt rechts-Gestrick natürlich unschön auf. Vielleicht mit Schrägband? Was meinst Du?


Auf der Couch bekommt der Pieceful Cardigan endlich wieder ein bißchen mehr Aufmerksamkeit - die fertigen Versionen von Sabine und Kathi haben nicht unwesentlich zu meiner Motivation beigetragen...
Ein aktuelles Bild habe ich gerade nicht vorzuweisen (und so viel hat sich seit November auch nicht verändert). Stattdessen gibt's ein paar Eindrücke aus Saudi Arabien, okay?

 Sogar das Eis ist verhüllt...
Der König und sein reformwilliger Sohn sind überall präsent.
Damentoilette am Flughafen Dammam
Die Quad-Armada steht für Spritztouren über die Dünen bereit.

Im April freue ich mich jetzt erstmal auf die Osterfeiertage und damit auch ein wenig mehr Strickzeit. Ich habe nämlich schon wieder viel zu viele Pläne im Kopf...aktuell sinniere ich über das nächste Sockenprojekt (Lace-Muster oder doch eher ein Farbverlauf à la Find you Fade?).

Und Du, was willst Du als nächstes stricken?
xoxo Katha

Verlinkt bei Maschenfein
I have been traveling a lot this month and hence have been unusually monogamous in my knitting: socks and a baby present was pretty much all I was working on. At the same time, project ideas keep on piling up in my head and I can't wait to start working on the next cardigan, the next sweater and the next pair of socks. The yarn is of course already in my stash...it's a good thing there's a holiday coming up!
Podcasting (= die zumeist private Produktion von Audio- oder Videosendungen) ist nicht gerade ein neues Konzept. Genau wie das Bloggen kam es um die Jahrtausendwende auf (fun fact: Der Amerikander Dave Winer war in beiden Fällen einer der Vorreiter), aber ganz im Gegensatz zu Blogs scheinen Podcasts von Jahr zu Jahr beliebter zu werden.

Mittlerweile gibt es kein Thema, zu dem sich nicht auch ein passender Podcast finden würde: von Krimi zu Musik zu aktueller Tagespolitik, von persönlichen Tagebuch-artigen Formaten bis hin zu intensiv-recherchierten Beiträgen, die man als Quelle für Uni-Hausarbeiten verwenden könnte, ist alles dabei.

Ich bin schon seit vielen Jahren ein großer Podcast-Fan; vor allem Audio-Podcasts mag ich sehr und höre sie beim Kochen, U-Bahnfahren, Wäsche aufhängen etc. Vor knapp drei Jahren habe ich hier meine liebsten (Strick-)Podcasts vorgestellt und seitdem sind viele neue dazugekommen.


Also höchste Zeit für eine neue Empfehlungsrunde, diesmal nicht nur Strick-basiert!
Interview-Formate sind, zumindest meiner Wahrnehmung zufolge, ein Riesen-Podcasttrend. Das spiegelt sich auch in meinen Empfehlungen wieder - fast nur Gesprächskonzepte. Es gibt aber auch so viele tolle Interviewer in der Podcast-Szene!

Fangen wir an mit Alec Baldwin. Schon alleine seine Stimme finde ich so toll, dass ich auch dann noch reinschalten würde, wenn er nur aus dem Telefonbuch lesen würde. Aber zum Glück führt der Schauspieler richtig tolle Interviews, vor allem mit Kollegen aus der Filmszene, aber auch mit Nicht-Promis, deren Arbeit ihn interessiert.
Sein Podcast heißt Here's the Thing und meine Reinhör-Empfehlungen wären die Folgen mit Grace Coddington und - als alter SATC-Fan natürlich auch - Sarah Jessica Parker.

Ganz neu im Podcats-Business ist Armchair Expert Dax Shepard. Hast Du früher auch so viel MTV geguckt wie ich? Dann kennst Du ihn vielleicht noch von Jackass und vor allem Punk'd! Dax ist inzwischen ein "richtiger" Schauspieler geworden und außerdem wahnsinnig wissbegierig und belesen - was ihn zu einem exzellenten Gesprächspartner macht. Interviewt hat er bislang vor allem Menschen aus seinem Bekanntenkreis, also aus dem Dunstkreis der Filmbranche in LA.
In vielen Aspekten ganz besonders ist das Interview mit seiner Frau Kristen Bell (Achtung! Es geht sogar ums Stricken!), daher meine Reinhör-Empfehlung.

Und auch einen deutschen Podcast kann ich empfehlen, auf dem es spannende Interviews zu hören gibt: Im Hotel Matze sind ganz unterschiedliche Menschen zu Gast: Künstler, Autoren, Musiker, Designer...besonders begeistert war ich von den Folgen mit Tim Raue und Kim Frank.

Schon vor drei Jahren war der Woolful Podcast unter meinen Favoriten. Ashley Yousling im Interview mit verschiedensten Akteuren der fiber community, das waren immer interessante und oftmals auch sehr lehrreiche Gespräche. Inzwischen hat Ashley sich mit dem Making Magazine zusammengetan und mit dem Making Podcast den Themenkreis auch auf andere Bereiche der Kreativbranche erweitert. Die Interviews sind natürlich so gut wie eh und je!
Reinhör-Empfehlung: Die Folge mit Brooklyn Tweed-Gründer Jared Flood.

Mein absolut allerliebster Lieblings-Interview-Podcast ist aber How I built this mit Guy Raz. Jede Woche führt er ein Gespräch mit einem Unternehmer, der die Geschichte seiner Firma erzählt, mit allen Höhen und Tiefen. Oftmals sind die Gesprächspartner faszinierende Persönlichkeiten mit unglaublich viel Leidenschaft. Ich kann fast jede Folge empfehlen, besonders im Gedächtnis geblieben sind mir aber die Interviews mit Robert Johnson (Black Entertainment Television), Jerry Murrell (Five Guys) und ganz besonders Yvon Chouinard (Patagonia).

Nach den ganzen Interviews habe ich aber auch noch zwei andere Formate:
Zum einen wäre da Young House Love has a Podcast. John und Sherry, die hinter dem (einstmals) irrsinnig erfolgreichen Home Improvement-Blog Young House Love stecken, unterhalten sich über DIYs, Wandfarben und andere Dinge rund ums Thema Wohnen. Wobei die beiden so sympathisch sind, dass ich auch zuhören würde, wenn sie über ihre Putzmittel sprechen würden...ach stimmt, das ist ja auch schon vorgekommen!

Ganz bewusst habe ich mir eine letzte Empfehlung bis zum Schluss aufgespart - dieser Post wäre doch nicht vollständig so komplett ohne Strick-Content!
Seit Anfang des Jahres gibt es einen neuen deutschen Strickpodcast, der sich wirklich lohnt: Im Frickelcast unterhalten sich Frau Feierabendfrickeleien und Frau Jetztkochtsieauchnoch jede Woche über aktuelle Näh- und Strick-Projekte, Events und Einkäufe, außerdem gibt es Empfehlungen fürs Strick-Entertainment und, ja: auch Interviews. Den beiden zuzuhören ist ein bißchen so, wie gemeinsam im Café beim Stricktreff zu sitzen: kurzweilig, warmherzig und irgendwie gemütlich. Jede Folge wird besser, meine Reinhör-Empfehlung ist daher natürlich die aktuellste (unterwegs in Edinburgh!).

Und, bist Du auch so Podcast-verrückt wie ich? Verrate mir doch Deine Favoriten!
xoxo Katha
It's about time I share my favorite podcasts with you again! When it comes to knitting podcasts, my favorites haven't changed in years! Therefore, I'm focusing mainly on interview formats today... P.S.: When will Guy Raz finally talk to someone from the fiber community? 
Auch beim Stricken gibt es Trends: Vor ein paar Jahren waren es chunky knits, dann kam Brioche (Patentmuster) und nun ist plätzlich Mosaikstricken allgegenwärtig.

Die Bezeichnung "mosaic knitting" geht auf die Strickmusterqueen Barbara Walker zurück und bezeichnet zweifarbige Muster, bei denen simple Streifen geschickt mit Hebemaschen kombiniert werden. Heraus kommt ein leichtes Gestrick mit geometrischer Musterung, das viel einfacher zu stricken ist, als man vielleicht annimmt (man strickt pro Reihe immer nur mit einer Farbe!). Also auch eine tolle Alternative für alle, die vor Fair Isle zurückschrecken.

Nur: Oftmals sehen sich die Muster so schrecklich ähnlich! Ein Fall von "kennste eins, kennste alle". Ich muss da immer unweigerlich an diese griechisch-anmutenden Bordüren denken!
Daher war ich ein kleines bißchen skeptisch, als ich das neue Buch "Mosaik-Muster stricken" von Tanja Steinbach aus dem Briefkasten zog...


...völlig zu Unrech, auf Tanja ist einfach Verlass! Ich mag ihre Designs sehr gerne und auch aus den Mosaikmustern hat sie einiges rausgeholt. Das schmale Büchlein enthält 16 Modelle, darunter fünf Tücher bzw. Schals, zwei Cowls, drei Mützen, zwei Paar Socken, ein Paar Handstulpen, einen Seelenwärmer, ein Kissen und eine Babydecke.

Die griechische Bordüre ist zwar mit dabei (s. Modelle "Reiselust" und "Fernweh"), aber auch viele Designs, die mir richtig gut gefallen und mal ganz anders aussehen.

Meine drei Favoriten


Der klassische Schal "Mann von Welt" hat eine feine Zickzack-Musterung. Im Buch ist er an einem männlichen Model fotografiert, ich sehe aber keinen Grund, weshalb er nicht auch an Damen eine gute Figur machen sollte. (Foto: Michael Ruder für den Frechverlag)


Die Mütze "Kopfarbeit" (ebenfalls an einem Mann fotografiert) hat ein Spiralmuster, das sich um den Kopf ringelt. Durch die geschickte Garnwahl wirkt es, als sei die Mütze dreifarbig gestrickt - es sind aber nur zwei. (Foto: Michael Ruder für den Frechverlag)


Die Babydecke "Wohlgefühl" hat ein eingängiges Muster mit kleinen, versetzten Quadraten, der Rand wird in einer Kontrastfarbe gestrickt. Dass die Decke mit 5er Nadeln gearbeitet wird, macht sie mir gleich noch ein Stück sympathischer! (Foto: Michael Ruder für den Frechverlag)

Die Socken "Verflechtungen" finde ich übrigens auch ganz toll - die hab ich sogar direkt angeschlagen.

Insgesamt gefällt mir das Buch richtig gut, vor allem auch, weil es so abwechslungsreich ist. Zu bemängeln gibt es aus meiner Sicht lediglich, dass einige Modelle auf den Fotos nicht ganz so gut zu erkennen sind - da hätten ein, zwei zusätzliche Bilder nicht geschadet. Aber das ist ein generelles Problem so schmaler, günstiger Bücher; da ist der Platz kostbar und so wird die ein oder andere Abbildung weggelassen.

Aus meiner Sicht sind viele der Anleitungen auch für Anfänger gut geeignet; ein bißchen stricken sollte man aber schon können, denn einen ausführlichen Anleitungsteil gibt es im Buch nicht. Aber für den Fall, dass man mit einer bestimmten Abkettechnik nichts anfangen kann, gibt's ja auch Grundlagenbücher...oder Youtube.

Hast Du Dich schon mal an Mosaikmustern probiert? Wie gefällt Dir denn die Bordüren-Optik?
xoxo Katha

Tanja Steinbach: Mosaik-Muster Stricken (kreativ.kompakt.) Tücher, Schals, Stulpen & Co, TOPP Verlag 2018, 48 Seiten, ISBN-13: 9783772468223, EUR 9,99.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.
Mosaic knitting seems to be really hot right now, at least in Germany. Lately, quite a few books on this technique, which is basically a combination of stripes and slipped stitches, have been published - one of the good ones is "Mosaik-Muster stricken" by Tanja Steinbach.